Ausverkauftes Haus: Vorbühne als neuer Spielort
Die Premiere von «Glorious!» von Peter Quilter fand in Baden vor zahlreich erschienenem Publikum statt. Ursprünglich für das Max-Reinhardt-Foyer vorgesehen, wurde die Aufführung aufgrund des grossen Interesses auf die Vorbühne des Stadttheaters verlegt. Die Verlegung ermöglichte es, mehr Zuschauerinnen und Zuschauer zuzulassen und die intime Atmosphäre des Stücks zu bewahren.
Inszenierung und Hauptdarstellerin
Der künstlerische Leiter des Hauses, Andreas Gergen, zeichnete für die Inszenierung verantwortlich. Sein Ansatz betonte die Mischung aus Komik und Emotionalität, die das Werk prägt. Im Zentrum steht die Figur der Florence Foster Jenkins, die hier als «Diva der falschen Töne» eine ebenso komische wie berührende Darstellung erfährt. Die Rolle übernahm Maya Hakvoort, die das Premierenpublikum nachhaltig beeindruckte.
Eine Hommage an eine eigenwillige Künstlerin
Die Inszenierung stellt die vielschichtigen Facetten der Protagonistin heraus: ihren Eifer, ihren Enthusiasmus, die ansteckende Lebensfreude und das feste Festhalten an einem Lebenstraum. Dabei bleibt die Aufführung sowohl humorvoll als auch emotional, ohne die Figur zu trivialisieren. Die Entscheidung, das Stück auf die Vorbühne zu bringen, trug zur Intimität und unmittelbaren Nähe zwischen Darstellerinnen, Darstellern und Publikum bei.
- Stück: «Glorious!» von Peter Quilter
- Regie: Andreas Gergen
- Hauptrolle: Maya Hakvoort als Florence Foster Jenkins
- Ursprünglicher Spielort: Max-Reinhardt-Foyer — verlegt auf die Vorbühne des Stadttheaters
Bedeutung für das Badener Kulturleben
Die Aufführung zeigt, wie das Stadttheater Baden auf Nachfrage reagieren kann und welche Rolle das Haus als Plattform für gehobene Kleinkunst und Schauspiel in der Region spielt. Die Verlegung in einen grösseren, wenn auch weiterhin intimen Raum verdeutlicht, dass das Theater Publikumserwartungen ernst nimmt und flexibel handelt, um Kunst zugänglich zu machen. Für Stammgäste und Gelegenheitsbesucherinnen bietet die Inszenierung eine Gelegenheit, eine bekannte Figur der Theater- und Musikkultur in einer neuen, lokalen Darstellung zu erleben.
Technische und gestalterische Aspekte
Die Vorbühne als Aufführungsort verlangt spezifische technische und szenografische Lösungen. In der Inszenierung von Gergen wird diese Nähe zur Bühne genutzt, um die nonverbale Komik und die feinen emotionalen Nuancen stärker hervortreten zu lassen. Die Besetzung setzte dabei auf eine Darstellung, die sowohl theatralische Überspitzung als auch menschliche Verletzlichkeit erlaubt.
| Aspekt | Detail |
|---|---|
| Autor | Peter Quilter |
| Regie | Andreas Gergen |
| Hauptdarstellerin | Maya Hakvoort |
| Spielort (Premiere) | Vorbühne des Stadttheaters (urspr. Max-Reinhardt-Foyer) |
Ausblick
Obwohl die Premiere bereits gezeigt wurde, deutet das rege Interesse an, dass weitere Vorstellungen ähnlich gut besucht sein dürften. Für Kulturinteressierte in Baden empfiehlt es sich, frühzeitig Billetts zu sichern. Die Aufführung ist ein Beispiel dafür, wie regionale Theaterarbeit Publikum und Künstlerinnen näher zusammenbringen kann, und sie stärkt das kulturelle Angebot der Stadt.
Für Besucherinnen und Besucher bleibt die Vorstellung als gelungene Mischung aus Komik und Empathie in Erinnerung — getragen von einer starken Hauptrolle und einer Regie, die die Intimität des Stoffes respektiert und zugleich die Bühne wirkungsvoll nutzt.