Die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik (CDU) hat die Kita Kempkesstege in Schermbeck besucht, um sich ein Bild von der pädagogischen Arbeit und den aktuellen Herausforderungen der frühkindlichen Bildung zu machen. Im Zentrum standen Gespräche mit der Leitung, dem Träger und pädagogischen Fachkräften über Fachkräftemangel, die Finanzierung der Betreuung sowie die Auswirkungen und Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in Nordrhein-Westfalen.
Vor Ort: Austausch mit Leitung und Team
Empfangen wurde die Delegation unter anderem von der Kita-Leiterin Käthe Spaltmann und der stellvertretenden Leiterin Dajana Töns. Die Besucher erhielten Einblicke in das Angebotsprofil der Einrichtung und in laufende Projekte. Dabei hob die Kita-Leitung sowohl die Chancen als auch die praktischen Belastungen hervor, mit denen Einrichtungen derzeit konfrontiert sind.
„Die Kindertagesstätten leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Entwicklung unserer Kinder und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Umso wichtiger ist es, die Beschäftigten zu unterstützen und gute Rahmenbedingungen für ihre wertvolle Arbeit zu schaffen“, betonte Charlotte Quik.
Diskussionsthemen: KiBiz, Fachkräfte, Finanzierung
Im Gespräch rückten drei Kernfragen in den Vordergrund:
- Fachkräftesituation: Einrichtungen berichten von Personalengpässen und steigenden Anforderungen an die pädagogische Arbeit.
- Finanzielle Planungssicherheit: Träger und Leitung fordern verlässliche Finanzierung, um Qualität zu erhalten und Personal zu binden.
- Reform KiBiz: Die Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes ist zentrales Thema; die Praxis wünscht sich realistische Vorgaben und Unterstützung bei der Umsetzung.
Diese Punkte wurden in einem konstruktiven Austausch zwischen Politik, Träger und Fachkräften thematisiert. Die Delegation diskutierte dabei Maßnahmen, die landespolitisch greifen könnten, um Risiken für die Betreuungsqualität zu minimieren und die Arbeitssituation der Beschäftigten zu verbessern.
Wer war dabei?
Die Abgeordnete wurde von einer Delegation der CDU Schermbeck begleitet. Teilnehmende waren unter anderem der Fraktionsvorsitzende Rainer Gardemann sowie die Ratsmitglieder Hildegard Franke, Ulrich Stiemer und Marc Lindemann. Außerdem nahm Dr. Elka Paulke als sachkundige Bürgerin teil. Auf Seiten des Trägers waren Volker Franken (Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck) und Sigrid Schmeing (Finanzkirchmeisterin) vertreten.
| Person | Funktion |
|---|---|
| Charlotte Quik | Landtagsabgeordnete |
| Rainer Gardemann | Fraktionsvorsitzender (CDU Schermbeck) |
| Käthe Spaltmann | Leiterin Kita Kempkesstege |
| Volker Franken | Vorsitzender Presbyterium (Trägervertreter) |
Folgen für Eltern, Beschäftigte und Träger
Aus Sicht der Kita verdeutlicht der Besuch die enge Verzahnung von politischer Entscheidungsfindung und Alltagsrealität in den Einrichtungen. Eltern sind von der Qualität und Verfügbarkeit der Betreuung unmittelbar betroffen; Beschäftigte verlangen nach stabilen Arbeitsbedingungen, um Fachpersonal langfristig zu halten. Träger wiederum benötigen transparente und verlässliche Finanzierungsmodelle, um Angebote planen und Weiterentwicklungen umsetzen zu können.
Der Austausch in Schermbeck zeigte, dass Reformvorhaben wie die Anpassung des KiBiz nicht allein juristische Fragen sind, sondern konkrete Auswirkungen auf Personalsituation, Betreuungsqualität und die Arbeit vor Ort haben.
Für die weitere Diskussion sind zwei Aspekte zentral: Zum einen die Frage, wie politische Vorgaben in den Pädagogikalltag integriert werden können, ohne zusätzliche Belastungen zu erzeugen. Zum anderen, welche Maßnahmen Landes- und Kommunalpolitik ergreifen können, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Vertreterinnen der Einrichtung und des Trägers machten deutlich, dass Antworten darauf Praxisnähe, verlässliche Finanzierung und gezielte Personalentwicklung brauchen.
Der Besuch der Landtagsabgeordneten diente damit weniger der Symbolik als dem konkreten Informationsgewinn: Er brachte Praxiswissen in die politische Beratung und eröffnete einen direkten Dialog zwischen Verantwortlichen auf kommunaler Ebene und der Landespolitik.