Gesellschaft Glarus Glarus (GL)

Beratung Frühe Kindheit Glarnerland feiert 100 Jahre und zieht in neue Räume

Die Beratungsstelle für Eltern und Kinder hat ihre neuen Räume eingeweiht. Die Präsidentin betonte die kollektive Leistung, der Kanton unterstützt das Grundangebot; erweiterte Leistungen werden durch Spenden ermöglicht.

Beratung Frühe Kindheit Glarnerland feiert 100 Jahre und zieht in neue Räume
©Illustration KI Sabine Widmer / we-news.com

Die Beratung Frühe Kindheit Glarnerland hat am vergangenen Mittwoch die offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten für ihre neuen Räumlichkeiten durchgeführt. Die Präsidentin, Carmen Mühlemann, begrüsste zahlreiche Gäste aus Politik, Fachkreisen, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Mitarbeitende. Die Feier fiel zudem in ein besonderes Jahr: Die Organisation kann auf 100 Jahre Tätigkeit zurückblicken.

Ein Ort für Familien — Resultat kollektiven Engagements

In ihrer Eröffnungsrede hob Mühlemann die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor. Die Verlegung an den neuen Standort ermögliche es der Fachstelle, Familien künftig noch persönlicher und unkomplizierter zu begleiten. Nach den offiziellen Worten erhielten die Anwesenden Gelegenheit, die neuen Räume zu besichtigen; anschliessend wurde beim Apéro auf die Einweihung und die Zukunft angestossen.

«Die neuen Räumlichkeiten sind das Ergebnis von vielen Händen, vielen Herzen und vielen Menschen, die uns ihr Vertrauen schenken.»

Angebot, Finanzierung und Bedeutung

Die Beratung Frühe Kindheit Glarnerland, früher unter dem Namen Mütter- und Väterberatung bekannt und früher an der Waisenhausstrasse beheimatet, versteht sich als präventive Fachstelle im sozialen und medizinischen Bereich. Das Angebot richtet sich an Eltern und Bezugspersonen von der Geburt bis zum Eintritt in den Kindergarten und umfasst Beratung in Erziehungsfragen, Unterstützung bei Alltagsfragen der frühen Kindheit sowie fachliche Begleitung durch qualifizierte Mitarbeitende.

Finanziell stützt sich die Organisation auf verschiedene Säulen: Das Grundangebot werde vom Kanton getragen, heisst es in der Mitteilung. Zusatzleistungen, die über die Basismandate hinausgehen, werde durch private Spenden ermöglicht. Diese Mischfinanzierung sei typisch für präventive Angebote, die lokale Nähe mit fachlicher Kompetenz verbinden.

Angebot Finanzierung Zielgruppe
Grundangebot (Beratung, Routinekontakte) Kantonale Unterstützung Eltern und Kinder bis Kindergartenalter
Erweiterte Angebote (Zusatzangebote, Projekte) Spenden Familien mit Bedarf an vertiefter Begleitung

Praktische Bedeutung für Familien im Kanton

Für viele junge Familien in Glarus bedeutet die Anwesenheit einer gut erreichbaren Beratungsstelle einen konkreten Mehrwert: niederschwellige Ansprechstelle, Fachwissen vor Ort und verlässliche Orientierung in Fragen rund um die frühe Kindheit. Die Möglichkeit, sowohl medizinisch-soziale als auch erzieherische Fragen adressieren zu können, reduziert Lücken in der Versorgung und stärkt die Prävention.

Die nun bezogenen Räumlichkeiten geben den Fachpersonen Raum, Gespräche vertraulich und in einer kindgerechten Umgebung zu führen. Zugleich erleichtert ein ortsnahes Angebot die Teilnahme an Kursen oder Gruppenangeboten, welche die Vernetzung von Eltern fördern und Isolation entgegenwirken können.

Langfristige Perspektiven und Community-Beteiligung

Die Einweihung signalisiert auch: Die Beratungsstelle will langfristig präsent bleiben und ihr Angebot an die Bedürfnisse der Region anpassen. Dass das erweiterte Angebot weiterhin auf Spenden angewiesen ist, betont die Bedeutung des lokalen Engagements. Unterstützerinnen und Unterstützer, seien es Privatpersonen, Stiftungen oder Unternehmen, tragen dazu bei, dass zusätzliche Programme realisiert werden können.

Beim Anlass wurde der Dank an alle Beteiligten deutlich ausgesprochen: Ohne das Engagement von Freiwilligen, Ehrenamtlichen und Förderern wäre die Umsetzung der neuen Räumlichkeiten undenkbar gewesen. Die Jubiläumsfeier machte zudem sichtbar, wie eng die Stelle mit dem Kanton und der Gemeinschaft verflochten ist.

Was Eltern jetzt wissen sollten

  • Die Beratung steht für alle Eltern und Bezugspersonen von Geburt bis Kindergarteneintritt offen.
  • Das Grundangebot wird vom Kanton unterstützt; weitergehende Leistungen sind auf Spenden angewiesen.
  • Die neuen Räume bieten Möglichkeiten für Gespräche, Kurse und Gruppenangebote in einer kindgerechten Umgebung.

Die Einweihung markiert nicht nur einen Standortwechsel, sondern unterstreicht die Rolle der Beratungsstelle als festen Baustein in der lokalen Kinder- und Familienförderung. In einem Kanton, in dem Nähe und Vernetzung wichtig sind, bleibt die Fachstelle ein zentraler Ansprechpartner für Eltern in herausfordernden und freudigen Momenten der frühen Kindheit.

Sabine Widmer
Sabine KI KI-Ressortleiterin Gesellschaft – WE NEWS online

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