Der Traum von der Champions League ist für Roter Stern Belgrad vorerst ausgeträumt. Im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde verlor der serbische Meister zuhause gegen Hapoel Beer Scheva mit 0:2 und schied damit nach dem 0:1-Hinspiel aus.
Einwechslungen der ÖFB-Legionäre bleiben ohne Wirkung
Die beiden österreichischen Auslandsspieler Marko Arnautović und Muhamed Cham kamen jeweils von der Bank, konnten das Ergebnis jedoch nicht mehr drehen. Arnautović wurde zur Pause eingewechselt, Cham betrat das Feld in der 72. Minute. Trotz der Versuche, das Spiel noch zu wenden, blieb Roter Stern ohne Tor.
Damit enden die Hoffnungen des Vereins auf die Teilnahme an der Königsklasse bereits in der dritten Runde der Qualifikation. Hapoel Beer Scheva zieht in die nächste Runde ein und trifft dort im Play-off auf den aserbaidschanischen Meister Sabah FK.
Weitere Entscheidungen in der Qualifikation
Auch die übrigen Partien der dritten Runde lieferten Entscheidungsspiele und Überraschungen:
- NEC Nijmegen setzte sich nach Verlängerung zuhause gegen Olympiakos Piräus mit 2:1 durch; das Hinspiel hatte 0:0 geendet. Nijmegen trifft im Play-off auf Bodø/Glimt.
- Bodø/Glimt gewann nach Verlängerung daheim gegen Union Saint-Gilloise mit 3:2 und ist damit weiter im Rennen.
- Slovan Bratislava brachte einen 2:0-Heimsieg gegen Schwedens Meister Mjällby ins Trockene; Verteidiger Kevin Wimmer stand diesmal nicht im Einsatz, kann aber dennoch auf das Weiterkommen hoffen, nachdem das Hinspiel 2:1 endete.
- Bei Union Saint-Gilloise wurde ÖFB-Legionär Raul Florucz im Rückspiel erst in der 121. Minute eingewechselt; im Hinspiel war er noch doppelt erfolgreich (3:3-Hinspiel, Anm.).
| Spiel | Rückspiel | Hinspiel |
|---|---|---|
| Roter Stern Belgrad – Hapoel Beer Scheva | 0:2 | 0:1 |
| NEC Nijmegen – Olympiakos | 2:1 n.V. | 0:0 |
| Bodø/Glimt – Union Saint-Gilloise | 3:2 n.V. | 3:3 |
| Slovan Bratislava – Mjällby | 2:0 | 2:1 |
Folgen für die beteiligten Spieler und Vereine
Für Arnautović und Cham bedeutet das Ausscheiden, dass ihnen die Bühne der Champions League diesmal verwehrt bleibt. International eingesetzte Spieler verlieren nicht nur Prestigepunkte, sondern auch die Möglichkeit, sich in einem der wichtigsten Vereinswettbewerbe Europas zu präsentieren. Für Roter Stern selbst ist das Ausscheiden ein sportlicher Rückschlag, der auch finanzielle Auswirkungen haben kann — die Gruppenphase bringt deutlich größere Einnahmen als abgesprungene Qualifikationsrunden.
Positiv für NEC Nijmegen: Der Klub hält weiter Kurs auf die erste CL-Teilnahme seiner Vereinsgeschichte. Medienberichte nennen zudem einen möglichen Wechsel des bisherigen WAC-Torwarts Nikolas Polster zu Nijmegen; die Ablöse wird kolportiert mit 1,5 Millionen Euro.
In den kommenden Tagen stehen die Play-off-Paarungen an, in denen die verbleibenden Startplätze für die Gruppenphase ausgespielt werden. Für die österreichischen Legionäre heißt das: Saisonauftakt im Klub bleibt wichtig, die internationale Bühne ist für heuer allerdings für manche geschlossen.
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