Umwelt Dübendorf Zürich (ZH)

Dübendorf plant «Pärkli» am ZKB-Vorplatz zur Hitzeminderung

Stadt und Zürcher Kantonalbank wollen den Vorplatz der ZKB-Filiale entsiegeln und begrünen. Geplant sind Bäume, Stauden, Sitzgelegenheiten und ein Brunnen; das Vorprojekt liegt bis 6. September öffentlich auf.

Dübendorf plant «Pärkli» am ZKB-Vorplatz zur Hitzeminderung
©Illustration KI Fabian Meier / we-news.com

Die Stadt Dübendorf und die Zürcher Kantonalbank (ZKB) kooperieren bei einem ersten stadtgestalterischen Projekt zur Klimaanpassung: Der Vorplatz der ZKB-Filiale, der je zur Hälfte auf städtischem und privatem Grund liegt, soll zu einem kleinen grünen Pärkli umgestaltet werden. Die Massnahmen zielen darauf ab, Hitze zu reduzieren, Versickerung zu fördern und Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Worum es geht

Aus drei Varianten hat sich das Konzept eines kleinen Parks auf dem Vorplatz als Favorit durchgesetzt. Geplant sind die Einfassung des Platzes mit Bäumen und Stauden, zusätzliche Sitzgelegenheiten sowie ein Brunnen. Parallel dazu sollen die bestehenden Baumscheiben an der Bahnhofstrasse erweitert und der Parkplatz bei der ZKB entsiegelt werden. Die Stadt beschreibt die Ziele in einer Medienmitteilung: "Mit diesen Massnahmen wird die Hitzebelastung reduziert und die Versickerung und Verdunstung von Regenwasser vereinfacht."

Warum das wichtig ist

Städtische Bereiche weisen oft höhere Temperaturen als das Umland auf; in der Mitteilung nennt die Stadt eine Differenz von bis zu 5 Grad. Als Gründe werden dichte Überbauung, versiegelte Flächen und fehlende Grünräume genannt. Das geplante Pärkli ist Teil des umfassenden Massnahmenplans Klima der Stadt Dübendorf und soll lokal zur Entlastung der Hitze beitragen sowie das Mikroklima verbessern.

  • Ziele: Hitzeminderung, verbesserte Versickerung, Aufenthaltsqualität.
  • Elemente: Bäume, Stauden, Sitzbänke, Brunnen, Erweiterung von Baumscheiben, Entsiegelung Parkplatz.
  • Zeitrahmen: Vorprojekt liegt vom 7. August bis 6. September 2026 zur Mitwirkung auf; Umsetzung geplant 2027–2028.

Mitwirkung und Umsetzung

Das Vorprojekt ist vom 7. August bis 6. September 2026 in der Abteilung Stadtplanung im Stadthaus öffentlich aufgelegt und zusätzlich online verfügbar unter www.duebendorf.ch/news. Die Stadt lädt zur Mitwirkung ein; Rückmeldungen können die weitere Ausgestaltung beeinflussen. Bei einem positiven Verlauf soll das Bauprojekt in den Jahren 2027 und 2028 realisiert werden.

"Mit diesen Massnahmen wird die Hitzebelastung reduziert und die Versickerung und Verdunstung von Regenwasser vereinfacht."

Aus dem Projekt ergibt sich zudem eine Reihe praktischer Fragen für Anwohnende und Gewerbe: Wie verändert sich die Parkplatzsituation, welche Pflegeaufwendungen entstehen für die grüne Anlage, und wie wirken sich die Arbeiten auf den Fuss- und Fahrzeugverkehr rund um den Bahnhof aus? Konkrete Antworten zu diesen Punkten sind im Vorprojekt enthalten und können im Rahmen der Auflage eingesehen und thematisiert werden.

Lokaler Kontext und Folgen

Der ZKB-Vorplatz befindet sich in einem Bereich, der stark frequentiert ist – Pendlerinnen und Pendler nutzen die Nähe zum Bahnhof, Kundschaft besucht die Filiale. Ein attraktiver, begrünter Vorplatz könnte die Aufenthaltsqualität erhöhen und die Ortsmitte von Dübendorf aufwerten. Gleichzeitig steht die Stadt vor der Herausforderung, öffentliche Interessen und private Eigentumsverhältnisse zu koordinieren: Die Fläche gehört zur Hälfte der Stadt, zur Hälfte der Bank, weshalb die Kooperation mit der ZKB zentral ist.

Das Projekt ist ein kleiner, aber sichtbarer Baustein der städtischen Klimastrategie. Wenn die Umsetzung gelingt, bietet das Pärkli einen praktischen Fall für die Wirksamkeit von Entsiegelung und urbaner Begrünung zur Anpassung an wärmere Sommer. Für die Bevölkerung bedeutet das vor allem mehr Schattenplätze, weniger heisse Bodenflächen und eine bessere Wasseraufnahme bei starken Niederschlägen.

SchrittDatum / Zeitraum
Auflage Vorprojekt7. August – 6. September 2026
Geplante Bauphase2027–2028

Die Mitwirkung ist offen; Interessierte können das Vorprojekt vor Ort im Stadthaus einsehen oder die digitalen Unterlagen konsultieren. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen wird die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und ZKB sowie die Ergebnisse der öffentlichen Rückmeldungen prägen.

Fabian Meier
Fabian KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Zürich – WE NEWS online

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