Die Entwicklung der Werkmatt Uri macht einen sichtbaren Schritt nach vorne: Mit dem Abschluss der Erschliessungsetappe 2A sind nach Angaben der Volkswirtschaftsdirektion Uri sämtliche Baufelder erschlossen. Parallel dazu erfolgte der Spatenstich für den «Businesspark Gotthard» auf dem Baufeld 11, womit die erste grosse Hochbauetappe auf dem Areal begonnen hat.
Erschliessungsarbeiten und neue Verbindungen
Zu den ausgeführten Arbeiten auf der Werkmatt Uri zählen unter anderem die Verlängerung der Eyschachenstrasse mit Anbindung an die Reussacherstrasse, neue Strassen- und Fusswegverbindungen sowie diverse Infrastruktur- und Gestaltungsmaßnahmen. Die Behörden heben hervor, dass die neue Infrastruktur nicht nur die einzelnen Baufelder erschliesst, sondern auch die Bedingungen für den Langsamverkehr im Urner Talboden verbessert.
- Verlängerung der Eyschachenstrasse und Anschluss an Reussacherstrasse
- Neu gebaute Strassen- und Fusswegverbindungen
- Zusätzliche Anschlüsse an das bestehende Velonetz
- Gestaltungs- und Infrastrukturmassnahmen auf dem Areal
Diese Massnahmen erleichtern den Zugang zum Kantonbahnhof Altdorf für Fahrende zu Fuss und mit dem Velo. Damit erhöht sich die Attraktivität des Standorts für Pendlerinnen und Pendler sowie für Unternehmen, die kurze Erschliessungswege und gute Anbindungen an den ÖV schätzen.
Businesspark Gotthard: Grösstes Hochbauprojekt auf der Werkmatt
Auf dem Baufeld 11 hat der Spatenstich für den «Businesspark Gotthard» stattgefunden. Das Grundstück war Anfang 2026 vom Kanton Uri an die Risa Immobilien SA verkauft worden. Geplant ist ein viergeschossiges Büro- und Gewerbegebäude mit rund 4'000 Quadratmetern Nutzfläche und Kapazität für etwa 140 Arbeitsplätze. Die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.
| Projekt | Angaben |
|---|---|
| Standort | Baufeld 11, Werkmatt Uri |
| Bauherr / Investor | Risa Immobilien SA (Übernahme von IG Innovationspark Gotthard; Investor: Marcus Weber) |
| Gebäude | Viergeschossiges Büro- und Gewerbehaus |
| Nutzfläche | Rund 4'000 m² |
| Arbeitsplätze | Rund 140 |
| Geplanter Bezug | 2028 |
Die Behörden bezeichnen das Projekt als bislang grösstes Hochbauvorhaben auf der Werkmatt Uri und als wichtigen Baustein für die weitere Entwicklung des Areals. Ursprünglich war das Vorhaben von der IG Innovationspark Gotthard initiiert worden; mit dem Verkauf an die Risa Immobilien SA und dem Investor Marcus Weber konnte das Projekt in die nächste Realisierungsphase überführt werden.
«Mit dem Abschluss der Erschliessungsetappe 2A und dem Spatenstich auf dem Baufeld 11 werden die Fortschritte auf der Werkmatt Uri sichtbar. Die Entwicklung des Areals erfolgt schrittweise und in enger Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Investoren. Die bisherigen Investitionen schaffen die Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze und zusätzliche wirtschaftliche Aktivitäten im Kanton Uri.» — Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind
Wirtschaftliche Bedeutung und lokale Auswirkungen
Die Fertigstellung der Erschliessung und der Start des grossen Hochbauprojekts haben mehrere unmittelbare Effekte für den Kanton Uri:
- Schaffung von Gewerbeflächen: Mit rund 4'000 m² an Nutzfläche bietet das Gebäude Raum für Büros, Dienstleistungen und Gewerbeaktivitäten.
- Neue Arbeitsplätze: Die Planung sieht Platz für ungefähr 140 Arbeitsplätze vor, was die lokale Beschäftigungsdichte erhöht.
- Verbesserte Erreichbarkeit: Zusätzliche Fuss- und Veloverbindungen stärken die multimodale Anbindung an den Bahnhof Altdorf und fördern nachhaltige Mobilität.
- Signalwirkung für weitere Investitionen: Als grösstes Hochbauvorhaben könnte das Projekt weitere private Investoren anziehen und die stufenweise Entwicklung des Areals befördern.
Für Gemeinden und Wirtschaft in Uri ist die Kombination aus Erschliessung und hochwertiger Neubaufläche ein Mittel, um regionale Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitgeber anzuziehen. Gleichzeitig schafft die Infrastruktur die Voraussetzung für eine geordnete und dauerhafte Entwicklung des Talbodens.
Ausblick und offene Punkte
Die heutige Situation markiert den Anfang der Hochbauphase. Für die nächsten Jahre gelten folgende Beobachtungspunkte:
- Termintreue: Ob der geplante Bezug 2028 eingehalten werden kann, hängt vom Projektfortschritt und den Bauprozessen ab.
- Weitere Investoren: Ob weitere grosse Projekte folgen, wird sich zeigen, sobald die Betriebsbereitschaft des Businessparks absehbar wird.
- Integration in das Verkehrsnetz: Die Wirkung der neuen Fuss- und Veloverbindungen auf Pendlerströme und lokale Verkehrsplanung bleibt zu beobachten.
Die Volkswirtschaftsdirektion und die beteiligten privaten Akteure betonen die enge Zusammenarbeit als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung des Areals. Die Werkmatt Uri rückt damit deutlicher in den Fokus als Standort für Wirtschaft und Arbeitsplätze im Kanton.