Der kleine Spiel- und Treffplatz auf dem Rosswald oberhalb von Termen droht noch dieses Jahr zu verschwinden. Die Grundstücksbesitzerin hat den bestehenden Mietvertrag gekündigt, die Gemeinde bietet gemäss Berichten CHF 200'000 an – bislang ohne Einigung. Inzwischen haben Eltern und Kinder mit Transparenten und einer Petition reagiert; diese zählt rund 1'100 Unterschriften.
Ein Ort für Generationen
Der Rosswaldpark gilt vielen Einheimischen als Treffpunkt für Jung und Alt. Spielgeräte wie Rutschbahn und Schaukel, ein kleiner Badesee und offene Flächen zum Verweilen laden Familien ebenso wie Besucher ein. Bewohner aus der näheren Umgebung beschreiben den Platz als sozialen Kitt und touristischen Mehrwert für die Ferienalp.
«Mir kommen die Tränen, hier habe schon ich als Kind gespielt», sagt Martina Gitz (38). Der Park diene nicht nur der Freizeitgestaltung, sondern auch als Lernort: Im Winter nutze die Skischule das Kinderland, um den Kleinsten das Skifahren beizubringen. Auch Chaletbesitzer Sebastian Hug (42) betont die Bedeutung des Ortes für Familien und Feriengäste.
«Hier treffen sich jeden Tag Kinder und Erwachsene, um zusammen Zeit zu verbringen, die Bergwelt zu geniessen», sagt Sebastian Hug.
Konflikt um Eigentum und Zukunft
Die Ausgangslage ist klar: Die Liegenschaft gehört einer 66-jährigen Frau, die den Mietvertrag mit der Gemeinde Termen auf Ende Jahr gekündigt hat. Ohne Verlängerung müssten Spielplatz und Infrastruktur geräumt werden. Die Gemeinde hat der Eigentümerin ein Angebot von CHF 200'000 unterbreitet; die Fronten bleiben laut Berichten jedoch verhärtet.
Eltern und Anwohnende versuchen, politischen Druck aufzubauen und sammeln Unterschriften. Dutzende Kinder haben bereits ein Transparent mit der Aufschrift «Rettet den Rosswaldpark» gemalt und machen damit auf die Situation aufmerksam. Die Petition zeigt die lokale Verbundenheit mit dem Ort und vermittelt, wie wichtig der Park für das Gemeindeleben ist.
Was auf dem Spiel steht
Der drohende Wegfall des Parks hätte mehrere Auswirkungen:
- Verlust eines sozialen Treffpunkts für Familien und Einheimische.
- Einbruch im Freizeitangebot für Kinder, besonders im Winter für das Kinderland der Skischule.
- Negativer Effekt auf das touristische Angebot der Ferienalp Rosswald.
Die emotionale Dimension ist sichtbar: Für viele Bewohner ist der Park mehr als Spielplatz; er ist ein Ort der Erinnerung und Integration. Gleichzeitig stehen rechtliche und wirtschaftliche Interessen der Eigentümerin im Vordergrund, die sich nach Angaben nicht anders zu helfen weiss.
Offene Fragen und mögliche Szenarien
Wie es weitergeht, ist unklar und hängt von Verhandlungen zwischen Gemeinde und Eigentümerin ab. Mögliche Szenarien sind:
| Option | Wirkung |
|---|---|
| Verlängerung des Mietvertrags | Zeitgewinn für Gemeinde und Nutzer, Park bleibt erhalten |
| Kauf durch die Gemeinde | Langfristige Sicherung, finanzielle Belastung für die Gemeinde |
| Räumung des Parks | Verlust des Treffpunkts, Proteste und Nachfrage nach Ersatzflächen |
Welche Lösung die Gemeinde anstrebt, ist bislang nicht abschliessend kommuniziert worden. Die offizielle Haltung von Termen und der Eigentümerin liegt in den zitierten Berichten; konkrete Verhandlungsergebnisse wurden noch nicht publiziert.
Lokale Reaktionen und Mobilisierung
Die Mobilisierung vor Ort zeigt sich nicht nur in der Petition, sondern auch im alltäglichen Gebrauch des Parks. Eltern beobachten, dass Raum für spontane Begegnungen seltener wird, und sehen im Rosswaldpark einen Ort, der über rein private Interessen hinaus Bedeutung hat. Das Engagement der Bevölkerung dürfte die politische Verantwortung in Termen erhöhen und den Druck auf Entscheidungsträger steigern.
Wie sich die Auseinandersetzung entwickelt, bleibt zu beobachten. Eine rasche Lösung wäre im Interesse von Familien, Tourismus und der örtlichen Gemeinschaft. Die Unterschriftensammlung und die öffentliche Anteilnahme machen deutlich: Für viele ist der Rosswaldpark weit mehr als nur ein Stück Land – er ist Teil des lokalen Lebensgefühls.
Was jetzt wichtig ist: Bewohner und Interessierte können die Petition unterstützen und das Gespräch mit Gemeinderäten suchen. Die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Eigentümerin werden den weiteren Verlauf bestimmen.