Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat Fördermittel aus dem Swisslos-Fonds in der Gesamthöhe von Fr. 175'000 genehmigt. Die Beschlüsse betreffen mehrere kulturelle und gemeinnützige Vorhaben, die im Laufe des Jahres 2026 und im Winter 2026/27 stattfinden sollen. Den grössten Einzelbetrag erhält das Theater Fauteuil für eine neue Eigenproduktion.
Grossprojekt Theater Fauteuil: Defizitgarantie für «Heimspiel»
Für die Theaterproduktion «Heimspiel» hat der Regierungsrat eine Defizitgarantie über Fr. 100'000 bewilligt. Die Komödie stammt vom Schweizer Autor Charles Lewinsky und wird in einer eigens für das Haus adaptierten Fassung gezeigt. Laut Mitteilung ist das Stück als Wortwitz-komödiantische Auseinandersetzung mit lokalem Kolorit und gegenwärtigen gesellschaftlichen Themen angekündigt; die Vorstellung ist im Winter 2026/27 geplant.
Die Unterstützung durch den Swisslos-Fonds sichert dem Theater Fauteuil einerseits das wirtschaftliche Risiko ab und erlaubt andererseits, die Produktion mit lokalem Profil umzusetzen. Solche Defizitgarantien sind ein Instrument, mit dem der Kanton kulturelle Vielfalt fördert, ohne direkt in Programmvorgaben einzugreifen.
Filmvermittlung: Trigon-Film erhält Beitrag
Die Stiftung Trigon-Film Basel bekommt einen Beitrag von Fr. 42'000 für ihr Vermittlungsprogramm 2026. Trigon-Film ist in der nationalen Vernetzung und Vermittlung von Spiel- und Dokumentarfilmen aus Afrika, Asien und Lateinamerika aktiv. Im Zentrum der Arbeit steht der Dialog zwischen Filmschaffenden und Publikum; die Stiftung arbeitet regelmässig mit Kinos, Schulen und weiteren Institutionen zusammen, um regional angepasste Programme zu realisieren und das Filmangebot über Kino, DVD oder Streaming öffentlich zugänglich zu machen.
Der Beitrag des Kantons unterstreicht die Bedeutung von Trigon-Film als Plattform für ausser-europäische Filmkulturen in Basel und als Akteur, der kulturelle Bildung mit programmatischer Vielfalt verbindet.
Kleinere Förderungen für lokale Aktionen
Neben den beiden grösseren Zuwendungen genehmigte der Regierungsrat kleinere Beiträge für lokale Initiativen:
- Ausstellung «Basel blüht auf» (3.–6. September 2026, Meret Oppenheim-Platz): Fr. 20'000 an BirdLife Schweiz.
- 5. Foodsave-Bankett Basel (12. September 2026, vor dem kHaus): Fr. 13'000 an den Verein Foodsave-Bankett Basel.
Diese Posten zeigen, dass der Swisslos-Fonds in Basel-Stadt nicht nur institutionelle Kultur fördert, sondern auch lokale Umwelt- und Food-Save-Projekte unterstützt, die Öffentlichkeitswirkung und Gemeinschaftsbezug aufweisen.
| Empfänger | Projekt | Beitrag |
|---|---|---|
| Theater Fauteuil AG | Defizitgarantie «Heimspiel» (Winter 2026/27) | Fr. 100'000 |
| Stiftung Trigon-Film Basel | Vermittlungsprogramm 2026 | Fr. 42'000 |
| Verein BirdLife Schweiz | Ausstellung «Basel blüht auf» (3.–6.9.2026) | Fr. 20'000 |
| Verein Foodsave-Bankett Basel | 5. Foodsave-Bankett Basel (12.9.2026) | Fr. 13'000 |
Einordung und Wirkung
Die Zuweisungen sind typisch für die Fördertätigkeit des Swisslos-Fonds: Er stützt kulturelle Angebote, stärkt Vermittlungsarbeit und unterstützt lokale Initiativen mit unmittelbarer Sichtbarkeit. Für Theaterhäuser bietet eine Defizitgarantie finanzielle Planungssicherheit bei kostenintensiven Eigenproduktionen; für Vermittlungsinstitutionen wie Trigon-Film schafft ein Beitrag Raum für Bildungsarbeit und Netzwerkpflege.
Für den öffentlichen Raum und gemeinnützige Vereine bedeutet die kantonale Unterstützung eine Bestätigung ihres gesellschaftlichen Mehrwerts: Die Ausstellung am Meret Oppenheim-Platz und das Foodsave-Bankett sind Beispiele für Projekte mit direktem Bürgerbezug, die sich mit Stadtbild, Umwelt und nachhaltiger Lebensmittelkultur beschäftigen.
Praktisches
Wer die geförderten Veranstaltungen besuchen möchte, findet «Heimspiel» im Winterprogramm des Theater Fauteuil; Trigon-Film publiziert seine Vermittlungsangebote für 2026 über Kino-Kooperationen und Bildungspartner. Informationen zu Terminen und Tickets liefern die jeweiligen Veranstalter und Veranstaltungsorte.
Die bewilligten Beiträge zeigen, wie kantonale Mittel gezielt eingesetzt werden, um Angebotspalette und Zugänglichkeit von Kultur in Basel-Stadt zu stärken.