Der LASK geht in die bislang anspruchsvollste Phase der Saison mit Dietmar Kühbauer als Cheftrainer. Am Mittwoch (21.00 Uhr) trifft der österreichische Meister im Hinspiel des UEFA-Champions-League-Play-offs im traditionsreichen Celtic Park in Glasgow an – ein Prüfstein, der international für Aufmerksamkeit sorgt und gleichzeitig die Debatte um Kühbauers Zukunft neu anheizte.
Kein schneller Absprung trotz Angeboten
Kühbauer, der den Klub im Oktober 2025 von einem Abstiegsplatz übernommen und seitdem zum ersten Double nach 61 Jahren geführt hat, betonte in der ORF-Sendung „Fußball am Sonntag“, dass er aktuell nicht an einen Abgang denkt. Er bestätigte zwar ein konkretes Angebot, schränkte aber ein, dass dieses Angebot allein kein Grund für einen Wechsel sei.
„Es hat etwas gegeben, aber man muss nicht alles tun – ohne jetzt überheblich zu sein.“
Auf die Frage nach dem Herkunftsland des Angebots antwortete Kühbauer deutlich: „Russland. Aber das ist nicht in meinen Kopf drin, dass ich dort Trainer sein will.“ Er fügte hinzu, dass er sich beim LASK „richtig wohl“ fühle und die Chance, international zu spielen, hochschätze: „Das ist auch nicht das Allerschlechteste. Ich denke da keine Sekunde darüber nach oder liege weinend im Bett.“
Vertragssituation und Kontext
Der Vertrag des 55-Jährigen läuft im kommenden Jahr aus. Der sportliche Erfolg seit seiner Übernahme – vom Tabellennachzügler zum Double-Gewinner – hat dennoch nicht alle Angebote ausgeschaltet, wie Kühbauer anmerkte. Er verwies auf andere Trainerkarrieren und Transfers als Vergleich, nannte aber keine konkreten Namen als Alternative für sich selbst.
- Übernahme: Oktober 2025, LASK vor dem vorletzten Platz
- Erfolg: Double in der Saison nach der Übernahme
- Vertragsende: im kommenden Jahr
- Champions-League-Spiel: Mittwoch, 21.00 Uhr, Celtic Park
Im Gespräch ging Kühbauer auch auf den Trainermarkt ein: Er nannte Beispiele von Kollegen, die vergleichbare Karrieresprünge geschafft hätten – etwa durch Engagements in Deutschland oder in anderen Topligen. Gleichzeitig verwies er auf die Realität des Marktes und die Notwendigkeit, Angebote abzuwägen.
Zwischen Temperament und Professionalität
Der LASK-Coach sprach über sein Verhältnis zu den Spielern und seine Rolle im Klub. Bekannt ist Kühbauer auch für seine Emotionalität: Nach einem hitzigen Derby hatte er einem Gegenspieler das Shakehands verweigert – ein Vorfall, der in der Berichterstattung erwähnt wurde und auf sein temperamentvolles Auftreten hinweist. Zugleich betonte er, dass er sich aktuell voll auf die sportlichen Aufgaben und die internationalen Spiele konzentriere.
Als Beispiel für Karrierewege nannte Kühbauer den früheren Ried-Trainer, der nach einem Wechsel in die zweite deutsche Bundesliga beim Traditionsklub Karlsruher SC sportlich erfolgreich startete. Solche Fälle zeigten, dass Angebote kommen können – dennoch machte Kühbauer unmissverständlich klar, dass ein Angebot allein nicht automatisch zu einem Wechsel führe.
| Faktor | Status |
|---|---|
| Trainer | Dietmar Kühbauer |
| Vertrag | Laufzeit bis nächstes Jahr |
| Sportliche Lage | Meister, Double gewonnen |
| Nächster Gegner | Celtic FC (Glasgow), Play-off-Hinspiel |
Der öffentliche Auftritt Kühbauers zielt darauf ab, Ruhe zu signalisieren: Er will das Momentum mit dem Team nutzen und die internationale Phase der Saison mit der maximal möglichen Konzentration angehen. Für den LASK bedeutet das Festhalten an der Trainerbank Stabilität vor einem Spiel, das sportlich wegweisend sein kann.
Internationale Auftritte bringen nicht nur sportliche Herausforderungen, sondern auch mediale und wirtschaftliche Effekte für den Klub. Sollte Kühbauer den Kurs halten, dürfte das für die Mannschaft und das Umfeld ein klares Bekenntnis zu Kontinuität und Ambition sein – zwei Aspekte, die in der laufenden Saison bereits Früchte getragen haben.
Das Augenmerk richtet sich nun auf Glasgow: Der Ausgang des Hinspiels könnte die Diskussion über Trainerverbleib oder -wechsel weiter befeuern – oder sie zum Schweigen bringen, wenn der LASK eine starke Leistung zeigt.