Im Waldgebiet von Uster laufen derzeit umfangreiche Holzschläge wegen eines aktuellen Befalls durch den Borkenkäfer. Die Stadtförsterei hat bisher mehr als 400 Kubikmeter befallener Fichten angezeichnet; rund 300 Kubikmeter davon liegen in stadteigenen Wäldern. Um die Ausbreitung des Schädlings zu bremsen und die Arbeiten sicher durchzuführen, wurden einzelne Waldwege sowie ein Abschnitt der Guntenswilerstrasse vorübergehend gesperrt. Eine signalisiert Umleitung führt durch den Wald.
Wieso wird aktuell gefällt?
Der Borkenkäfer befällt vornehmlich geschwächte Fichten. Als Ursache für die momentane Zunahme des Befalls wird der heisse und trockene Sommer genannt, der die Bäume anfälliger macht. Durch das rasche Entfernen befallener Bäume soll verhindert werden, dass der Käfer sich weiter ausbreitet und grössere Schäden im Wald verursacht.
Sperrungen, Sicherheit und Umleitungen
Für die sichere Durchführung der Fällarbeiten sind temporäre Sperren nötig. Betroffen ist derzeit insbesondere ein Teilstück der Guntenswilerstrasse, das tagsüber nicht befahrbar ist. Die Stadt hat eine Umleitungsroute signalisiert, die ebenfalls durch Waldareale führt. Der Stadtförster betont die Bedeutung der Markierungen:
«Der Stadtförster Ruben Menzi bittet die Bevölkerung, Absperrungen und Signalisationen unbedingt zu beachten. Sie dienen der Sicherheit der Bevölkerung und des Forstpersonals.»
Die Massnahmen dienen sowohl dem Schutz der Anwohnenden und Passantinnen als auch der Mitarbeitenden, die mit Motorsägen und schwerem Gerät arbeiten. Spaziergängerinnen, Velofahrende und Reitende werden gebeten, die Anordnungen zu respektieren und alternative Wege zu nutzen.
Bestandsaufnahme und Verantwortung der Waldeigentümer
Die aktuelle Kartierung hat mehr als 400 Kubikmeter befallenes Holz ergeben. Davon entfallen circa 300 Kubikmeter auf stadteigene Wälder, was etwa einem Viertel der jährlichen Fällmenge dieser Bestände entspricht. Da Kontrollen weiterlaufen, rechnet die Forstverwaltung damit, dass die Zahl noch steigt.
| Position | Gemeldete Menge (m³) |
|---|---|
| Total befallenes Holz (bisher) | über 400 |
| davon stadteigene Wälder | rund 300 |
| Anteilswert | ~25% der jährlichen Fällmenge (stadteigen) |
Was wird von Privaten erwartet?
Die Stadtförsterei ruft private Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer auf, ihre Bestände regelmässig auf Befall zu kontrollieren. Die routinemässige Überprüfung liegt in der Pflicht der Eigentümer; die Forstverwaltung kann aufgrund des Umfangs der Arbeiten nicht alle Privatflächen selbst kontrollieren. Werden befallene Bäume entdeckt, sollen diese der Stadtförsterei gemeldet werden, damit die Bäume angezeichnet und koordinierte Fällarbeiten geplant werden können.
- Beobachten: Prüfen Sie Fichten auf Harzfluss, Bohrmehl oder Bohrlöcher.
- Melden: Informieren Sie die Stadtförsterei bei Befall.
- Respektieren: Folgen Sie Sperrungen und Signalisationen zum Schutz aller.
Für Uster bedeutet die aktuelle Lage Mehraufwand für Forstpersonal und planungsintensive Einsätze in den nächsten Wochen. Die Massnahmen sollen weiteren Schaden verhindern und die Sicherheit entlang betroffener Wege und Strassen gewährleisten. Bewohnerinnen und Bewohner sowie Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer sind aufgerufen, aufmerksam zu bleiben und Hinweise der Forstbehörde zu befolgen.