Die Universität für natürliche Ressourcen und Umwelt in Ho-Chi-Minh-Stadt hat die Zulassungswerte für das Studienjahr 2026/27 publiziert. Die Daten zeigen, dass bei einzelnen Studienrichtungen erhebliche Unterschiede für die Aufnahme bestehen: Die höchste ausgewiesene Zulassungsgrenze liegt bei 21 Punkten, während die Spannweite zwischen niedrigstem und höchstem Grenzwert je nach Auswahlverfahren variiert.
Unterschiedliche Auswahlverfahren mit stark abweichenden Skalen
Die Hochschule nutzt zwei unterschiedliche Zugangswege. Beim Verfahren, das sich an den Abiturprüfungen orientiert, beträgt die Spanne zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Grenzwert rund 6 Punkte. Bei der alternativen Kompetenzbewertung – offenbar mit einer anderen Punkteskala – liegt die Differenz bei deutlich grösseren 295 Punkten. Die Angaben deuten darauf hin, dass die Auswahlmethoden nicht direkt miteinander vergleichbar sind und Bewerbende die jeweilige Skala beachten müssen.
Auswahl einiger Studienrichtungen und ihrer Zulassungsgrenzen
Die veröffentlichten Zahlen enthalten Zulassungsgrenzen für zahlreiche Fachrichtungen aus dem Bereich Ressourcen, Umwelt und Technik. Auffällig sind unter anderem folgende Werte:
- Logistik und Lieferkettenmanagement: 21.00
- Informationssysteme: 17.00
- Informationstechnologie: 18.00
- Umwelttechnik: 17.00
- Ressourcen- und Umweltmanagement: 18.00
| Fachrichtung | Zulassungsgrenze |
|---|---|
| Logistik und Lieferkettenmanagement | 21.00 |
| Informationstechnologie | 18.00 |
| Informationssysteme | 17.00 |
| Umwelttechnik | 17.00 |
| Ressourcen- und Umweltmanagement | 18.00 |
Konsequenzen für Studieninteressierte und die Umweltbildung
Für Bewerbende bedeutet die Veröffentlichung zweier unterschiedlicher Skalen, dass sorgfältige Vorbereitung nötig ist. Wer seine Chancen realistisch einschätzen will, muss die für den gewünschten Studiengang geltende Methode und deren Notenskala kennen. Die Hochschule empfiehlt, die Ergebnisse vergangener Jahre als Orientierung zu nutzen, was auch in den vorliegenden Daten in der Einleitung angesprochen wird.
Für den Umweltsektor sind solche Zulassungszahlen relevant, weil sie Aufschluss darüber geben, welche Themen für Studierende leichter zugänglich sind und wo potenziell Engpässe bei Fachkräften entstehen könnten. Studiengänge wie Umwelttechnik oder Ressourcen- und Umweltmanagement liegen im mittleren Bereich der veröffentlichten Werte. Spitzenwerte in Bereichen wie Logistik und Lieferkettenmanagement zeigen zugleich, dass interdisziplinäre Studiengänge mit Umweltbezug sehr gefragt sind.
Was Bewerbende beachten sollten
- Die Auswahlverfahren nutzen unterschiedliche Skalen und sind nicht direkt vergleichbar.
- Vergangene Zulassungsgrenzen liefern eine Orientierung, ersetzen aber keine Garantie für die Zulassung.
- Bewerbende sollten frühzeitig klären, welche Kombinationen von Prüfungen oder Kompetenzen für ihren Wunschstudiengang erforderlich sind.
Die publizierten Zahlen liefern eine wichtige Grundlage für die Studienwahl und für politische Akteure, die die Ausbildungskapazitäten im Umweltbereich planen. Die Universität stellt damit Transparenz über die Zugangsvoraussetzungen her; zugleich macht die Diskrepanz zwischen den Verfahren deutlich, wie unterschiedlich Zugangschancen gemessen werden können.