Die Stadt Thun hat entschieden: Ab Mai 2027 soll in der Orangerie der Schadaugärtnerei ein halbjähriges Gastronomie- und Veranstaltungsangebot entstehen. Den Auftrag erhielt ein Thuner Team aus den Gastronomen und Veranstaltern Martin Zalud und Daniel Schmid. Die Vergabe ist Teil einer Zwischennutzung für das Areal und steht unter dem Vorbehalt der noch einzuholenden Baubewilligung.
Kontext und Rechtslage
Der erforderliche Bauentscheid ist laut Stadtverwaltung bereits seit diesem Frühling rechtskräftig; in einer Medienmitteilung wurde der Entscheid am 15. April 2026 publiziert. Die geplante Nutzung der Orangerie ist ausdrücklich als Zwischennutzung ausgewiesen. Parallel dazu wird im Rahmen des Postulats P22/2023 ein Gutachten zur Endnutzung der Schadaugärtnerei erarbeitet, das noch dieses Jahr vorliegen soll. Welche langfristige Funktion die Schadaugärtnerei schliesslich erhält, bleibt damit noch offen.
Konzept und Nachhaltigkeit
Das von Zalud und Schmid vorgestellte Konzept setzt auf ein stimmungsvolles Angebot, das sich an nachhaltigen und ressourcenschonenden Standards orientiert. Kernelemente sind die Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten, langlebige und wiederverwendbare Materialien sowie kurze Transportwege. Die Stadt hebt hervor, dass das Angebot massgeblich zur Belebung der Schadaugärtnerei beitragen soll.
- Start: geplant Mai 2027 (vorbehaltlich Baubewilligung)
- Dauer: halbjähriges Gastronomie- und Eventangebot
- Auftragnehmer: Martin Zalud und Daniel Schmid (Thun)
- Status: Zwischennutzung; Gutachten zur Endnutzung folgt 2026
«Die Stadt hat den Auftrag an die beiden Thuner Gastronomen und Veranstalter Martin Zalud und Daniel Schmid vergeben.»
Folgen für Quartier und Kulturort
Für das Quartier und die Stadtentwicklung Thuns bringt die Zwischennutzung mehrere unmittelbare Auswirkungen: Zum einen erhält die Schadaugärtnerei eine neue, publikumswirksame Nutzung, die Besuchende anziehen und die Aufenthaltsqualität im Park erhöhen kann. Zum anderen bleibt die Frage der langfristigen Nutzung offen, bis das geforderte Gutachten Resultate vorlegt. Eine qualifizierte Zwischennutzung kann einerseits Chancen bieten, Räume zu beleben und Angebote zu testen; andererseits bleibt abzuwarten, wie sich Verkehrs-, Lärm- und Parkierungsfragen im Umfeld entwickeln, wenn regelmässige Veranstaltungen stattfinden.
Zeitleiste
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| Frühling 2026 | Bauentscheid rechtskräftig |
| 15. April 2026 | Städtische Medienmitteilung |
| 2026 (noch dieses Jahr) | Gutachten zur Endnutzung (Postulat P22/2023) |
| Mai 2027 (geplant) | Beginn des halbjährigen Gastronomie- und Eventangebots |
Die Stadtverwaltung hat mit der Vergabe einen klaren Schritt hin zu einer aktiv genutzten Schadaugärtnerei unternommen. Für Anwohnende, Kulturakteure und Besucherinnen sowie Besucher bleibt wichtig, wie die Betreiber das Angebot ausgestalten und wie die Stadt Begleitfragen wie Verkehr und Lärmschutz regeln wird. Informationen zu Baubewilligung, Betriebsauflagen und konkreten Veranstaltungskonzepten dürften in den kommenden Monaten folgen, sobald die Behörden und die neuen Betreiber die nächsten Schritte konkretisieren.
Für Thun bedeutet das Projekt eine Möglichkeit, einen historischen Ort temporär neu zu bespielen und Erfahrungen zu sammeln, die in die definitive Nutzungsplanung einfliessen können. Die Kombination aus Gastronomie und Veranstaltungen bietet Potenzial für eine stärkere Frequentierung des Parks und für neue Begegnungsformate — vorausgesetzt, die Umsetzung bleibt in den angekündigten nachhaltigen Parametern.