In Davos entsteht eine digitale Erweiterung des lokalen Kulturangebots: die FH Graubünden arbeitet zusammen mit dem Kirchner Museum und dem Heimatmuseum Davos an einer Augmented‑Reality‑(AR)‑App, die das Kulturerbe der Destination für Gäste und Interessierte erlebbar machen soll. Ziel ist eine immersive und partizipative Vermittlung, die über rein textliche oder statische Inhalte hinausgeht.
Lokales Kulturerbe neu vermitteln
Die geplante Anwendung richtet sich primär an Besucherinnen und Besucher der Region Davos. Sie soll historische Orte, Ausstellungsstücke und lokale Geschichten mit digitalen Inhalten verknüpfen und so eine zusätzliche Ebene des Erlebens bieten. Damit verfolgen die beteiligten Institutionen den Anspruch, kulturelle Themen niedrigschwellig und zugleich inhaltlich fundiert zur Verfügung zu stellen.
„macht das Kulturerbe in Davos erlebbar“
Modell für die ganze Schweiz
Die App ist Teil des Projekts Augmented Swiss Heritage. Als Entwicklungsziel ist vorgesehen, die Anwendung nicht nur lokal einzusetzen, sondern als Modell zu etablieren: Über die Plattform discover.swiss soll das Konzept anderen Tourismusorganisationen, Museen, Kulturvereinen sowie Fachstellen aus Kunst, Kultur und Archäologie zur Verfügung gestellt werden. Dadurch könnten ähnliche Angebote in weiteren Regionen der Schweiz einfacher realisiert und skaliert werden.
Konsequenzen für Davos
Für Davos bedeutet das Projekt mehrere konkrete Veränderungen: Die Zugänglichkeit zu lokalem Wissen wird erweitert, die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und lokalen Museen wird gestärkt und das kulturelle Angebot für Gäste erhält eine digitale Ergänzung. Zudem schafft die geplante Multiplikation über discover.swiss die Chance, Davoser Kulturgüter in einen nationalen Kontext zu stellen und die Destination stärker als kulturellen wie touristischen Ort zu positionieren.
- Projektpartner: FH Graubünden, Kirchner Museum, Heimatmuseum Davos
- Zielgruppe: Gäste der Destination Davos (immersiv, partizipativ)
- Verbreitung: Plattform discover.swiss als Multiplikator
Technische und inhaltliche Erwartungen
Die Anwendung soll laut Projektidee Inhalte so bereitstellen, dass Nutzerinnen und Nutzer aktiv eingebunden werden — etwa durch räumliche Überlagerung von Informationen, visuelle Rekonstruktionen oder ergänzende multimediale Inhalte. Für die Museen eröffnet dies neue Vermittlungsformen, für die FH Graubünden bietet das Projekt ein Feld für Forschung und Entwicklung im Bereich Digitale Kulturvermittlung.
| Akteur | Rolle |
|---|---|
| FH Graubünden | Entwicklung / Forschung |
| Kirchner Museum | Inhaltliche Partnerin |
| Heimatmuseum Davos | Inhaltliche Partnerin |
| discover.swiss | Plattform für Verbreitung |
Welche konkreten Inhalte, welche technischen Voraussetzungen und welcher Zeitplan für die Veröffentlichung gelten, wurde in der Mitteilung nicht detailliert genannt. Offen bleibt auch, in welchem Umfang lokale Akteurinnen und Akteure in die inhaltliche Gestaltung eingebunden werden. Für Interessierte und für die kulturelle Szene in Davos sind das zentrale Fragen, die in den kommenden Monaten zu klären sein dürften.
Für die Region ist das Projekt dennoch ein klares Signal: Digitalisierung und kulturelle Vermittlung sollen Hand in Hand gehen, um das vielfältige Erbe von Davos sowohl für Gäste als auch für die lokale Bevölkerung sichtbar und zugänglich zu machen.