Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat ein Übergangskonzept genehmigt, mit dem die S25 ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 wieder im Bahnhof Nieder- und Oberurnen hält. Die Wiedereinführung des Halts schafft einen halbstündlichen S-Bahnanschluss in beiden Fahrrichtungen und erfordert gleichzeitig Korrekturmassnahmen beim Busangebot am Kerenzerberg.
Warum der Halt zurückkommt
Der Halt in Nieder- und Oberurnen war im Dezember 2022 aufgehoben worden, um den Eckanschluss zwischen der S25 und der S17 in Ziegelbrücke herzustellen. Seither funktionierten die Reiseketten aus dem Glarnerland halbstündlich auch in Richtung Sargans. Der erneute Stopp entspricht einem vielfach geäusserten Wunsch aus der Bevölkerung und dem Gewerbe im Raum Nieder- und Oberurnen.
Folgen für Bus und Bahn
Zur Sicherstellung der Anschlüsse zwischen Bahn und Bus sind auf der Kerenzerberglinie Anpassungen an der Buslinie 511 erforderlich. Dafür setzt der Kanton zusätzliches Fahrpersonal beziehungsweise ein zusätzliches Fahrzeug ein. Ziel ist, die Verbindung zwischen S-Bahn und Postauto verlässlich zu halten und Wartezeiten gering zu halten.
- Start: Fahrplanwechsel Dezember 2026
- Frequenz: Halbstündlicher S-Bahnanschluss in beiden Richtungen
- Busmassnahmen: Korrekturanpassungen auf Linie 511, zusätzliches Fahrzeug
- Dauer: Übergangslösung bis voraussichtlich Dezember 2029
Kosten und Zeitraum
Für die Wiedereinführung des S25-Halts sowie die damit verbundenen Korrekturmassnahmen bei der Buslinie 511 sind während der Laufzeit des Übergangskonzepts jährliche Mehrkosten von rund 600'000 Franken vorgesehen. Der Regierungsrat hat die notwendige Bewilligung erteilt.
| Position | Angabe |
|---|---|
| Beginn | Dezember 2026 (Fahrplanwechsel) |
| Frequenz | Halbstündlich, beide Richtungen |
| Jährliche Kosten | Rund 600'000 Fr. |
| Übergangszeitraum | Bis voraussichtlich Dezember 2029 |
Regionale Abstimmung der Fahrpläne
Die Wiedereinführung des Halts am Perron in Nieder- und Oberurnen bedingt eine sorgfältige Abstimmung der Fahrpläne, damit die früher erreichte Eckverknüpfung mit der S17 in Ziegelbrücke nicht verloren geht. Das Übergangskonzept soll sicherstellen, dass die Reiseketten weiterhin funktionieren, insbesondere die Verbindungen Richtung Sargans.
Ausblick und praktische Hinweise
Die Massnahme ist als Übergangslösung gedacht: Bis zur Einführung eines neuen öffentlichen Verkehrskonzepts, das der Kanton voraussichtlich im Dezember 2029 plant, gelten die nun beschlossenen Anpassungen. Fahrgäste, Pendlerinnen und Pendler sowie Gewerbebetriebe in Nieder- und Oberurnen können sich auf dichtere Bahnanschlüsse freuen; gleichzeitig sind leichte Änderungen bei den Busabfahrten zu erwarten.
Konkrete Abfahrts- und Anschlusszeiten werden mit dem definitive Fahrplan publiziert. Reisende sollten vor dem Fahrantritt die aktuellen Abfahrtsdaten prüfen und sich informieren, wie sich die Anschlüsse zwischen S25, S17 und der Buslinie 511 konkret gestalten.
Der Entscheid des Regierungsrats zeigt, dass kantonale Verkehrsplanung zwischen Anschlusssicherung und lokalen Bedürfnissen austariert werden muss. Die finanziellen und betrieblichen Anpassungen für den Übergang sind bewilligt, die Umsetzung erfolgt zum nächsten Fahrplanwechsel.