Der SC Freiburg hat sich im Hinspiel der Conference-League-Qualifikation beim schottischen Traditionsklub FC Motherwell eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel erspielt. Nach einem überraschenden frühen Rückstand drehten die Breisgauer das Spiel und siegten am Donnerstagabend mit 3:1.
Früher Gegentreffer, später Umschwung
Der Auftakt in Motherwell geriet für Freiburg zunächst alles andere als ideal: Schon in der 2. Minute brachte Regan Charles-Cook die Hausherren nach einer flachen Hereingabe in den Fünfmeterraum in Führung. Freiburg reagierte aber prompt und erhöhte den Druck – mit Erfolg: In der 28. Minute gelang Matthias Ginter per Kopf nach einem Freistoß von Scherhant der Ausgleich.
Nach der Pause eskalierte die Begegnung. In der Entstehung eines späteren Elfmeters kam es zu einem Kontakt im Strafraum, in dessen Folge Schiedsrichter Radu Petrescu nach Ansicht der Videobilder den Motherwell-Spieler Martin Moormann vom Platz stellte. Ginter verwandelte den fälligen Elfmeter in der 65. Minute und schaffte damit sein erstes Doppelpack in der Profi-Karriere.
Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Keisuke Gotō (90.+6), der das Ergebnis zum 3:1 aus Freiburger Sicht erhöhte und damit den Sieg endgültig sicherte. Damit reist der SC Freiburg mit einer komfortablen Führung zum Rückspiel nach Hause.
Debüt zwischen den Pfosten, Entscheidung erst im Finish
Erwähnenswert ist zudem das Debüt von Torhüter Mio Backhaus, der als Ersatz für den wechselwilligen Noah Atubolu ins Team rückte und sein erstes Pflichtspiel im Freiburger Trikot bestritt. Trotz des frühen Gegentors hielt Backhaus insgesamt durch und sah am Ende einen hart erkämpften Auswärtssieg seiner Mannschaft.
- Endstand: Motherwell FC – SC Freiburg 1:3
- Tore: Charles-Cook 2., Ginter 28., Ginter (Foulelfmeter) 65., Gotō 90.+6
- Rote Karte: Martin Moormann (Motherwell), 64. Minute
- Nächstes Spiel: Rückspiel am kommenden Donnerstag, 18:45 Uhr, in Freiburg
| Minute | Ereignis |
|---|---|
| 2. | Charles-Cook bringt Motherwell in Führung |
| 28. | Ginter köpft zum Ausgleich |
| 64. | Moormann sieht nach Videobildern Rot |
| 65. (Elfm.) | Ginter verwandelt vom Punkt |
| 90.+6 | Gotō macht den 3:1-Endstand |
Sportlich ergibt sich für Freiburg damit eine klare Ausgangslage: Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung und dem Auswärtstorvorteil im Gepäck sind die Breisgauer im Rückspiel klar favorisiert. Andererseits zeigen solche Begegnungen, wie schnell sich Momentum im Fußball drehen kann – die frühe Führung Motherwells war ein Warnsignal, das Freiburg aber rasch und wirkungsvoll beantwortete.
Für Coach und Team bedeutet das Ergebnis nicht nur ein gutes Gefühl, sondern auch taktische Optionen fürs Rückspiel: In Freiburg kann die Mannschaft nun defensiver denken, Konter und Standardsituationen besser einsetzen und mit weniger Risiko agieren. Für Motherwell ist die Aufgabe deutlich schwieriger geworden; sie müssen in der Breisgau-Arena versuchen, mindestens zwei Tore zu erzielen, um die Partie zu kippen.
Kurios und für die Statistik interessant: Matthias Ginter erzielte mit seinem Doppelpack die ersten beiden Tore seiner Profi-Karriere in einem Spiel, zudem fiel die spielentscheidende Szene – Elfmeter und Rote Karte – innerhalb kürzester Zeit. Ein Ergebnis, das sowohl Anhänger als auch Beobachter auf das Rückspiel gespannt wartet.
Termin fürs Rückspiel: Donnerstag, 18:45 Uhr in Freiburg.