Das dreitägige Internationale Kampfsportfestival Hanoi 2026 endete am Abend des 9. August mit einer Abschlusszeremonie im Blumengarten des Ba Kieu Tempels. Die Veranstaltung verband Wettkampf, Vorführung und kulturelle Präsentation und setzte dabei bewusst auf die Rolle der Kampfkunst als Träger von Identität und gesellschaftlichen Werten.
Breite Beteiligung aus Heim- und Ausland
Organisatoren zogen Bilanz: Rund 2'000 Meister, Schüler, Trainer, Athleten und Künstler aus 66 Delegationen prägten das Festival. Von diesen Delegationen stammten 59 aus dem Inland, sieben waren international. Als vertretene Staaten nannte das Organisationskomitee Indonesien, Russland, Frankreich, Deutschland, die Schweiz und Marokko. Damit zeigte das Festival ein vielschichtiges Spektrum an Stilrichtungen und kulturellen Traditionen.
- Ort: Blumengarten des Ba Kieu Tempels, Hanoi
- Dauer: Drei Tage
- Teilnehmende: Fast 2'000 Personen
- Delegationen: 66 (59 national, 7 international)
Festakt und Anerkennung
Im Zentrum der Abschlussfeier stand die Würdigung der Anstrengungen aller Beteiligten. Das Organisationskomitee präsentierte eine zusammenfassende Dokumentation des Festivals und überreichte Verdiensturkunden an Kollektive sowie Einzelpersonen, die organisatorisch oder künstlerisch beigetragen hatten. Die Behördenvertreter betonten die sichere und erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung.
«Der Geist von Thang Long – Die Quintessenz der vietnamesischen Kampfkünste»
Der Leitgedanke des Festivals, wie er in Programm und Kommunikation auftauchte, lautete „Der Geist von Thang Long – Die Quintessenz der vietnamesischen Kampfkünste“. Er unterstreicht die Absicht, Kampfsport nicht nur als sportliche Disziplin, sondern als kulturelles Erbe und Ausdruck von Werten wie Ritterlichkeit und Gemeinschaft zu zeigen.
Offizielle Würdigung und Ausblick
In seinen Schlussworten zog der Direktor des Kultur- und Sportamtes von Hanoi, Pham Tuan Long, eine positive Bilanz: Das Festival habe würdevoll, erfolgreich und sicher stattgefunden und seine Ziele erreicht. Die Anerkennung durch die Behörden und die Verleihung von Urkunden dokumentieren, dass die Veranstaltung organisatorisch als gelungen bewertet wird.
Für internationale Teilnehmende bot das Festival eine Plattform zum Austausch technischer Fertigkeiten ebenso wie kultureller Traditionen. Die Präsenz einer Schweizer Delegation weist darauf hin, dass auch Schweizer Kampfsportvereine und -verbände an der Vernetzung mit internationalen Partnern interessiert sind. Solche Begegnungen eröffnen nicht nur Wettkampferfahrungen, sondern auch Impulse für Trainingsmethodik, Vermittlung von Werten und die Förderung kultureller Verständigung.
| Angabe | Zahl / Staaten |
|---|---|
| Teilnehmende | ~2'000 |
| Delegationen | 66 (59 national, 7 international) |
| Internationale Staaten (Auswahl) | Indonesien, Russland, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Marokko |
Aus kulturpolitischer Sicht fragt sich, wie Veranstaltungen dieser Art künftig institutionell begleitet werden können: Der Austausch steigert die Sichtbarkeit traditioneller Kampfkünste, bietet Anlass zur Kooperation von Verbänden und kann Tourismus und kulturelle Diplomatie fördern. Gleichzeitig erfordert die Durchführung solcher Grossanlässe eine enge Abstimmung zwischen Veranstaltern, Sicherheitsbehörden und diplomatischen Vertretungen.
In Hanoi verband das Festival Wettkampf und Zeremonie zu einem Programm, das sowohl sportliche Leistung als auch kulturelle Identität in den Vordergrund stellte. Ob dieser Ansatz zu nachhaltigeren Partnerschaften zwischen den beteiligten Ländern führt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Fest steht: Das Festival hat in diesem Sommer ein starkes Signal für die Rolle von Kampfsport als kulturelle Brücke gesetzt.