Die Stadt Kriens legt ihren Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern am 27. September 2026 einen Sonderkredit von insgesamt 26,54 Mio. CHF zur Abstimmung vor. Mit dem Geld will die Gemeinde die Mitfinanzierung zweier Teilüberdeckungen der Autobahn A2 im Krienser Talboden sicherstellen. Ziel ist es, die Hauptverkehrsachse besser in den Stadtraum zu integrieren, Lärm zu reduzieren und neue öffentliche Räume zu schaffen.
Was ist geplant?
Das Projekt umfasst zwei gezielte Eingriffe entlang des Abschnitts zwischen Sonnenberg- und Schlundtunnel. Konkret sind vorgesehen:
- Eine Überdeckung im Bereich Arsenal mit einer Länge von rund 250 bis 300 Meter.
- Eine Verlängerung des Schlundtunnels um etwa 130 bis 150 Meter, die ebenfalls als Überdeckung ausgeführt und begrünt werden soll.
Beide Bauwerke werden begrünt und in die Umgebung integriert. Sie sollen Fuss- und Veloverbindungen verbessern und zusätzliche Grünflächen zur Verfügung stellen.
Teil eines grösseren Ganzen
Die Überdeckungen ergänzen das nationale Projekt «Gesamtsystem Bypass Luzern» und haben das erklärte Ziel, die Autobahn von einem trennenden Element in ein verbindendes Element des Stadtraums umzuwandeln. Heute verläuft die A2 offen durch den Krienser Talboden und trennt Quartiere; täglich passieren rund 70'000 Fahrzeuge diesen Abschnitt.
«Mit den beiden Überdeckungen gelingt es, die Autobahn von einer trennenden Infrastruktur zu einem verbindenden Element im Stadtraum zu machen», sagt Stadtpräsidentin Christine Kaufmann.
Finanzierung und politische Ausgangslage
Der nun zur Abstimmung stehende Sonderkredit deckt den städtischen Mitfinanzierungsanteil. In der Abstimmungsbotschaft skizziert die Stadt, dass die geplanten Bauwerke sowohl die Lebensqualität im Krienser Talboden verbessern als auch neue Verbindungen für Fuss- und Veloverkehr schaffen sollen. Die Finanzierung ist nach Angaben der Stadt breit abgestützt, nähere Details zur Kostenverteilung legt die Abstimmungsunterlage dar.
Auswirkungen für Anwohnende und Verkehr
Die geplanten Überdeckungen haben mehrere erwartete Effekte, die die Stadt in ihrer Kommunikation hervorhebt:
- Reduktion der Lärmbelastung für angrenzende Quartiere.
- Schaffung neuer Grün- und Begegnungsräume.
- Verbesserung der Fuss- und Veloverbindungen zwischen den Quartieren.
Konkrete Auswirkungen während der Bauphase — etwa Verkehrsbehinderungen, Lärm und Dauer der Arbeiten — sind in den offiziellen Unterlagen beschrieben. Die Stadt organisiert zudem eine Informationsveranstaltung am 24. August, um die Bevölkerung über Details zu informieren und Fragen zu beantworten.
Kurzinformationen im Überblick
| Position | Angabe |
|---|---|
| Sonderkredit | 26,54 Mio. CHF |
| Abstimmungsdatum | 27. September 2026 |
| Arsenal – Länge | 250–300 m |
| Schlund – Verlängerung | 130–150 m |
| Täglicher Verkehr | ~70'000 Fahrzeuge |
Was bedeutet ein Ja oder Nein?
Ein Ja der Krienserinnen und Krienser ermöglicht der Stadt, ihren Beitrag an die Bundes- bzw. kantonalen Planungen zu leisten und die Bauvorhaben zeitgerecht umzusetzen. Die geplanten Überdeckungen würden damit Teil der längerfristigen Stadtraumgestaltung und Verkehrsplanung werden. Ein Nein würde die Mitfinanzierung verhindern und könnte die Realisierung der beiden Überdeckungen verzögern oder in Frage stellen, da das Gesamtkonzept des «Gesamtsystems Bypass Luzern» auf abgestimmte Beiträge der Gemeinden setzt.
Für interessierte Einwohnerinnen und Einwohner bietet die Stadt die Informationsveranstaltung am 24. August an, zudem sind die Abstimmungsunterlagen und erläuternden Berichte auf der Gemeindeverwaltung einsehbar. Die Abstimmung am 27. September entscheidet über den nächsten konkreten Schritt in der Umgestaltung des Krienser Talbodens.
Als Touristinnen und Touristen schätzt man in der Zentralschweiz die Verbindung von Natur und urbaner Infrastruktur. Für die Menschen vor Ort geht es um Lärm, Lebensqualität und neue Begegnungsräume — Werte, die mit der Abstimmung in wenigen Wochen konkret zur Debatte stehen.