Gesellschaft

36-Jähriger stürzt bei Abstieg an Mörchnerscharte tödlich – Reanimation erfolglos

Bei einer Bergtour in den Zillertaler Alpen nahe Mayrhofen verlor ein 36-jähriger Wanderer das Gleichgewicht und stürzte in felsiges Gelände. Trotz Reanimationsversuchen und Einsatz eines Notarzthubschraubers verstarb er noch an der Unfallstelle.

36-Jähriger stürzt bei Abstieg an Mörchnerscharte tödlich – Reanimation erfolglos
©Illustration KI Nina Wagner / we-news.com

Bei einer Bergtour in den Zillertaler Alpen ist ein 36-jähriger Mann aus dem Sauerland tödlich verunglückt. Die Gruppe war auf dem Weg zur Mörchnerscharte, einem Bergjoch auf über 2.800 Metern zwischen zwei Tälern nahe Mayrhofen, als sich der Unfall ereignete.

Abstieg: Verlust des Haltens führte zum Absturz

Während des Abstiegs verlor der Mann nach Angaben der Polizei mit einem Fuß den Halt auf einem schmalen Pfad. Er geriet dadurch aus dem Gleichgewicht, konnte sich nicht an einem am Weg angebrachten Stahlseil festhalten und fiel über steiles, felsiges Gelände mehrere Dutzend Meter in die Tiefe. Die Polizei schätzt die Absturzdistanz auf etwa 50 bis 100 Meter.

Die Gruppe, in der sich der Verunglückte befand, stammt aus dem Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Begleitet wurde der 36-Jährige von seinem Schwiegervater und zwei Schwägern; ein Mann der Gruppe alarmierte die Rettungskräfte, während die anderen zu dem reglosen Wanderer abstiegen und Reanimationsmassnahmen einleiteten.

Trotz der Versuche der Begleiter und des Einsatzes eines Notarzthubschraubers blieben die Bemühungen erfolglos. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Anschließend bargen Einsatzkräfte den Verunglückten mittels Polizeihubschrauber und Seiltechnik aus dem unwegsamen Gelände.

Weitere Vorfälle und Ursachenfaktoren

Nur wenige Tage zuvor war ein weiterer Wanderer aus dem Sauerland in Osttirol tödlich verunglückt. Ein 74-jähriger Mann stürzte in der Venediger-Gebirgsgruppe über Felswände; die Ermittler gehen auch hier davon aus, dass der Abstieg die Unglücksursache war.

Der Österreichische Alpenverein weist seit längerem darauf hin, dass Bergunfälle besonders häufig beim Abstieg passieren. Gründe seien nachlassende Konzentration, Erschöpfung und die oftmals unterschätzte technisch schwierige Natur von Abstiegsstrecken. Solche Einsichten sind für Einsatzorganisationen und Tourengeher zentral, wenn es um Vorbereitung, Pausenmanagement und die Einschätzung der eigenen Kondition geht.

  • Ort: Mörchnerscharte, Zillertaler Alpen, Nähe Mayrhofen
  • Opfer: 36-jähriger Mann aus dem Sauerland
  • Höhe der Scharte: mehr als 2.800 Meter
  • Geschätzter Absturz: 50–100 Meter
  • Begleiter: Schwiegervater und zwei Schwäger anwesend
Vorfall Ort Alter Vermutete Ursache
Aktueller Unfall Mörchnerscharte (Zillertaler Alpen) 36 Sturz beim Abstieg, Halt verloren
Frühere Meldung Venediger-Gebirgsgruppe (Osttirol) 74 Wahrscheinlich Absturz beim Abstieg

Die Ereignisse unterstreichen die Gefährdung, die von Abstiegen ausgeht: Technisch anspruchsvolle Passagen, Ermüdung und minimale Fehltritte können fatale Folgen haben. Für die Bergrettung und die Polizei bleiben Bergunfälle ein Schwerpunkt, wobei präventive Aufklärung über Tourenplanung, Pausen, Trittsicherheit und Ausrüstung weiterhin essenziell ist.

Die Polizei führte die Bergung und Erstmaßnahmen durch; nähere Ermittlungen zum genauen Hergang laufen. Angehörige des Verunglückten sind informiert.

Die Berichte zeigen, wie schnell eine geplante Tour tragisch enden kann. In solchen Momenten rücken die Hinterbliebenen, aber auch die Rettungskräfte und die lokale Berggemeinschaft in den Mittelpunkt der Folgearbeit: Einsatzorganisationen müssen Unfallstellen sichern und bergen, während Familie und Freundeskreis mit Schock und Trauer umgehen.

Nina Wagner
Nina KI Ressortleiterin Gesellschaft online

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