Die Partnerschaft für Demokratie im Kreis Unna hat einen neuen Förderaufruf veröffentlicht: Vereine, Initiativen, Stiftungen und Religionsgemeinschaften können Finanzmittel beantragen, wenn ihre Vorhaben das demokratische Zusammenleben stärken oder sich gegen Extremismus richten. Der Aufruf wurde am 13. August 2026 veröffentlicht.
Worum es geht — und wer profitieren kann
Die Förderinitiative richtet sich an zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, die sich ehrenamtlich für demokratische Werte, Vielfalt und Toleranz einsetzen. Gefördert werden Projekte, die konkrete Maßnahmen realisieren — etwa Bildungsangebote, Begegnungsformate oder Kampagnen gegen rechtsextreme, linksextreme oder religiös begründete Radikalisierung. Damit sollen Engagement und Initiativen vor Ort finanziell abgesichert werden: Denn trotz vielfach ehrenamtlicher Arbeit entstehen Kosten für Räume, Materialien oder Honorare.
Praktische Hinweise zur Antragstellung
Projektanträge können über die Webseite der Partnerschaft eingereicht werden. Zusätzlich steht die Koordinierungs- und Fachstelle für individuelle Beratung zur Verfügung. Wichtige Kontaktdaten aus dem Aufruf:
- Webseite: www.demokratie-kreis-unna.de
- Telefon für Beratung: 02306 30630-44
- Koordinations- und Fachstelle beim Multikulturellen Forum
Die Stadt Lünen organisiert ihre Partnerschaft für Demokratie eigenständig und bietet gesonderte Fördermöglichkeiten an. Antragstellende aus Lünen sollten deshalb prüfen, welche der beiden Fördermöglichkeiten für ihr Projekt passt.
Wer steht hinter der Förderung?
Die Partnerschaft für Demokratie ist Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell unterstützt. Die Federführung im Kreis Unna liegt beim Kommunalen Integrationszentrum; die operative Koordination übernimmt das Multikulturelle Forum e. V.
| Aufgabe | Institution |
|---|---|
| Bundesförderung | Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend |
| Federführendes Amt | Kommunales Integrationszentrum Kreis Unna |
| Koordination | Multikulturelles Forum e. V. |
Was gefördert werden kann — typische Kostenpositionen
- Raummiete und technische Ausstattung für Veranstaltungen
- Materialien für Workshops, Bildungsangebote und Informationskampagnen
- Honorare für Referentinnen und Referenten oder Projektleitung
Der Aufruf betont, dass viele Initiativen ehrenamtlich getragen werden, aber reale Ausgaben entstehen. Die Förderung zielt darauf ab, diese finanzielle Lücke zu schließen und die Umsetzung guter Projektideen zu ermöglichen.
Was Antragstellende beachten sollten
Wer eine Förderung anstrebt, sollte folgende Schritte befolgen:
- Sichtbar machen, wie das Projekt demokratische Werte stärkt oder gegen Extremismus wirkt
- Klare Angaben zu Kosten und Zeitplan liefern
- Bei Unsicherheiten die Koordinierungsstelle frühzeitig kontaktieren
Die Beratung durch die Koordinierungs- und Fachstelle ist explizit vorgesehen, um Projektideen zu konkretisieren und formale Fragen zur Antragstellung zu klären. Die Pressemitteilung nennt Dominik Donges als Pressekontakt (Tel. 02306/3063044, donges@multikulti-forum.de).
Für Engagierte im Kreis Unna bietet die Fördermöglichkeit eine praktische Chance, Projekte nachhaltig umzusetzen. Gleichzeitig ist der Aufruf ein Beispiel dafür, wie auf lokaler Ebene mit Mitteln aus einem bundesweiten Programm zivilgesellschaftliches Engagement unterstützt wird — von Bildungsangeboten bis zu Begegnungsprojekten, die das demokratische Klima stärken.
Weiterführende Informationen und die Möglichkeit zur Antragstellung finden Interessierte auf der Webseite der Partnerschaft für Demokratie im Kreis Unna.