Am Wochenende strömten nach Angaben der Veranstalter rund 116'000 Personen an das St. Galler Fest. Die Stadtpolizei St. Gallen zog am Sonntag eine erste sicherheitspolitische Zwischenbilanz: Das Festgeschehen habe «mehrheitlich friedlich» stattgefunden, doch in den späten Abend- und Nachtstunden sei es vereinzelt zu Auseinandersetzungen gekommen.
Sicherheitsmassnahmen bewährt
Die Polizei schreibt, die ergriffenen Schutzmassnahmen hätten sich bewährt. So blockierte die Stadtpolizei zeitweise Gassen und Strassen mit Strassensperren, um gefährliche Situationen zu entschärfen und die Bewegungsströme zu lenken. Diese Massnahmen zielten darauf ab, die öffentliche Ordnung zu sichern und gleichzeitig schnelle Zugänge für Einsatzkräfte zu gewährleisten.
Konkrete Angaben zur Anzahl der polizeilichen Einsätze machte die Polizei in ihrer Mitteilung nicht umfassend. Bekannt ist, dass in mindestens einem Fall ein 18‑jähriger Schweizer angezeigt wurde – er steht im Zusammenhang mit einer Hinderung einer Amtshandlung.
Alkohol als wiederkehrendes Thema
Die Stadtpolizei meldete mehrere Zwischenfälle, die nach eigenen Angaben auf übermässigen Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Solche Vorfälle sind bei Grossveranstaltungen keine Ausnahme und stellen Einsatzkräfte vor wiederkehrende Herausforderungen: Die Lage kann sich rasch zuspitzen, medizinische Hilfe wird notwendig, und die Polizei muss intervenieren, um Eskalationen zu verhindern.
- Besucherzahl: ca. 116'000
- Bekannte Anzeige: 1 Person (Hinderung einer Amtshandlung)
- Sicherheitsinstrumente: Strassensperren, Präsenz der Stadtpolizei
Veranstalter ziehen positive Bilanz
In einer Mitteilung bezeichneten die Organisatoren das Fest als gelungen und beschrieben die Stimmung an den zwei Festtagen als lebhaft und positiv. Ihre Einschätzung steht im Einklang mit dem Bild vieler Besucherinnen und Besucher, die von einem vielfältigen Programm und einer «fröhlichen» Atmosphäre berichteten.
«Fröhliche und lebendige Festatmosphäre»
Auswirkungen auf Stadtleben und Verkehr
Grossanlässe wie das St. Galler Fest beeinflussen das Stadtbild kurzfristig stark: Trottoirs und Plätze füllen sich, temporäre Verkehrsführung und Sperren verändern Pendler‑ und Anwohnerwege, und die lokale Gastronomie profitiert von zusätzlichen Kundinnen und Kunden. Die gezielten Strassensperren der Polizei trugen dazu bei, dass Rettungswege frei blieben, zugleich kam es an gewissen Orten zu Einschränkungen für den Verkehrsfluss.
Für Anwohnende und Pendelnde bedeutet das vermehrte Präsenz von Einsatzkräften und geänderte Verkehrsregelungen, dass sie mit Verzögerungen rechnen müssen. Die Behörden betonen jedoch, dass die Massnahmen auf einen geordneten Ablauf und Schutz der Bevölkerung abzielten.
Lehren für kommende Anlässe
Die Bilanz von Polizei und Veranstaltern ist nicht nur eine Rückmeldung auf das vergangene Wochenende, sondern auch Anlass, Lehren für künftige Veranstaltungen zu ziehen. Kernpunkte bleiben die Koordination zwischen Veranstaltern, Polizei und Rettungsdiensten, das Management von Menschenströmen sowie gezielte Präventionsarbeit gegen übermässigen Alkoholkonsum.
Solche Präventionsmassnahmen können sowohl bei der Informationskampagne vor dem Anlass als auch durch Präsenz von Sozialarbeitenden und klar kommunizierten Kontaktstellen während des Festes ansetzen. Polizei und Veranstalter heben hervor, dass der Erfolg eines Grossanlasses von der Zusammenarbeit aller Beteiligten abhängt: Behörden, Veranstalter, Gewerbetreibende und die Besucherinnen und Besucher selbst.
Abschliessende Beobachtung
Das St. Galler Fest hat dieses Jahr erneut Zehntausende in die Innenstadt gezogen. Trotz vereinzelter Zwischenfälle bleibt die Bewertung positiv: Die Stimmung war mehrheitlich friedlich, die Sicherheitsmassnahmen funktionierten nach Angaben der Behörden und nur einzelne strafrechtlich relevante Vorkommnisse sind bisher bekannt. Wie immer werden Polizei und Veranstalter die Erfahrungen auswerten, um kommende Feste noch sicherer zu gestalten.