Der Titelverteidiger LASK setzte am Freitagabend im Oberösterreich-Derby gegen die SV Ried ein klares Zeichen: Nach einem frühen Rückstand drehte die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer die Partie und gewann in der Raiffeisen Arena mit 4:1. Damit bleibt der LASK in der Admiral Bundesliga ungeschlagen und sammelt Selbstvertrauen vor dem wichtigen Play-off-Hinspiel in der Champions League gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow.
Früher Schock, rasche Antwort
Die 14.507 Zuschauer sahen zunächst eine Überraschung: Bereits in der 8. Minute brachte Pape Sissoko die Gäste in Führung. Ried nutzte in dieser Szene eine Ungenauigkeit in der Linzer Vorwärtsbewegung, Sissoko blieb nach einem Rutschen erfolgreich.
Die Reaktion des Meisters kam prompt und effektiv. Nur zwei Minuten nach dem Rückstand sorgte Samuel Adeniran mit einem platzierten Schuss ins lange Eck für den Ausgleich. In der Folge übernahm LASK zunehmend das Kommando und setzte die Rieder Abwehr wiederholt unter Druck.
Entscheidung vor der Pause, Joker macht den Deckel drauf
In einer Phase, in der Ried defensiv Lücken zeigte, nutzte LASK seine Chancen konsequent: Moses Usor brachte die Linzer nach einem Lupfer von der Offensive wieder in Führung (17.), Adeniran stellte nach Vorarbeit von Melayro Bogarde noch vor der Halbzeit auf 3:1 (27.).
Nach dem Seitenwechsel machte schließlich der eingewechselte Christoph Lang per Konter den vierten Treffer (57.), stellte damit die Weichen endgültig auf Sieg und krönte eine souveräne Teamleistung.
„Joker“ Christoph Lang
- Ergebnis: LASK – SV Ried 4:1
- Zuschauer: 14.507
- Besonderheit: Rote Karte für Robert Ljubičić (74.)
Statistik: Torszenen auf einen Blick
| Minute | Torschütze | Bemerkung |
|---|---|---|
| 8' | Pape Sissoko (Ried) | Früher Führungstreffer |
| 10' | Samuel Adeniran (LASK) | Ausgleich |
| 17' | Moses Usor (LASK) | Führung per Lupfer |
| 27' | Samuel Adeniran (LASK) | 3:1 nach Vorlage Bogarde |
| 57' | Christoph Lang (LASK) | Entscheidung per Konter |
Fazit und Ausblick
Die Partie bot für den LASK mehrere positive Signale: Effektivität vor dem Tor, gefährliche Umschaltmomente und individuelle Durchschlagskraft, vor allem durch Adeniran und Usor. Die frühe Reaktion auf den Rückstand unterstreicht die mentale Stärke der Mannschaft.
Ein Wermutstropfen bleibt die Rote Karte für Robert Ljubičić nach einem Foul in der 74. Minute. Obwohl die Unterbrechung den Spielverlauf nicht mehr drehte, könnten Sperren oder Gelbsperren das Personal für die kommenden Aufgaben beeinflussen. Besonders im Hinblick auf das Play-off-Hinspiel in Glasgow ist die Verfügbarkeit aller Schlüsselspieler für den LASK von Bedeutung.
Trainer Kühbauer kann aus dieser Partie positive Schlüsse ziehen: Die Durchschlagskraft im Offensivspiel stimmt, die Konterabsicherung funktionierte überwiegend, und die Mannschaft zeigte Reife, ein frühes Gegentor wegzustecken. Vor dem Auftritt gegen Celtic bleibt allerdings zu beobachten, wie sich die Belastung und die eventuellen Kartenstrafen auf die Startelf auswirken.
Für die SV Ried bedeutete die Niederlage eine bittere Lektion: Trotz eines gelungenen Beginns riss die Defensive zu viele Lücken, die der Meister sofort bestrafte. Die Rieder müssen die Fehleranalyse strikt angehen, um in den kommenden Ligapartien wieder stabilere Ergebnisse zu erzielen.
Insgesamt war das Derby ein Statement des LASK: Der Meister präsentiert sich in Form und mit klarer Zielsetzung – nun folgt die Herausforderung auf internationaler Bühne. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Linzer die Form konservieren können.