Auf der Autobahn A2 bei Seelisberg ereignete sich am Freitagmorgen, kurz nach 04.00 Uhr, ein Auffahrunfall mit mehreren Verletzten. Der Unfall passierte in Fahrtrichtung Norden, nachdem sich aufgrund eines vorherigen Ereignisses der Verkehr bis zum Stillstand gestaut hatte.
Ein Fahrzeug mit Kontrollschildern aus dem Kanton Waadt bemerkte den stehenden Verkehr zu spät und fuhr auf das Heck eines Personenwagens mit Zürcher Kontrollschildern auf. Bei der Kollision wurden insgesamt acht Personen verletzt, sechs davon leicht und zwei erheblich. Die beiden Schwerverletzten wurden mit der Rega ins Spital geflogen.
Rettungseinsatz und beteiligte Kräfte
Am Unfallort standen verschiedene Rettungs- und Hilfsdienste im Einsatz. Eingesetzt waren unter anderem:
- Rettungsdienst des Kantonsspitals Uri
- Rettungsdienst aus dem Kanton Schwyz
- Rega
- Feuerwehren Altdorf und Stans
- Ein lokales Abschleppunternehmen
- Kantonspolizei Uri
Der entstandene Sachschaden wird in der Medienmitteilung mit rund CHF 80'000 beziffert. Die Kantonspolizei Uri übernahm die Unfallaufnahme und regelte die Unfallstelle.
Verkehrliche Folgen
Der Unfall ereignete sich an einer Stelle, an der sich der Verkehr bereits wegen eines vorherigen Zwischenfalls staute. Laut Mitteilung führte das zur Folge, dass Fahrzeuge bis zum Stillstand kamen. Dieses Verhalten erzeugt eine erhöhte Gefahr für Auffahrunfälle, weil nachfolgende Lenker den abrupten Halt nicht rechtzeitig erkennen können.
| Betroffene Personen | Schweregrad | Transport |
|---|---|---|
| 6 | leicht verletzt | Rettungsdienste (Bodentransport) |
| 2 | erheblich verletzt | Rega (Lufttransport) |
Die Unfallursache wird durch die Kantonspolizei Uri untersucht. In der Medienmitteilung wird darauf hingewiesen, dass der Auffahrunfall eine unmittelbare Folge des bereits bestehenden Verkehrsstaus war.
Hintergrund und Hinweise für Verkehrsteilnehmende
Auffahrunfälle in stockendem Verkehr zählen zu den häufigen Unfallarten auf Autobahnen. Besonders bei nächtlichen oder frühen Morgenstunden steigt das Risiko, weil Seh- und Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein können. Die Behörden raten, die Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen und genügend Abstand zu halten, damit bei plötzlichem Stillstand genügend Reaktionszeit bleibt.
Praktische Hinweise für Verkehrsteilnehmende nach solchen Vorfällen:
- Warnblinklicht einschalten und Fahrzeug möglichst weit rechts anhalten, falls nötig.
- Warndreieck nur ausserhalb der Autobahn verwenden, falls sichere Möglichkeit besteht; auf Autobahnen sind Warnzeichen und Pannendienst zu bevorzugen.
- Bei Verletzten den Rettungsdienst unter der nationalen Notrufnummer 144 alarmieren; für gefährdete Personen ist die Rega per 1414 erreichbar.
Die Kantonspolizei Uri hat weitere Auskünfte zur Unfallaufnahme angekündigt. Zur Klärung der genauen Unfallfolge und möglicher straf- oder haftungsrechtlicher Konsequenzen laufen die Ermittlungen.
Die betroffenen Verkehrsteilnehmenden und Anwohnenden werden gebeten, den betroffenen Abschnitt zu meiden und offizielle Verkehrsinformationen zu beachten, bis die Polizei die Unfallstelle freigegeben hat.
Weitere Details zum vorausgegangenen Ereignis beim Seelisbergtunnel verweist die Polizei auf eine separate Medienmitteilung (Nr. 90 / 2026).