Magdeburg – Beim Ideenwettbewerb «Revierpionier» sind in Zerbst insgesamt 140 Projekte ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung, an der Staatssekretär Jürgen Ude teilnahm, belohnte Initiativen, die sich mit dem Strukturwandel in den Revieren befassen. Vergeben wurden Preise in den drei Kategorien Reviergestalten, Zukunftgestalten und Gründergestalten.
Preisgelder und Schwerpunkt Bildung
Die Jury, zusammengesetzt aus Vertretern von Kommunen, Wirtschaft, Gewerkschaften sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen und der Landesregierung, entschied über die Gewinner. Insgesamt wurden laut Mitteilung 1 Million Euro an Preisgeldern vergeben. In diesem Jahr stand das Thema Bildung und Fachkräftesicherung im Mittelpunkt des Wettbewerbs.
"Frühzeitige Qualifizierung, lebenslanges Lernen und berufliche Neuorientierung gewännen wegen der Veränderungen durch künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung,"
so Staatssekretär Ude in der Mitteilung. Die Vielzahl der eingereichten und ausgezeichneten Projekte zeige, dass den Menschen in den Revieren diese Herausforderungen bewusst seien, hiess es weiter.
Teilnehmerzahlen und Jury
Bei der vierten Auflage des Ideenwettbewerbs wurden mit 598 Projektideen ein neuer Höchstwert erreicht. Die Bandbreite der Einreichungen reichte von lokalen Bildungsinitiativen über Qualifizierungsangebote bis zu Gründungsprojekten, die Beschäftigungsperspektiven in den Revieren schaffen sollen. Die Jury setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zusammen, um fachübergreifend zu bewerten.
- Ausgezeichnete Projekte: 140
- Einreichungen insgesamt: 598
- Vergebenes Preisgeld: 1 Million Euro
- Kategorien: Reviergestalten, Zukunftgestalten, Gründergestalten
Kontext: Warum Bildung zentral ist
Die Entscheidung, Bildung und Fachkräftesicherung in den Vordergrund zu stellen, folgt dem Eindruck, dass technologische Umbrüche – namentlich der Einsatz Künstlicher Intelligenz – die Anforderungen an Beschäftigte verändern. Frühzeitige Qualifizierung und lebenslanges Lernen werden in der Mitteilung als Schlüsselelemente genannt, um Beschäftigte für neue Aufgaben fit zu machen und die regionale Wirtschaft zu stabilisieren.
Dass knapp sechshundert Ideen eingereicht wurden, interpretiert das Organisationskomitee als Zeichen eines gestiegenen Problembewusstseins in den Revieren. Die prämierten Projekte sollen nicht nur als Vorbilder dienen, sondern auch als Startpunkte für breitere Kooperationen zwischen Kommunen, Unternehmen und Bildungsträgern.
Was die Auszeichnung bedeuten kann
Eine Auszeichnung beim Wettbewerb bringt neben Geld auch Aufmerksamkeit und Vernetzungsmöglichkeiten. Für regional tätige Akteurinnen und Akteure können solche Preise helfen, Projekte zu skalieren oder Anschlussförderungen zu akquirieren. Zugleich steht die Frage, wie die Impulse nachhaltig wirken, im Raum: Reichen Kurzpreise aus, um strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel langfristig zu mildern?
| Jahr | Einreichungen | Ausgezeichnet | Preisgeld |
|---|---|---|---|
| 2026 (vierter Wettbewerb) | 598 | 140 | 1 Million Euro |
Die Landesregierung und die beteiligten Partner werden nun beobachten, wie die prämierten Projekte umgesetzt werden und welche Effekte sie auf Beschäftigungssituation und Qualifizierungslandschaft in den Revieren entfalten. Der Wettbewerb zeigt jedenfalls: In der Debatte um Strukturwandel rückt die praktisch orientierte Bildungsförderung zunehmend ins Zentrum.
Die exakte Zusammensetzung der Jury sowie Details zu den einzelnen Gewinnerprojekten wurden in der Mitteilung nicht weiter ausgeführt.