Mathias Bromé, der in der Saison vor seinem Weggang maßgeblich zum Erfolg des HC Davos beitrug, hat nun die Hintergründe seines Rückzugs aus der Schweiz erläutert. Entgegen ersten Spekulationen stand beim Abgang 2022 nicht die sportliche Perspektive im Vordergrund, sondern private Familiengründe.
Entscheid zugunsten der Familie
Der heute 32-jährige Schwede erzählte gegenüber Medien in seiner Heimat, dass er und seine Frau seit Jahren versucht hätten, ein Kind zu bekommen. Die Familie entschied sich für eine medizinische Behandlung, für die sie in Schweden die beste Unterstützung sahen. Aus diesem Grund löste Bromé seinen Vertrag mit dem HC Davos auf und kehrte in seine Heimat zurück.
„Wir versuchten seit mehreren Jahren, ein Kind zu bekommen, aber ohne Erfolg. Wir wollten eine künstliche Befruchtung versuchen, und die beste Unterstützung dafür fanden wir in Schweden. Deshalb habe ich den Vertrag mit Davos aufgelöst.“
Der Entscheid zeigte Wirkung: Bromés Frau Julia wurde schwanger. Mittlerweile ist die Familie auf vier Mitglieder angewachsen; Bromé ist Vater der dreijährigen Lykke und des einjährigen Ted.
Sportliche Laufbahn nach Davos
Nach seiner Rückkehr in die Heimat spielt Bromé heute für Lulea HF. Sein heutiger Vertrag dort läuft noch zwei Jahre. Im Kontrakt ist jedoch eine Klausel verankert, die ihm eine Rückkehr in die Schweiz ermöglichen würde. Der Stürmer betont aber, dass dieses Thema gegenwärtig keine Priorität habe.
- Saison bei Davos: starke Regular-Season-Leistung mit 49 Scorerpunkten
- Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (Lykke, 3; Ted, 1)
- Aktueller Klub: Lulea HF, Vertrag noch zwei Jahre
| Jahr | Team | Bemerkung |
|---|---|---|
| 2021/22 | HC Davos | 49 Scorerpunkte in der Regular Season |
| Seit 2022 | Lulea HF | Vertrag noch zwei Jahre; Rückkehrklausel möglich |
Für die Davoser Eishockeyfans bedeutet diese Erklärung eine Klarstellung: Der Abgang war kein Ausdruck sportlicher Unzufriedenheit oder finanzieller Differenzen, sondern ein gezielter Schritt im privaten Umfeld. Im Verein und unter Anhängern war Bromé für seine Offensivstärke geschätzt; die Saisonstatistik mit 49 Punkten unterstreicht seinen sportlichen Wert in jener Spielzeit.
Konsequenzen für Davos
Die Personalentscheidung vor vier Jahren hatte Folgen für den Kader des HC Davos. Sportlich musste der Klub auf einen wichtigen Scorer verzichten und darauf reagieren. Für die Klubführung bleibt die Verpflichtung, sportliche Lücken zu schliessen, Teil der täglichen Arbeit. Zugleich zeigt der Fall, wie eng Sportkarrieren mit Lebensthemen verknüpft sind: Entscheidungen ausserhalb des Eisfeldes beeinflussen, wer in den Bündner Farben spielt.
Ob Bromé eines Tages in die National League zurückkehrt, ist offen. Er selbst sagt: Wenn sich ein Schweizer Klub melde, werde man sich das anschauen, doch im Moment denke er nicht daran. Die Davoser Fangemeinde wird diese Aussicht aufmerksam verfolgen, gleichzeitig aber auch die menschliche Seite dieser Geschichte zur Kenntnis nehmen: Sport und Familie stehen oft in Wechselwirkung, und nicht selten treffen persönliche Bedürfnisse die Entscheide, die hinter den Schlagzeilen stehen.
Dieser Bericht stützt sich auf Aussagen, die Bromé in schwedischen Medien gemacht hat, sowie auf die bekannten Fakten zu seiner Karriere und seiner Familienentwicklung.