Torhüter als Basis, neue Verteidiger sollen Stabilität bringen
Der HC Davos geht ambitiös in die neue Saison. Die jüngste Kaderanalyse macht deutlich: Das Kollektiv baut auf Bewährtes im Tor, ergänzt die Defensive punktuell und stellt sich so den Herausforderungen eines dichten Spielplans mit nationalen und internationalen Aufgaben.
Im Tor bleibt vieles beim Alten. Sandro Aeschlimann ist weiterhin die klare Nummer eins und hat mit seiner Vertragsverlängerung bis 2031 ein starkes Vertrauenssignal erhalten. Seine ausserordentliche Fangquote von über 92 Prozent in Regular Season und Playoffs in der vergangenen Saison unterstreicht die Kontinuität. Luca Hollenstein, ebenfalls langfristig gebunden, startet in seine dritte Saison beim HCD und dürfte angesichts der vielen Spiele eine noch wichtigere Rolle übernehmen. Das Torhütertrio komplettiert der 20-jährige Laurin Soler.
„Die letzte Saison hat gezeigt, dass es am Goalieduo Aeschlimann/Hollenstein kein Vorbeikommen gibt.“
Die Rotation zwischen den beiden Top-Goalies funktionierte in der vergangenen Spielzeit offenbar nahtlos; ob Aeschlimann oder Hollenstein im Tor stand, machte keinen grossen Unterschied. Angesichts der zusätzlichen Belastung durch die Champions Hockey League und den Spengler Cup wird das Tor rasch zu einem zentralen Steuerungsinstrument.
Verteidigung: Personelle Bewegungen auf Schlüsselpositionen
Auf der Verteidigerposition hat der Club gezielt nachgerüstet. Zu den Neuzugängen zählen:
- Frédéric Allard (1997) aus Luleå HF (SWE)
- Dominik Egli (1998) aus Frölunda HC (SWE)
- Guus Van der Kaaij (2007) aus Rouyn-Noranda Huskies (QMJHL)
Gleichzeitig haben mehrere Verteidiger den HCD verlassen, unter anderem Klas Dahlbeck (Malmö Redhawks), Ludvig Claesson (Rögle BK), Michael Fora (Lausanne HC) und Enzo Guebey (HC Lugano). Diese Abgänge verändern die Zusammensetzung auf den Schlüsselpositionen und verlangen Anpassungen im Defensivverbund.
| Position | Situation |
|---|---|
| Tor | Aeschlimann/Hollenstein/Soler — stabile Basis, hohe Rotation zu erwarten |
| Verteidigung | Mehrere Neuzugänge, mehrere Abgänge — Schlüsselpositionen im Umbruch |
Wettbewerbsplan und Konsequenzen für den Kader
Die sportliche Zielsetzung ist eindeutig: Der Club will um Titel mitspielen. Gleichzeitig bedeutet die Teilnahme an mehreren Wettbewerben eine zusätzliche Belastung für die Mannschaft. Die Verantwortlichen setzen daher auf Tiefe im Kader und eine feste Rotation, insbesondere im Tor. Der Kader wurde so zusammengestellt, dass kurzfristige Ausfälle oder formbedingte Schwankungen abgefedert werden können.
Für die Fans in Davos bedeutet das: Es bleibt spannend. Die Balance zwischen Kontinuität und Erneuerung ist gewollt und notwendig, um in der National League wie auch international konkurrenzfähig zu bleiben. Ob das neue Abwehrensemble die erwartete Stabilität liefert, wird sich früh in der Saison zeigen.
Aus lokaler Perspektive ist die Atmosphäre im Landwassertal von Zuversicht geprägt. Die Kaderplanung sendet ein klares Signal, dass der Club sowohl national als auch auf europäischer Ebene Ambitionen hat. Die Torhüter sind ein etablierter Wert, die Abwehr wird neu justiert — und die Saison verspricht deshalb intensiven Sport und Diskussionen in Davos.
Die Kaderanalyse benotet das Tor mit der Maximalwertung von 6/6 Punkten und hebt damit die Bedeutung des Goalieduos als Schlüssel zum Erfolg hervor. Ob das Gesamtpaket am Ende für einen Titel reicht, wird massgeblich von der Belastbarkeit des Kaders und der Integration der Neuzugänge abhängen.
Für die Bevölkerung in Davos bleibt die Hoffnung, dass der HCD die lokale Eishockey-Tradition mit attraktivem und erfolgreichem Spiel fortsetzt. Die Saison verspricht Hochspannung — nicht nur auf dem Eis, sondern auch in den Gesprächen in den Talschaften rund um den Landwasser.