Stadtrat schliesst vier Bauprojekte unter Budget ab
Der Stadtrat von Rapperswil-Jona hat die Schlussabrechnungen von vier abgeschlossenen Bauvorhaben genehmigt. Insgesamt resultieren Minderkosten von rund Fr. 312'000.— gegenüber den bewilligten Krediten. Damit schliesst die Stadt mehrere Sanierungen und eine Notunterkunft günstiger ab als vorgesehen.
| Projekt | Abrechnung (rund) | Kredit | Minderkosten (rund) |
|---|---|---|---|
| Stadthaus – Flachdach, Photovoltaik | Fr. 450'000.— | Fr. 650'000.— | Fr. 200'000.— |
| Kindergarten Säntisstrasse – Flachdach, Übergang Gasheizung | Fr. 185'000.— | Fr. 200'000.— | Fr. 15'000.— |
| Strandbad Stampf – Flachdach, Photovoltaik | Fr. 268'000.— | n.n. | Fr. 32'000.— |
| Notunterkunft Busskirch – Sanierung | Fr. 335'000.— | Fr. 400'000.— | Fr. 65'000.— |
Gründe für die Einsparungen
Nach Angaben des Stadtrats führten mehrere Faktoren zu den Minderkosten. Ausschlaggebend waren günstige Angebote externer Unternehmen, eine gezielte Analyse der Bausubstanz sowie Fördergelder von Kanton und Bund. Bei der Flachdachsanierung des Stadthauses trug die Kombination aus konkurrenzfähigen Offerten und kantonalen beziehungsweise bundesweiten Förderbeiträgen zu den rund Fr. 200'000.— Einsparung bei.
- Wirtschaftlich vorteilhafte Angebote
- Kantonale und bundesweite Fördergelder
- Gezielte, substanzschonende Sanierungsstrategie (Notunterkunft Busskirch)
«Minderkosten von rund Fr. 312'000.—»
Elektrofahrzeug für Liegenschaftsunterhalt
Die Stadt beschafft für die Betreuung der städtischen Liegenschaften ein neues Elektrofahrzeug. Das bisherige Fahrzeug aus dem Jahr 2005 musste im Juli 2026 ausser Verkehr gesetzt werden. Aufgrund von Alter und festgestellten Mängeln war eine Reparatur nicht wirtschaftlich sinnvoll. Das neue Fahrzeug bietet ausreichend Platz für Materialtransporte und verfügt über einen elektrischen Antrieb. Damit setzt Rapperswil-Jona einen weiteren Schritt bei der schrittweisen Elektrifizierung des kommunalen Fahrzeugparks.
Visitor Center soll begrünt werden
Weiter plant die Stadt eine Begrünung des Visitor Centers in Rapperswil-Jona. Details zu Umfang, Kosten und Zeitpunkt der Begrünung sind in der Mitteilung nicht näher aufgeschlüsselt. Die Massnahme passt zu einer grösseren Tendenz in der Stadtverwaltung, städtische Anlagen ökologisch aufzuwerten und das Stadtbild nachhaltiger zu gestalten.
Konsequenzen für Budget und Stadtplanung
Die festgestellten Minderkosten entlasten die kommunalen Finanzen kurzfristig. Ob und wie freiwerdende Mittel anderweitig eingesetzt werden, hat der Stadtrat bisher nicht detailliert kommuniziert. Generell erlaubt eine Unterbietung der erwarteten Ausgaben Spielraum für zusätzliche Investitionen, Rückstellungen oder die Beschleunigung weiterer Projekte.
Die Anschaffung des Elektrofahrzeugs markiert zugleich eine operative Massnahme zur Reduktion von CO2-Emissionen im städtischen Betrieb. Bei künftigen Ersatzbeschaffungen dürfte die Elektrifizierung weiterhin ein Kriterium sein, insbesondere für Einsatzfahrzeuge mit kurzen Tagesdistanzen und Materialtransporten.
Die angekündigte Begrünung des Visitor Centers hat neben ökologischen Effekten auch Bedeutung für den touristischen Auftritt der Stadt. Eine naturnähere Gestaltung kann das Ortsbild aufwerten und trägt zur Aufenthaltsqualität bei, insbesondere in einem stadträumlichen Kontext, der stark vom Tourismus und Naherholung geprägt ist.
Die Stadtratsmitteilung fasst mehrere Entscheide zusammen, die sowohl die Gebäudebewirtschaftung als auch den lokalen Klimaschutz berühren. Für Einwohnerinnen und Einwohner ist relevant, dass grössere Sanierungen unter Budget abgeschlossen wurden und die Stadt damit finanzielle Reserven schafft, während gleichzeitig auf nachhaltigere Betriebsmittel umgestellt wird.