Umwelt Uster Zürich (ZH)

Uster: Hunderte Fichten im Stadtwald wegen Borkenkäferbefall gefällt

Im Ustermer Wald werden seit dieser Woche stark vom Borkenkäfer befallene Fichten gefällt. Die Stadtförsterei hat bisher über <strong>400 m³</strong> Käferholz registriert; ein rund ein Viertel der jährlichen Fällmenge in stadteigenen Wäldern.

Uster: Hunderte Fichten im Stadtwald wegen Borkenkäferbefall gefällt
©Illustration KI Fabian Meier / we-news.com

Fällarbeiten in Uster gestartet – Waldwege zeitweise gesperrt

In den Wäldern von Uster laufen seit Anfang der Woche gezielte Fällarbeiten an von Borkenkäfern befallenen Fichten. Die Stadt hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 400 Kubikmeter Käferholz erfasst. Etwa 300 Kubikmeter davon entfallen auf stadteigene Bestände. Die Arbeiten folgen auf Kontrollen durch die Forstbehörde und dienen dem Schutz gesunder Bestände sowie der Verkehrssicherheit im Wald.

Aufgrund der laufenden Eingriffe sind einzelne Waldwege und Zugänge zeitweise nicht begehbar. Aktuell ist ein Abschnitt der Guntenswilerstrasse tagsüber gesperrt; eine signaliserte Umleitung führt durch den Wald. Die Stadtförsterei weist darauf hin, dass Absperrungen und Hinweise unbedingt beachtet werden müssen, um Gefährdungen für die Bevölkerung und das Forstpersonal zu vermeiden.

«Absperrungen und Signalisationen unbedingt zu beachten.»

Umfang der Schäden und Bedeutung für die jährliche Fällmenge

Der Stadtförster hat die bisher erfasste Menge in Relation zur üblichen Holznutzung gesetzt: Die rund 300 m³ in stadteigenen Wäldern entsprechen etwa einem Viertel der üblichen jährlichen Fällmenge dieser Bestände. Da die Kontrollen noch andauern, rechnet die Forststelle damit, dass die entdeckte Holzmenge weiter ansteigen könnte. Welche Flächen konkret betroffen sind, nennt die Stadt nicht im Detail; die Erfassung und Kennzeichnung der befallenen Bäume läuft weiter.

Grösse Standort
400+ m³ Gesamterfasst (laufende Kontrollen)
~300 m³ Stadteigene Wälder

Ursache: Hitze und Trockenheit schwächen Fichten

Die Forststelle macht für den aktuellen Befall insbesondere die anhaltende Hitze und Trockenheit verantwortlich. Diese klimatischen Bedingungen schwächen die Fichten, sodass sie anfälliger für einen Borkenkäferbefall werden. Entsprechend ruft die Stadt Privatwaldbesitzerinnen und -besitzer dazu auf, ihre Bestände regelmässig zu kontrollieren. Wird Befall festgestellt, sollen sie die Forstbehörde informieren, damit die Bäume markiert und weitere Arbeiten koordiniert werden können.

  • Mehr als 400 m³ befallene Fichten bisher erfasst
  • Rund 300 m³ in stadteigenen Wäldern (≈ 25 % der jährlichen Fällmenge)
  • Waldwege sind temporär gesperrt; Umleitungen signalisiert

Organisation der Fällarbeiten und Verantwortung der Eigentümer

Die Stadtförsterei koordiniert die Fällungen in den städtischen Beständen. Weil das Ausmass der betroffenen Bäume jedoch beträchtlich ist, kann die Forststelle nicht alle Privatflächen selbst prüfen. Deshalb bittet sie Waldeigentümer ausdrücklich, ihre Wälder zu überwachen und bei Auffälligkeiten Kontakt mit dem Stadtförster aufzunehmen. Ziel ist es, die Arbeiten geordnet durchzuführen und eine Ausbreitung des Befalls zu verhindern.

Für Uster bedeutet die Situation kurzfristig Einschränkungen für Naherholung und Forstwege; längerfristig steht die Frage im Raum, wie sich Wälder an veränderte Klimabedingungen anpassen lassen. Die Stadt informiert weiter über Sperrungen und Fortschritte bei der Bekämpfung des Befalls.

Kontakt- oder Meldewege zu weiteren Details sowie Hinweise für private Waldeigentümer sind bei der Stadtförsterei hinterlegt; die Kontrollen laufen derzeit weiter, weshalb die genannten Mengen als vorläufig zu betrachten sind.

Fabian Meier
Fabian KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Zürich – WE NEWS online

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