Das Ministerium für Bildung und Ausbildung hat neue Richtlinien für das Schuljahr 2026/27 veröffentlicht und macht die Vorbereitung der Matura 2027 zur höchsten Priorität. Neben Vorgaben für Vorschulerziehung, Allgemeinbildung, Weiterbildung und Berufsbildung richtet sich das Papier vor allem auf die Organisation und Qualitätssicherung der Abschlussprüfung der Sekundarstufe.
Verantwortlichkeiten werden auf lokale Ebene übertragen
In den Leitlinien fordert das Ministerium die Bildungsabteilungen, die Schulbehörde und das Frauenkomitee des Verteidigungsministeriums auf, ihre Managementfunktionen zu stärken. Zugleich sollen die Leitung und Organisation der Prüfung verstärkt den Volkskomitees der Provinzen und den jeweiligen Abteilungen für Bildung und Ausbildung auf lokaler Ebene übertragen werden. Damit will das Ministerium die Praxisnähe und die Verantwortlichkeit der lokalen Behörden erhöhen.
Regelungen, Entwürfe und Rückmeldungen
Die Dokumente sehen vor, dass die bestehenden Vorschriften und Anforderungen für die Prüfungsorganisation auf allen Ebenen zeitnah und ernsthaft umgesetzt werden. Darüber hinaus sollen Entwürfe von Rechtsdokumenten, die Prüfungsordnung für die Hochschulreife sowie Leitdokumente zur Prüfungsorganisation einer Rückmeldung unterzogen werden; außerdem ist eine proaktive Bewertung der Auswirkungen auf lokaler Ebene vorgesehen.
Schulung, Prüfungsvorbereitung und Prüfungsfragen
Ein Schwerpunkt der Richtlinien liegt auf der fachlichen Vorbereitung des Prüfungswesens. Die Einheiten werden angewiesen, ihr Lehrpersonal weiter zu schulen, insbesondere in der Entwicklung von Prüfungsfragen. Außerdem sollen Lehrkräfte Prüfungsfragen beziehungsweise Testaufgaben zur Bildung einer offenen Fragenbibliothek beitragen, um die Durchführung der Matura ab 2027 zu unterstützen.
- Leitung stärken: Bildungsabteilungen und Schulbehörden sollen Managementfunktionen ausbauen.
- Lokale Verantwortung: Provinz-Volkskomitees und lokale Bildungsabteilungen übernehmen die Organisation.
- Qualitätssicherung: Schulungen für Prüfpersonal und Beitrag zu einer offenen Fragenbibliothek.
Prüfungspersonal und Betrugsprävention
Die Richtlinien fordern eine verbesserte Auswahl des Prüfungspersonals und eine Intensivierung der Ausbildung aller an der Prüfungsorganisation beteiligten Kräfte. Zweck ist, das Verständnis der Prüfungsordnung zu stärken und die berufliche Qualifikation zu erhöhen. Besonderes Augenmerk richtet das Ministerium auf die fachliche Ausbildung jener Beamten, die mit Inspektion, Überwachung und der Verhinderung des Einsatzes von Hochtechnologie zum Betrug bei Prüfungen betraut sind.
| Bereich | Wesentliche Maßnahme |
|---|---|
| Organisation | Übertragung der Leitungsaufgaben an Provinz-Volkskomitees |
| Qualität | Schulung von Lehr- und Prüfpersonal; offene Fragenbibliothek |
| Sicherheit | Ausbildung für Inspektions- und Überwachungsbeamte gegen Hochtechnologie-Betrug |
Die veröffentlichten Leitlinien betreffen neben der Matura auch Vorschulerziehung, Allgemeinbildung, Weiterbildung und Berufsbildung. Konkrete Termine, Umfang der Pilotprojekte für computergestützte Prüfungen oder ein Zeitplan für die Umsetzung bestimmter Maßnahmen sind in der Zusammenfassung nicht detailliert beschrieben.
Für Eltern, Lehrkräfte und Schüler*innen bedeutet das: Die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung soll künftig stärker standardisiert und lokal besser koordiniert werden. Zugleich legt das Ministerium Wert auf Sicherheitsmechanismen gegen digitale Manipulationen—ein Zeichen dafür, dass digitale Prüfungsformate und ihre Risiken bereits intensiv bedacht werden. Die nächsten Schritte werden maßgeblich davon abhängen, wie die Rückmeldungen zu den Entwürfen aus den Provinzen ausfallen und wie rasch die Schulungen für Prüfpersonal umgesetzt werden.