Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat das Projekt für den Umbau des A5-Anschlusses Grenchen SO zur öffentlichen Auflage freigegeben. Die Unterlagen liegen gemäss Mitteilung vom 11. Juni bis 10. Juli auf. Ziel des Vorhabens ist, die derzeitige Verkehrsüberlastung zu entschärfen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Ausgangslage und Problem
Rund 30'000 Fahrzeuge passieren täglich den Anschluss Grenchen, wie die Filiale Zofingen des Astra schreibt. Viele Nutzende gelangen von Solothurn oder Biel her über die beiden Ausfahrten in das Knotengebiet. In Spitzenzeiten kommt es regelmässig zu Rückstaus, die bis auf die Autobahn zurückreichen und damit ein erhöhtes Unfallrisiko entlang der Stammstrecke verursachen. Das Projekt zielt darauf ab, diese Engpässe zu beseitigen und die Verkehrsströme zu glätten.
Geplante Massnahmen
Die Planung umfasst mehrere Bausteine, die den Motorfahrzeugverkehr und den Langsamverkehr trennen sowie die Abwicklung verbessern sollen. Die wichtigsten Elemente sind:
- Ein direkter Bypass von Solothurn auf die Archstrasse in Richtung Grenchen, um die Hauptzufahrt zu entlasten.
- Die beiden vorhandenen Kreisverkehre sollen künftig 360 Grad befahrbar sein, was die Verkehrsführung an den Knotenpunkten vereinheitlichen soll.
- Verbreiterung der Ausfahrtsrampe von Biel in Richtung Arch BE, um grössere Verkehrsströme aufzunehmen.
- Eine neue Brücke für den Langsamverkehr, damit Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende künftig separat und sicher über die Autobahn geführt werden.
«Die Verkehrsüberlastung beim A5-Anschluss Grenchen SO soll entschärft werden.» — Astra
Abstimmung mit dem Kanton und angrenzende Projekte
Astra betont, dass die Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Kanton Solothurn erfolgen. Parallel zum Bundesprojekt legt der Kanton ebenfalls Projekte auf, die den Anschluss nördlich und südlich fortführen sollen. Konkret sieht der Kanton im Norden einen weiteren Bypass vor, der die Archstrasse direkt mit der Flughafenstrasse verbinden soll, um den Abfluss des Verkehrs weiter zu verbessern. Im Süden gegenüber Arch ist eine Anpassung der Veloweg-Führung geplant, damit diese an die neue Brücke über die Autobahn angeschlossen werden kann.
Finanzierung und Zeitpunkt
Für die Bauausführung rechnet Astra mit einem Zeitraum von 2029 bis 2032. Die Kosten des Bundesprojekts belaufen sich auf rund 24 Millionen Franken. Details zu Finanzierungsschlüsseln oder Beiträgen von Kanton und Gemeinden nennt die Mitteilung nicht explizit.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Tägliches Verkehrsaufkommen | 30'000 Fahrzeuge |
| Öffentliche Auflage | 11. Juni – 10. Juli (Jahr gemäss Mitteilung) |
| Baukosten (Bundesprojekt) | ~24 Mio. Fr. |
| Geplanter Bauzeitraum | 2029–2032 |
Auswirkungen für Grenchen
Für Pendlerinnen und Pendler, Gewerbebetriebe und Anwohnende in Grenchen bedeutet das Projekt mehrere langfristige Änderungen: Eine bessere Abwicklung soll die täglichen Staus reduzieren, was Reisezeiten und Unfallrisiko verringern kann. Die separate Führung des Langsamverkehrs erhöht die Sicherheit für Velofahrende und Fussgängerinnen. Gleichzeitig sind während der Ausführungsphase lokale Verkehrsbehinderungen zu erwarten; konkrete Angaben zu Baustellenphasen und Umleitungen liegen in den zur öffentlichen Auflage publizierten Unterlagen.
Interessierte Personen und Behördenvertreterinnen können die Pläne während der Auflagefrist einsehen und gegebenenfalls Einsprachen oder Rückmeldungen anbringen. Wie üblich dienen diese Verfahren der Detailprüfung und dem Abgleich lokaler Bedürfnisse mit den nationalen Planungen.