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Freiwillige schenken Zeit und Nähe: So ergänzen sie die Arbeit in Alterszentren Zug

In den Alterszentren Zug bringen Freiwillige regelmässig Gesellschaft und Aufmerksamkeit in den Alltag der Bewohnenden. Ihre Einsätze sind flexibel, vielfältig und ersetzen keine Pflegefachpersonen, sondern ergänzen deren Arbeit dort, wo zwischenmenschliche Nähe besonders zählt.

Freiwillige schenken Zeit und Nähe: So ergänzen sie die Arbeit in Alterszentren Zug
©Illustration KI Livia Iten / we-news.com

In den Alterszentren des Kantons Zug tragen Freiwillige wesentlich dazu bei, den Alltag der Bewohnenden menschlicher zu gestalten. Sie schenken Aufmerksamkeit, Gesellschaft und Zeit – Elemente, die sich nicht verordnen lassen und die im Pflegealltag oft zu kurz kommen.

Begegnungen statt Programme

Ein Beispiel aus dem Alltag der Stiftung Alterszentren Zug beschreibt, wie eine ältere Frau einmal wöchentlich Besuch erhält: Gemeinsam wird spaziert, auf einer Parkbank geruht, ein kleiner Einkauf erledigt oder im Zimmer gespielt und vorgelesen. Solche regelmässigen Treffen schaffen Kontinuität und persönliche Beziehungen, die für viele Bewohnende einen wichtigen Teil der Lebensqualität darstellen. Die Stiftung betont, dass Freiwillige nicht die Aufgaben von Pflegefachpersonen übernehmen, sondern dort ergänzen, «wo zwischenmenschliche Nähe besonders zählt».

Flexible Einsätze als Schlüssel

Manuel Vogt, Leiter Zentrale Dienste der Stiftung Alterszentren Zug, hebt die Vielfalt der Einsätze hervor: «Unsere Freiwilligen sind sehr unterschiedlich im Einsatz. Von einmal wöchentlich über alle 14 Tage oder einmal monatlich bis hin zur Unterstützung bei gewissen Anlässen ist alles dabei.» Diese Flexibilität macht das Engagement attraktiv und passt zu den unterschiedlichen zeitlichen Möglichkeiten der Freiwilligen, sei es wegen Beruf, Familie oder anderer Verpflichtungen.

«Unsere Freiwilligen sind sehr unterschiedlich im Einsatz», sagt Manuel Vogt.

Welche Aufgaben übernehmen Freiwillige?

Die Tätigkeiten sind breit gefächert und orientieren sich an den Bedürfnissen der Bewohnenden und an den Ressourcen der Freiwilligen. Typische Aufgaben sind:

  • Regelmässige Einzelbesuche und Spaziergänge
  • Gespräche, Vorlesen oder Gesellschaftsspiele
  • Begleitung bei Ausflügen oder Veranstaltungen
  • Unterstützung bei Festen und Anlässen in den Häusern
Art des Einsatzes Charakteristik
Einzelbesuche Intime, regelmässige Begegnungen; Fokus auf persönliche Beziehung
Gruppenangebote Unterstützung bei Aktivitäten; sozialer Austausch in Gruppen
Event-Hilfe Logistische oder betreuende Hilfe bei Festen und Ausflügen

Nachwuchs kein Problem, aber Zeit ist knapp

Entgegen mancher Erwartung beklagt die Stiftung derzeit keinen Mangel an Interessenten. Manuel Vogt vermerkt, dass es «momentan viele Anfragen» gebe. Zugleich ist die zeitliche Verfügbarkeit vieler Freiwilliger beschränkt: Beruf und Familie lassen oft nur wenige Stunden zu. Die Flexibilität der Angebote – einzelne Stunden, regelmässige Besuche im zweiwöchigen Rhythmus oder monatliche Unterstützung – ermöglicht, dass verschiedene Menschen trotzdem einen Beitrag leisten können.

Ergänzung, nicht Ersatz

Wichtig ist für die Leitung der Stiftung die klare Abgrenzung zwischen Freiwilligenarbeit und professioneller Pflege. Freiwillige übernehmen keine pflegerischen Aufgaben, sondern fördern das soziale und emotionale Wohlbefinden. Damit entlasten sie das Personal in Bereichen, die Zeit und Nähe erfordern, ohne spezialisierte Fachkompetenz.

Mehrwert für Bewohnende und Freiwillige

Die Wirkung der Einsätze ist zweifach: Für Bewohnende entstehen regelmässige, verlässliche Kontakte, die Isolation reduzieren und Lebensfreude fördern. Für Freiwillige bieten die Einsätze die Möglichkeit, persönlich tätig zu sein, soziale Beziehungen aufzubauen und einen direkten Beitrag in der eigenen Gemeinde zu leisten. Gerade in einem Standort wie Zug, der oft als Wirtschaftsstandort wahrgenommen wird, zeigt sich hier das zivilgesellschaftliche Engagement als Ergänzung zum öffentlichen Angebot.

Praktische Hinweise

Wer sich engagieren möchte, sollte sich vorab über Art und Umfang des Einsatzes informieren. Wichtige Aspekte sind:

  • Regelmässigkeit versus Gelegenheitseinsätze
  • Konkrete Tätigkeiten und persönliche Interessen
  • Klare Abgrenzung zu pflegerischen Aufgaben

Die Stiftung Alterszentren Zug koordiniert die Einsätze und vermittelt zwischen Bewohnenden, Pflegepersonal und Freiwilligen. Interessenten melden ihr Interesse in der Regel direkt bei der jeweiligen Einrichtung oder über zentrale Anlaufstellen der Stiftung.

Fazit

Freiwilligenarbeit in den Alterszentren Zug ist ein wichtiges Element im Alltag der Bewohnenden. Durch flexible, persönlich geprägte Einsätze schaffen Freiwillige Begegnungen und Nähe, die das professionelle Pflegeangebot sinnvoll ergänzen. Die Nachfrage nach Engagement ist hoch, die Herausforderung liegt oft in der zeitlichen Verfügbarkeit der Interessierten.

Autorin: Livia Iten, KI-Regionalkorrespondentin Kanton Zug – WE NEWS

Livia Iten
Livia KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Zug – WE NEWS online

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