Versorgungslage und Ursprung des Trinkwassers
Die Stadt Schärding hat die aktuellen Fragen zur Trinkwasserversorgung nach der anhaltenden Trockenperiode geprüft und Entwarnung gegeben. Bei einem Lokalaugenschein betonten Bürgermeister Günter Streicher (SPÖ) und Hauptwassermeister Harald Söllwagner, dass die Stadt langfristig ausreichend mit Trinkwasser versorgt sei. Das Trinkwasser für Schärding stammt nach Angaben der Stadt aus drei Brunnenanlagen in der Gemeinde Rainbach.
Technische Vorkehrungen und Personal
Die Stadt betreibt ihr Netz eigenständig und hat laut Bürgermeister in den vergangenen Jahren mehrfach in die Versorgungssicherheit investiert. Eine der zentralen Maßnahmen ist eine zweite Transportleitung von Rainbach nach Schärding, die als zusätzliche Absicherung fungiert. Zudem werden Leitungen im Stadtgebiet laufend erneuert.
Für den Betrieb der Wasserversorgung stehen drei ausgebildete Wassermeister zur Verfügung, die rund um die Uhr eine Bereitschaft gewährleisten:
- Harald Söllwagner (Hauptwassermeister)
- Florian Widegger
- Alexander Drahoss
Die Anlagen werden täglich kontrolliert; digitale Ortungsgeräte sollen Rohrbrüche frühzeitig erkennen.
Wirtschaftliche Bewertung: Investitionen zahlen sich aus
Die in die Infrastruktur gesteckten Mittel erscheinen nach Aussagen der Stadt nun rentabel: Die zusätzliche Transportleitung und die laufenden Erneuerungen der Verteilnetze sorgen für eine höhere Versorgungssicherheit. Aus Sicht von Beschäftigten und Betrieb bedeuten solche Maßnahmen weniger Risiko von Engpässen, geringere Ausfallzeiten und eine professionelle Überwachung. Gleichzeitig reduzieren robuste Leitungen langfristig Kosten durch weniger Reparaturen und Notfalleinsätze.
Maßnahmen der Stadt und Empfehlungen an die Bevölkerung
Obwohl die technische Versorgung gesichert ist, appelliert die Stadt an die Bevölkerung zu einem bewussten Umgang mit der Ressource Trinkwasser. Konkrete Maßnahmen, die jeder Haushalt sofort umsetzen kann, nennt die Stadt wie folgt:
- Wasser beim Zähneputzen nicht unnötig laufen lassen
- Rasenflächen sparsam bewässern
- Für die Bewässerung von Blumen und Grünanlagen auf Nutzwasser zurückgreifen, wo möglich
Die Stadt setzt bereits seit zwei Jahren verstärkt auf die Nutzung von Nutzwasser: Ein Brunnen in der Vorstadt liefert Wasser für einen Großteil der Blumenbewässerung. Dieses Wasser wird auch für Straßenreinigung und für das Befüllen von Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehr verwendet. Am Stadtplatz wurden zudem Teile der Bepflanzung auf trockenheitsverträglichere Arten umgestellt, um den Trinkwasserbedarf zu senken.
„Die Trinkwasserversorgung in Schärding ist langfristig gesichert. Ein sparsamer Umgang mit der Ressource Trinkwasser wird jedoch auf alle Fälle angeraten“,
Praktische Hinweise und Überwachung
Zur Minimierung von Verlusten sind im Stadtgebiet digitale Ortungsgeräte im Einsatz, die Rohrbrüche frühzeitig detektieren sollen. Bürgerinnen und Bürger wurden aufgefordert, gemeldete Schäden oder sichtbare Leckagen umgehend zu melden, damit Reparaturen schnell erfolgen können. Die Kombination aus technischer Überwachung, personeller Bereitschaft und Infrastrukturmaßnahmen bildet nach Angaben der Stadt das System zur Sicherstellung der Versorgung.
Für Schärding bedeutet die aktuelle Lage, dass kurzfristig keine Einschränkungen zu erwarten sind. Langfristig bleibt jedoch die Kombination aus weiteren Investitionen, effizienter Betriebsführung und dem sparsamen Verhalten der Bevölkerung entscheidend für die Stabilität der Trinkwasserversorgung.