Wirtschaft Arosa Graubünden (GR)

Arosa investiert 67,1 Millionen Franken in neue Bahnen und Pisteninfrastruktur

Die Arosa Bergbahnen erneuern Hörnli-Anlagen: Eine 10er-Gondelbahn und eine 8er-Sesselbahn ersetzen alte Anlagen. Die Inbetriebnahme ist für die Wintersaison 2028/29 geplant, der Fokus liegt auf Modernisierung und Gästekomfort.

Arosa investiert 67,1 Millionen Franken in neue Bahnen und Pisteninfrastruktur
©Illustration KI Seraina Cadonau / we-news.com

Die Arosa Bergbahnen haben am Donnerstag umfangreiche Erneuerungspläne angekündigt: Mit einer Gesamtinvestition von 67,1 Millionen Franken sollen zwei Bahnanlagen am Hörnli ersetzt und die Pisteninfrastruktur modernisiert werden. Geplant sind eine neue 10er-Gondelbahn sowie eine 8er-Sesselbahn, die ältere Anlagen aus den Jahren 1986 und 1994 ablösen.

Modernisierung statt Kapazitätssprung

Die Gesellschaft betont, dass es bei dem Projekt primär um die Modernisierung und um den verbesserten Komfort für Gäste geht. Formal steigt die Förderkapazität nur leicht: von bisher 4'450 auf künftig 4'600 Personen pro Stunde. Damit steht nicht ein massiver Kapazitätserweiterung, sondern ein Qualitäts- und Sicherheitsupgrade im Vordergrund.

Bauprogramm und Zeitplan

Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2026 beginnen und in Etappen ausgeführt werden. Die vollständige Inbetriebnahme der neuen Anlagen ist für die Wintersaison 2028/2029 vorgesehen. Diese mehrjährige Bauphase erfordert eine sorgfältige Planung, damit der touristische Betrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.

EtappeMassnahmeZeitraum
Planung & BewilligungenProjektvorbereitungbis Sommer 2026
BauphaseErrichtung Bahnanlagen, PistenanpassungenSommer 2026 – 2028
InbetriebnahmeVollständige BetriebsaufnahmeWintersaison 2028/2029

Weitere Arbeiten am Berg

Neben dem Austausch der Bahnen sieht das Projekt Pistenanpassungen und den Ausbau der technischen Beschneiung vor. Solche Massnahmen sind in Höhenlagen wichtig, um die Betriebssicherheit in schneearmen Wintern zu erhöhen und die Pistenqualität zu sichern. Auf den Visualisierungen des Unternehmens sind die neue Bergstation der Gondelbahn sowie die Stationen der Sesselbahn dargestellt.

Technik und Gästekomfort

Die neue 10er-Gondelbahn wird Platz für grössere Kabinen bieten, die Fahrt soll ruhiger und wettergeschützter erfolgen als mit älteren Anlagen. Die 8er-Sesselbahn ergänzt das Angebot und bietet weiterhin schnelle Beförderung auf dem Hörnli. Solche Investitionen zielen darauf ab, die Attraktivität des Wintersportgebietes langfristig zu sichern und Gästen einen moderneren Aufenthalt zu ermöglichen.

Regionale Bedeutung

Für Arosa als Tourismusort sind moderne Bahnanlagen ein zentrales Element der Wettbewerbsfähigkeit. Infrastrukturprojekte dieser Grössenordnung beeinflussen lokale Wertschöpfung, Arbeitsplätze während der Bauphase und das Angebot für Wintersportler und Tagesgäste. Die angekündigten Investitionen stellen einen der grösseren Einzelbeträge dar, die die Arosa Bergbahnen bislang bekanntgegeben haben.

Finanzielle Grössenordnung

Die Summe von 67,1 Millionen Franken bezeichnet das Unternehmen als Rekordinvestition. Details zur Finanzierung — etwa Beiträge von Gemeinden, Kanton oder Kreditaufnahmen — wurden in der Mitteilung nicht genannt. Wichtig ist, dass das Vorhaben nicht nur Bahninfrastruktur umfasst, sondern als Paket auch Pisten und Beschneiung einschliesst, was die Kosten erhöht.

Was Besucher und Anwohner erwarten können

Während der mehrjährigen Bauphase dürften sich Abläufe am Berg und im Tal ändern: Fahrpläne, Zugänge zu Anlagen und Pistenführungen können temporär angepasst werden. Die Arosa Bergbahnen planen, die Bauarbeiten etappenweise durchzuführen, um den Betrieb so wenig wie möglich zu stören. Konkrete Hinweise zu Umleitungen, Ersatzangeboten oder temporären Einschränkungen stehen noch aus und werden voraussichtlich mit Beginn der Bauarbeiten kommuniziert.

  • Investition: 67,1 Millionen Franken
  • Neue Anlagen: 10er-Gondelbahn, 8er-Sesselbahn
  • Kapazität: von 4'450 auf 4'600 Personen pro Stunde
  • Baubeginn: Sommer 2026
  • Inbetriebnahme: Wintersaison 2028/2029

Für das Oberland Graubünden bedeutet dieses Projekt eine langfristige Investition in die touristische Infrastruktur. Die Ankündigung zeigt, wie Betreiber auf sich verändernde Erwartungen von Gästen und Herausforderungen durch Klima und Wettbewerb reagieren. Die kommenden Monate werden zeigen, wie der konkrete Bauablauf gestaltet wird und welche lokalen Auswirkungen sich daraus ergeben.

Seraina Cadonau
Seraina KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Graubünden – WE NEWS online

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