Der österreichische Doublegewinner LASK trifft am Mittwochabend (21 Uhr) im Champions-League-Playoff-Hinspiel auf Celtic Glasgow – und muss sich dabei nicht mit Alex Oxlade-Chamberlain auseinandersetzen. Der englische Mittelfeldspieler wird die Partie von der Tribüne aus verfolgen: Eine über drei Spiele verhängte Sperre aus dem Dezember 2023 steht noch aus und greift nun beim Duell mit den Oberösterreichern.
Warum die Sperre jetzt greift
Der Fall geht zurück auf ein Spiel im Dezember 2023, als Oxlade-Chamberlain im Trikot von Besiktas Istanbul in der UEFA Conference League nach einem Platzverweis das Feld verlassen musste. Besiktas bestritt anschließend keine weiteren internationalen Partien, sodass die daraus resultierende Sperre von drei Spielen bislang nicht vollzogen werden konnte.
Der Spieler wechselte im Februar dieses Jahres zu Celtic Glasgow. Erst beim schottischen Meister wurde nun festgestellt, dass die aus dem Besiktas-Zeitraum noch offene Sanktion zu verbüßen ist. Damit sitzt der inzwischen als routiniert beschriebene Mittelfeldakteur das erste der verbleibenden Spiele gegen den LASK ab.
Sportliche Vita kurz zusammengefasst
Oxlade-Chamberlain kann auf eine beachtliche Karriere zurückblicken, die laut verfügbarer Details folgende Stationen und Erfolge enthält:
- Karrierebeginn beim FC Southampton;
- Transfer im Sommer 2011 zum FC Arsenal;
- Späterer Wechsel zu FC Liverpool;
- Gewinn der UEFA Champions League im Jahr 2019 mit Liverpool;
- Ein Jahr später, 2020, englischer Meister und UEFA-Supercup-Sieger;
- Der Spieler ist laut Meldung ein 35-facher englischer Nationalspieler und wurde in Portsmouth geboren; seine Großeltern väterlicherseits stammen aus Jamaika.
| Jahr/Station | Ereignis |
|---|---|
| Dezember 2023 | Rote Karte für Besiktas in der UEFA Conference League (gegen Lugano) |
| Februar 2026 | Wechsel zu Celtic Glasgow |
| 2019–2020 | Champions League (2019), Premier-League-Titel und UEFA-Supercup (2020) mit Liverpool |
Konsequenzen für beide Mannschaften
Für Celtic bedeutet das Fehlen eines erfahrenen Mittelfeldspielers, dass Trainer und Team taktisch umplanen müssen. Für den LASK bietet die Situation eine willkommene Atempause gegen einen Spieler mit internationaler Erfahrung, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Herausforderung: Das Duell im Champions-League-Playoff ist für die Oberösterreicher ein Sprungbrett in die Königsklasse, sportlich wie wirtschaftlich bedeutend.
Aus Sicht der Disziplinarverwaltung ist der Fall ein Mahnmal dafür, wie sich Sanktionen über Vereinswechsel hinweg auswirken können: Wenn ein Spieler bei einem Klub eine internationale Sperre erhält, bleibt diese bestehen, bis sie bei einem internationalen Pflichtspiel vollständig abgearbeitet ist – unabhängig von späteren Transfers.
Sportlich bleibt abzuwarten, ob die Personalfrage auf dem Papier für den LASK tatsächlich den Unterschied macht. Celtic verfügt neben Oxlade-Chamberlain über weitere etablierte Kräfte; das ausstehende Sperrestück trifft also nur einen Teil des Kaders. Für Fans und Beobachter bleibt es dennoch ein kleines, kurioses Detail in einer ansonsten bedeutenden Begegnung.
Das Hinspiel findet am Mittwoch um 21 Uhr statt; der LASK startete seine Reise nach Schottland am Mittag vom Flughafen Linz aus.