Auf der Nationalstrasse A28 zwischen Grüsch und Schiers kam es am Samstagmittag zu einer heftigen Frontalkollision. Eine 70-jährige Fahrzeuglenkerin verlor, auf dem geraden und übersichtlichen Streckenabschnitt, aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über ihr Fahrzeug und geriet auf die Gegenfahrbahn, wo es zur Kollision mit einem entgegenkommenden Auto kam. Insgesamt wurden drei Personen, teilweise schwer, verletzt.
Einsatzkräfte vor Ort und Transport ins Spital
Die Rettungsorganisationen reagierten mit einem grösseren Aufgebot: Verletzte wurden mit Helikoptern der Alpine Air Ambulanz und der Rega sowie mit einer Ambulanz des Rettungsdienstes Schiers ins Kantonsspital Chur bzw. ins Spital Schiers überführt. Zusätzlich war eine Ambulanz des Rettungsdienstes Oberengadin unterstützend an der Unfallstelle präsent.
Verkehrliche Folgen
Aufgrund der Bergungs- und Rettungsarbeiten sowie der Unfallaufnahme musste die Nationalstrasse für rund dreiieinhalb Stunden gesperrt werden. Auch die parallel geführte Bahntrasse wurde kurzzeitig beeinträchtigt. Die Kantonspolizei Graubünden ermittelt derzeit zum genauen Unfallhergang.
Was bisher bekannt ist
- Zeitpunkt: kurz nach 12 Uhr am Samstagmittag.
- Beteiligte Fahrzeuge: Beide Fahrzeuge waren in Deutschland immatrikuliert.
- Verletzte: drei Personen, davon teilweise schwer verletzt.
- Rettung: Einsatz von Alpine Air Ambulanz, Rega und mehreren Ambulanzdiensten.
- Strassensperre: rund 3,5 Stunden.
Tabelle: Chronologie (Stand: Angaben der Kantonspolizei)
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Kurz nach 12:00 | Lenkerin gerät auf Gegenfahrbahn; Frontalzusammenstoss |
| Unmittelbar danach | Rettungskräfte alarmiert; Notfallteams und Polizei auf dem Weg |
| Mittag bis Nachmittag | Helikoptertransporte und Ambulanztransporte; Strassensperre |
| Rund 3.5 Stunden später | Nationalstrasse wieder freigegeben; Ermittlungen laufen |
Konsequenzen für die Region
Unfälle dieser Art zeigen, wie schnell Verkehrssituationen auf verbindungsstarken Strecken eskalieren können – selbst auf geraden und übersichtlichen Abschnitten. Die A28 verbindet wichtige Orte im Hinterrheintal und ist nicht nur für den Pendelverkehr, sondern auch für den touristischen Verkehr bedeutend. Sperrungen führen rasch zu Umleitungen und Verkehrsbehinderungen in der Region.
Offene Fragen und Ermittlungen
Die Kantonspolizei Graubünden untersucht den Unfallhergang. Wesentliche Fragen betreffen die Ursache, warum das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn geriet, sowie mögliche Einflussfaktoren wie technische Probleme, gesundheitliche Gründe bei der Lenkerin oder äussere Einflüsse. Bis zum Abschluss der Ermittlungen werden keine weiteren Details zur Ursache kommuniziert.
Hinweise für Verkehrsteilnehmende
- Verkehrsteilnehmende sollten die Hinweise der Polizei und der Signalisation vor Ort beachten.
- Während und kurz nach Rettungseinsätzen ist mit Stau und Verzögerungen zu rechnen; alternative Routen einplanen.
- Bei Unfällen immer Abstand halten und Einsatzfahrzeuge passieren lassen.
Die betroffenen Personen wurden zur medizinischen Versorgung in Spitäler gebracht; weitere Informationen zum Gesundheitszustand liegen bislang nicht vor. Die Kantonspolizei Graubünden führt die Untersuchungen zum Unfallhergang weiter, um die genauen Umstände zu klären.
Die Situation in den Tälern ist davon geprägt, dass Rettungskräfte oft schnell und koordiniert reagieren müssen. Gerade in unseren Bergtälern sind Helikopter ein fester Bestandteil der Notfallversorgung. Bei diesem Unfall trug diese Zusammenarbeit massgeblich dazu bei, dass Verletzte rasch versorgt wurden.
WE NEWS informiert, sobald die Kantonspolizei oder die Rettungsdienste neue, verlässliche Angaben zum Unfallhergang oder zum Zustand der Verletzten kommunizieren.