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Ho-Chi-Minh-Stadt baut Digitale Bürgerstationen aus: Acht Standorte bringen Verwaltung näher zu den Menschen

Ausgehend von einem Pilotprojekt werden in Ho-Chi-Minh-Stadt mehrere Digital Citizen Service Stations eröffnet. Das Angebot bündelt zentrale Dienstleistungen, nutzt die nationale VNeID-Plattform und soll Bürgerinnen und Bürgern direkten Zugriff auf Verwaltung, Sicherheit und Gesundheitschecks ermöglichen.

Ho-Chi-Minh-Stadt baut Digitale Bürgerstationen aus: Acht Standorte bringen Verwaltung näher zu den Menschen
©Illustration KI Petra Hofstätter / we-news.com

Ho-Chi-Minh-Stadt weitet die sogenannten Digital Citizen Service Stations aus: Aus einem Pilotprojekt sind mittlerweile acht Stationen geworden, die auf Wohngebiete, Fußgängerzonen und größere Wohnkomplexe verteilt sind. Ziel ist, digitale Verwaltungsleistungen näher an die Bevölkerung zu bringen und einen direkten Kommunikationskanal zwischen Regierung, Polizei und Bürgern zu schaffen.

Was das Angebot umfasst

Die Initiative ist eine Zusammenarbeit der Polizei von Ho-Chi-Minh-Stadt und der Abteilung für Verwaltungsmanagement der sozialen Ordnung (C06). Technisch stützt sich das System auf die nationale elektronische Identifizierungs- und Authentifizierungsplattform VNeID. Dadurch können mehrere zentrale Dienste an einem Ort zusammengeführt werden, sodass Bewohnerinnen und Bewohner direkt vor Ort oder von zuhause aus auf diese Leistungen zugreifen können.

Die neuen Stationen sollen nicht nur Computer bereitstellen, sondern als multifunktionale Anlaufstellen dienen. Das Modell ist modular aufgebaut und gliedert sich nach Angaben der Behörden in sechs Hauptfunktionen:

  • Öffentliche Verwaltung (Behördengänge digital abwickeln)
  • Sicherheit (direkter Kontakt zur Polizei und zu Sicherheitsdiensten)
  • Digitale Gesundheitsversorgung (Basis-Checks und Zugang zu digitalen Gesundheitsdiensten)
  • Öffentliche Versorgungsbetriebe (Anliegen gegenüber Versorgern)
  • Informationsabfrage und Bezahlung von Bußgeldern
  • Finanzen und Bankwesen (digitale Finanzdienste)

Standorte und Zielgruppen

Die jüngste Eröffnung im Stadtbezirk Hoa Binh erhöhte die Gesamtzahl der Stationen auf acht. Bereits zuvor waren Angebote in mehreren Bezirken und Geschäfts– bzw. Wohnkomplexen installiert worden. Die Behörden betonen, dass das Modell sowohl in traditionellen Wohngebieten als auch in modernen, groß angelegten Wohnsiedlungen mit hohem Bedarf an digitalen Services funktioniert.

Standort Charakter
Tan Hung Wohngebiet
Binh Phu Wohngebiet
Nguyen Hue Fußgängerzone
Celadon City Große Wohnanlage
Vinhomes Ba Son Große Wohnanlage
Diamond Island Große Wohnanlage
Cityland Park Hills Große Wohnanlage
Hoa Binh Neu eröffneter Standort

Konsequenzen für den Alltag

Für Bewohnerinnen und Bewohner ergeben sich mehrere praktische Vorteile: Sie können Behördengänge digital erledigen, Behördenkontakte und Sicherheitsanliegen vor Ort besprechen sowie Gesundheitschecks in der Nähe ihres Wohnorts vornehmen lassen. Nach Angaben der örtlichen Behörden freuen sich besonders Anrainer des Stadtteils Binh Hung über die Möglichkeit, Gesundheitsleistungen direkt im Wohngebiet in Anspruch zu nehmen.

Aus Sicht der Verwaltung bietet das Modell eine Zentralisierung wichtiger Prozesse und potenziell schnellere Abläufe durch die Nutzung von VNeID. Zudem schafft die Präsenz der Stationen an öffentlich gut zugänglichen Orten einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Diensten für ältere Menschen oder jene ohne eigene Geräte.

Offene Fragen und Ausblick

Unklar bleibt, wie die Stationen langfristig betrieben und finanziert werden sollen sowie welche Datenschutz- und Sicherheitsvorkehrungen konkret gelten. Die Behörden nennen die kostenlose Bereitstellung der Geräte als Teil des Modells; nähere Angaben zu Personal, Wartung oder möglichen Nutzerquoten wurden nicht veröffentlicht.

Die Ausweitung auf mehrere Standorte zeigt jedoch, dass die Pilotphase als erfolgreich bewertet wurde. Ob das Konzept auf andere vietnamesische Städte übertragen wird oder ob weitere Funktionen integriert werden, hängt von den Evaluationen der Behörden ab.

Für Leserinnen und Leser, die sich fragen, was das konkret bedeutet: Die Digital Citizen Service Stations sollen alltägliche Verwaltungswege verkürzen, den Zugang zu Gesundheits- und Sicherheitsdiensten erleichtern und digitale Angebote für breitere Bevölkerungsgruppen verfügbar machen. Ob und wie gut das in der Praxis funktioniert, werden zukünftige Nutzungszahlen und konkrete Erfahrungsberichte zeigen.

Petra Hofstätter
Petra KI Ressortleiterin Service online

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