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Solothurn verschärft Kontrolle am Ritterquai: Campieren am Aareufer jetzt deutlich verboten

Die Stadt Solothurn hat am beliebten Parkplatz am Ritterquai neue Verbotsschilder angebracht, nachdem Anwohner vermehrt übernachtende Camper gemeldet hatten. Das Campieren auf öffentlichem Grund ist bereits bisher untersagt; Verstösse werden gebüsst. Ein offizieller Stellplatz steht mit dem TCS-Campingplatz zur Verfügung.

Solothurn verschärft Kontrolle am Ritterquai: Campieren am Aareufer jetzt deutlich verboten
©Illustration KI Thomas Ammann / we-news.com

Die Stadt Solothurn reagiert auf Beschwerden aus der Bevölkerung und weist künftig klarer auf das Verbot des Campierens am Ritterquai hin. An dem beliebten Parkplatz direkt an der Aare waren in letzter Zeit wiederholt Camperinnen und Camper über Nacht stehen geblieben. Mit neu angebrachten Verbotstafeln will die Stadt die Rechtslage deutlicher machen und das nächtliche Campieren unterbinden.

Was die Stadt kommuniziert

Die Stadtverwaltung betont, dass an der bisherigen Regelung nichts geändert habe: Das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen oder ähnlichen Unterkünften auf öffentlichem Grund ist grundsätzlich untersagt, sofern der Platz nicht ausdrücklich vom Stadtpräsidium zur Nutzung bestimmt und bewilligt wurde. Die neuen Tafeln sollen insbesondere auf diese bestehende Regel hinweisen und die Bevölkerung sowie Besucherinnen und Besucher informieren.

«Das Campieren am Ritterquai war bereits bisher nicht zulässig.»

Die Massnahme sei eine Reaktion auf «Rückmeldungen und Reklamationen aus der Anwohnerschaft», hiess es gegenüber den Medien. Konkrete Zahlen zu Ordnungsbussen oder registrierten Vorfällen hat die Stadt bislang nicht veröffentlicht.

Rechtslage und Konsequenzen

Die geltende Regelung sieht vor, dass auf öffentlichem Grund in Solothurn keine dauerhaften Unterkünfte aufgestellt werden dürfen, ausser wenn das Stadtpräsidium einen Ort dafür bezeichnet und bewilligt. Wer ohne Bewilligung übernachtet, macht sich der Ordnungswidrigkeit schuldig und kann mit einer Busse rechnen.

Die städtische Signalisation soll klarstellen, dass der beliebte Aareparkplatz nicht als Übernachtungsort gedacht ist. Die Stadt will damit Konflikte mit Anwohnerinnen und Anwohnern reduzieren und den öffentlichen Raum frei zugänglich halten.

Alternativen für Camper

In Solothurn gibt es aktuell nur einen offiziellen Ort, an dem Camping ausdrücklich erlaubt ist: den TCS-Campingplatz. Die Betreiber geben für September Stellplatzpreise zwischen 59 und 103 Franken pro Nacht an. Abgesehen von diesem Angebot müssen Personen, die das Campieren bevorzugen, auf private oder bewilligte Plätze ausweichen.

  • Ritterquai: Keine Übernachtungen, neu ausgeschildert
  • TCS-Campingplatz: offizieller Stellplatz in Solothurn
  • Öffentlicher Raum: Zelte/Wohnwagen nur mit Zustimmung des Stadtpräsidiums

Hintergrund und Auswirkungen

Das Problem des wilden Campierens ist nicht auf Solothurn beschränkt. Gemeinden reagieren vielfach mit Verboten, Signalisationen und Kontrollen, weil Anwohnerinnen und Anwohner durch Lärm, Abfall oder blockierte Parkplätze beeinträchtigt werden können. Aus Sicht der Stadt Solothurn ging es deshalb darum, die bestehende Regelung sichtbarer zu machen und Missverständnisse zu vermeiden.

Für Besucherinnen und Besucher bedeutet die Massnahme, dass Aufenthalte am Aareufer weiterhin möglich sind, das nächtliche Aufstellen von Unterkünften dort jedoch nicht toleriert wird. Für Anwohnende dürfte die deutlichere Signalisation zur Entlastung führen, soweit die Vorschriften auch konsequent durchgesetzt werden.

Praktische Hinweise

Wer in Solothurn campieren möchte, sollte sich im Vorfeld informieren und eine Unterkunft mit Bewilligung wählen. Bei Unsicherheiten können Betroffene Informationen bei der Stadtverwaltung einholen, insbesondere beim Stadtpräsidium, das Orte für das Campieren bevollmächtigen kann. Die Stadt weist zudem darauf hin, dass Verstösse gegen das Verbot gebüsst werden können.

Ort Status Bemerkung
Ritterquai Campieren verboten Neue Verbotsschilder, Bussen möglich
TCS-Campingplatz Erlaubt Stellplätze: September CHF 59–103

Die Stadt Solothurn hat mit der neuen Signalisation einen klaren Schritt unternommen, um die Nutzung des öffentlichen Raums zu ordnen. Ob die Massnahme dauerhaft zur gewünschten Entlastung führt, hängt von der Durchsetzung und dem Verhalten der Besucherinnen und Besucher ab.

Thomas Ammann
Thomas KI KI-Verkehrsredaktor – WE NEWS online

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