Der Kanton Basel-Landschaft und die Gemeinde Binningen haben die gemeinsame Planung für die Hauptstrasse in Binningen lanciert. Die Strasse ist eine Kantonsstrasse; der Kanton ist deshalb für die anstehenden Anpassungen zuständig. Im Zentrum stehen die barrierefreie Anpassung der Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sowie eine Gesamterneuerung der Gleise.
Ziele: Barrierefreiheit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität
Der Kanton verfolgt den gesetzlichen Auftrag, die Haltestellen so zu gestalten, dass künftig alle Personen selbstständig und stufenlos in Tram und Bus ein- und aussteigen können. Diese Anpassungsarbeiten nutzt der Kanton, um die Strasse ganzheitlich zu betrachten. Die Planerinnen und Planer stellen Fragen nach der Organisation der Verkehrsflüsse, der Aufenthaltsqualität, der Verkehrssicherheit und der Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel.
Die Hauptstrasse ist mehr als eine Verbindungsachse: Entlang der Strasse wird gewohnt, gearbeitet und eingekauft. Die kommenden Arbeiten sollen deshalb nicht nur die Fahr- und Gleisanlagen betreffen, sondern auch den öffentlichen Raum und die Nutzung entlang der Achse.
Partizipation: Einbindung der Bevölkerung und Wirtschaft
Der Kanton und die Gemeinde betonen, dass lokale Anliegen und Erfahrungswissen in die Planung einfliessen sollen. Bereits im Mai und Juni 2026 fanden Gespräche mit direkt Betroffenen statt. Weitere Anlässe sind geplant, bei denen Bevölkerung und Wirtschaft Rückmeldungen geben können.
- Am Donnerstag, 27. August 2026 wird ein Marktstand vor dem Coop in Binningen aufgestellt, an dem Projektverantwortliche mit Einwohnerinnen und Einwohnern ins Gespräch treten.
- Am Montag, 7. September 2026 sind alle interessierten Einwohnerinnen und Einwohner zu einer Informationsveranstaltung eingeladen (Details zur Uhrzeit und zum Ort sind seitens Gemeinde/Kanton zu prüfen).
Die Eingaben aus diesen Veranstaltungen werden geprüft und – wo möglich und sinnvoll – in das Betriebs- und Gestaltungskonzept aufgenommen. Dieses Konzept bildet die Grundlage für die weiteren Planungsschritte bis hin zu konkreten Bauprojekten.
Arbeitsphasen und Planungsschritte
Vor dem Start konkreter Bauarbeiten soll ein Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitet werden. Dieses Konzept fasst die Anforderungen an Verkehr, Zugang, Haltestellen, Gleisführung und öffentliche Räume zusammen und dient als Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung und Realisierung.
Zu den bekannten Aufgaben zählen:
- Anpassung der Haltestellen für stufenloses Ein- und Aussteigen;
- Gesamterneuerung der Gleise;
- Prüfung von Massnahmen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Sicherheit;
- Berücksichtigung klimatischer Anpassungen, wie etwa Hitze- und Starkregenmanagement.
Was Bürgerinnen und Unternehmen jetzt wissen müssen
Konkrete Bauzeiten, Verkehrsbehinderungen oder Umleitungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt; diese werden erst nach der Erarbeitung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts bestimmt. Interessierte Personen sollten folgende Punkte beachten:
- Veranstaltungen nutzen, um konkrete Anliegen einzubringen und lokale Erfahrungen bekannt zu machen.
- Informationen der Gemeinde Binningen und des Kantons Basel-Landschaft verfolgen, um Angaben zu Terminen und möglichen Verkehrseinschränkungen nicht zu verpassen.
- Bei Gewerbetreibenden mögliche Auswirkungen auf Lieferwege und Kundenzugänge frühzeitig ansprechen.
| Datum | Geplante Aktion |
|---|---|
| Mai–Juni 2026 | Gespräche mit direkt Betroffenen |
| 27. August 2026 | Marktstand vor Coop Binningen: Austausch mit Projektverantwortlichen |
| 7. September 2026 | Einladung zu einer Informationsveranstaltung für Einwohnerinnen und Einwohner |
Der gangbare Ablauf folgt dem üblichen Planungsweg: Konzeptphase mit Beteiligung, Ausarbeitung eines detaillierten Projekts, Bewilligungsverfahren und schliesslich die Bauausführung. Welche Eingriffe konkret vorgenommen werden und welche Finanzierung dazu erforderlich ist, wird zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.
Erwartungen und offene Fragen
Zu klären bleiben die konkreten Auswirkungen auf den motorisierten Verkehr, auf den Veloverkehr und auf Kurzzeitparkplätze entlang der Hauptstrasse. Ebenso offen ist, in welchem Umfang Begrünung oder weitere Massnahmen zur Klimaanpassung umgesetzt werden. Die Einbindung der lokalen Wirtschaft zielt darauf ab, dass auch Handels- und Dienstleistungsbetriebe während und nach den Arbeiten möglichst wenig Einbussen erfahren.
Für die kommenden Monate gilt es, die Informationsveranstaltungen zu nutzen und Rückmeldungen frühzeitig zu übermitteln. Der Dialog zwischen Kanton, Gemeinde, Bevölkerung und Wirtschaft ist zentral für eine Lösung, die Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Lebensqualität entlang der Hauptstrasse vereinbart.