Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) hat am Beginn des Lehrjahres sieben neue Lernende zur Ausbildung als Fachangestellte Gesundheit (FaGe) empfangen. Ein gemeinsamer Einführungstag ermöglichte den jungen Berufsstarterinnen und -startern, sich gegenseitig kennenzulernen, in ihre künftige Rolle einzufinden und erste Eindrücke von den Arbeitsabläufen in den Einrichtungen des Verbunds zu gewinnen.
Einführungstag: Ankommen und Orientierung
Beim Auftakt standen laut Mitteilung vor allem das Ankommen in der neuen Umgebung sowie erste organisatorische und fachliche Orientierungspunkte im Vordergrund. Die Teilnehmenden erhielten eine Einführung in die Ausbildungsstruktur und lernten die beiden zentralen Standorte des SVAR kennen: das Spital Herisau und das Psychiatrische Zentrum Appenzell Ausserrhoden.
Die Ausbildungsangebote des Verbunds sollen den Lernenden eine möglichst breite Basis vermitteln. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Wechsel zwischen verschiedenen Versorgungsbereichen, damit die jungen Fachkräfte unterschiedliche Pflegekonzepte und Patientengruppen kennenlernen.
Rotation als Teil der Ausbildung
Der SVAR setzt auf eine Ausbildung, die praktische Erfahrungen in mehreren Settings ermöglicht. Konkret wechseln die FaGe-Lernenden im zweiten Lehrjahr für eine Dauer von drei Monaten den Standort. Dieser Kurzaufenthalt in einer anderen Abteilung oder am anderen Standort soll fachliche Kompetenzen erweitern und Einblick in verschiedene Arbeitsweisen sowie in unterschiedliche Patientensituationen geben.
- Breite Ausbildung: Betreuung somatischer und psychiatrischer Patientinnen und Patienten.
- Praxisnahe Einsätze: Wechsel der Einsatzzentren zur Erweiterung der Kompetenzen.
- Perspektiven: Möglichkeit zu weiterführenden tertiären Ausbildungs- und Studiengängen.
Wege nach der Grundbildung
Neben der beruflichen Grundbildung bietet der Spitalverbund nach eigenen Angaben auch weiterführende Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten auf Tertiärstufe. Damit will der SVAR langfristig zur Sicherung qualifizierten Pflegepersonals im Kanton beitragen und jungen Fachkräften Aufstiegsoptionen eröffnen.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Anzahl Lernende | 7 |
| Standorte | Spital Herisau; Psychiatrisches Zentrum AR |
| Rotation | 3 Monate im 2. Lehrjahr |
| Weiterbildung | Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten auf Tertiärstufe |
Regionale Bedeutung und Herausforderungen
Die Rekrutierung und Ausbildung junger Pflegefachpersonen hat in ländlichen Kantonen eine besondere Bedeutung. Spitäler und psychiatrische Zentren in kleineren Regionen sind auf fit ausgebildete Fachkräfte angewiesen, um die Versorgung sicherzustellen. Indem der SVAR Ausbildungsplätze anbietet und Perspektiven für Weiterbildungen schafft, trägt der Verbund zur Stabilisierung des regionalen Arbeitsmarktes im Gesundheitswesen bei.
Gleichzeitig steht die Ausbildung vor strukturellen Herausforderungen, die auch in anderen Regionen thematisiert werden: die demografische Entwicklung, der Bedarf an spezialisierten Pflegekräften und die Notwendigkeit, Ausbildungen attraktiv zu gestalten. Praktische Einsätze an mehreren Standorten und klare Aufstiegsmöglichkeiten sind Massnahmen, die sowohl die Qualität der Ausbildung als auch die Bindung an die Region stärken sollen.
Was Lernende und Interessierte wissen sollten
Für Jugendliche, die eine Ausbildung als FaGe anstreben, bietet der SVAR neben der praktischen Ausbildung in den beiden genannten Einrichtungen auch Perspektiven auf tertiäre Weiterbildungen. Die etablierte Rotation im 2. Lehrjahr erweitert die beruflichen Erfahrungen und erleichtert den Übergang in verschiedene Einsatzgebiete.
Weitere Informationen zu Aufnahmebedingungen, Ausbildungsinhalten und Weiterbildungsangeboten publiziert der Spitalverbund gemäss Mitteilung auf seinen Kanälen. Für die regionale Versorgung stellt die Investition in Ausbildung eine langfristige Strategie dar, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
Mit dem Start der sieben neuen Lernenden beginnt für den SVAR ein weiterer Jahrgang, der künftig zur Gesundheitsversorgung im Kanton beitragen soll. Die Kombination aus praktischer Breite, Standortwechseln und Weiterbildungsmöglichkeiten bildet die Grundlage dieser Ausbildungsoffensive.