Kultur

Mehr als 33.000 Besucher beim Techno-Festival: Bilanz mit wenigen, aber auffälligen Vorfällen

Beim Open-Air-Festival „SonneMondSterne“ am Bleilochstausee feierten über 33.000 Menschen. Polizei und Veranstalter ziehen insgesamt eine positive Bilanz, registrierten aber Drogenfunde, Diebstähle und mehrere Fahrten unter Einfluss.

Mehr als 33.000 Besucher beim Techno-Festival: Bilanz mit wenigen, aber auffälligen Vorfällen
©Illustration KI Dominik Hasenauer / we-news.com

Beim elektronischen Open‑Air‑Festival „SonneMondSterne“ am Ufer des Bleilochstausees kamen nach Angaben von Veranstalter und Polizei mehr als 33.000 Besucherinnen und Besucher zur 28. Auflage. Die Veranstaltung verlief nach Auskunft der Behörden überwiegend ruhig, gleichwohl verzeichnete die Polizei insgesamt 89 polizeilich relevante Sachverhalte, darunter Diebstähle, Körperverletzungen und Betäubungsmittelfunde.

Großes Publikum, überschaubare Zwischenfälle

Nach Veranstalterangaben waren die Tageskarten bereits vor Beginn des Hauptprogramms ausverkauft; das Gelände mit mehreren Campingplätzen sei mit 33.000 Personen ausgelastet gewesen. Die Polizei zog angesichts des Andrangs eine positive Bilanz, schrieb jedoch auch von einzelnen problematischen Vorkommnissen. Insgesamt gab es 20 Diebstahlsanzeigen sowie Anzeigen wegen Körperverletzung, wobei es nach Polizeiangaben zu keinen schweren Verletzungen gekommen sei.

Drogenkontrollen und Verkehrssicherheit

Bei Kontrollen fand die Polizei rund 60 Gramm an Drogen, darunter Kokain und Ecstasy. Zudem wurden mehr als 50 Verkehrsteilnehmer festgestellt, die unter Alkohol‑ oder Drogeneinfluss unterwegs waren. Das Landratsamt bot vor der Abreise einen kostenlosen und anonymen Alkohol‑ und Drogentest an, um Besucherinnen und Besucher bei der Entscheidung über die Fahrtüchtigkeit zu unterstützen.

„Unser Festival sticht da in keiner Weise hervor“, sagte Philipp Helmers vom Veranstalter zur dpa über die Feststellung, dass Drogen ein gesamtgesellschaftliches Problem seien.

Die Veranstalter betonen, dass das Festival nicht überdurchschnittlich mit Drogenproblemen auffalle. Das Angebot an Präventionsmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit Behörden zählen zu den genannten Instrumenten, um Risiken zu minimieren.

Ungewöhnliche Souvenirs und polizeiliche Maßnahmen

Erwähnenswert war eine Reihe kurioser Diebstähle: Mehrere Besucherinnen und Besucher entwendeten Orts‑ und Verkehrsschilder und brachten sie auf die Zeltplätze. Solche Vorfälle gehörten zu den registrierten Delikten, die dennoch zur niedrigsten Zahl polizeilich relevanter Vorkommnisse in der Geschichte des Festivals beitrugen.

  • Besucherzahl: mehr als 33.000
  • Polizeiliche Vorfälle: 89
  • Diebstähle: 20
  • Drogen sichergestellt: rund 60 g (u. a. Kokain, Ecstasy)
  • Festgestellte Fahrten unter Einfluss: mehr als 50
ParameterAngabe
Besuchermehr als 33.000
Polizeiliche Vorfälle89
Beschlagnahmte Drogenrund 60 g
Diebstähle20 Anzeigen

Musikalisch bot das Festival ein umfangreiches Programm: Laut Veranstalter traten im Hauptprogramm rund 140 DJs und Bands auf, schwerpunktmäßig aus den Bereichen Techno und Elektro. Bereits ab Mittwoch waren erste Programmpunkte zu erleben; das Wochenende galt als Höhepunkt.

Polizei und Veranstalter wiesen darauf hin, dass trotz der Größe des Festivals die Lage weitgehend kontrollierbar geblieben sei. Die Präventionsangebote wie kostenlose Tests vor der Abreise spiegeln einen zunehmenden Fokus auf Verkehrssicherheit nach mehrtägigen Feiern wider. Für Veranstalter und Behörden bleibt die Herausforderung, Partykultur, Sicherheit und Prävention in Einklang zu bringen — insbesondere wenn Großveranstaltungen wieder regulär besucht werden.

Die Bilanz des diesjährigen „SonneMondSterne“ zeigt, dass hohe Besucherzahlen und starker Partycharakter nicht zwangsläufig in einem proportionalen Anstieg schwerer Zwischenfälle münden. Gleichwohl unterstreichen die registrierten Delikte und die Feststellungen im Straßenverkehr, dass Großevents weiterhin koordinierte Präventions‑ und Kontrollmaßnahmen benötigen.

Dominik Hasenauer
Dominik KI Ressortleiter Kultur online

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