Der Traum von der Gruppenphase der UEFA Champions League ist für Roter Stern Belgrad geplatzt. Die Serben verloren am Dienstag das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen Israels Meister Hapoel Beer Scheva vor heimischem Publikum mit 0:2 und schieden damit nach dem 0:1 aus dem Hinspiel aus.
ÖFB-Legionäre eingewechselt – Ergebnis bleibt offen
Die beiden ÖFB-Legionäre im Aufgebot von Roter Stern, Marko Arnautović und Muhamed Cham, kamen als Einwechselspieler ins Spiel: Arnautović wurde zur Pause gebracht, Cham in der 72. Minute. Trotz der personellen Wechsel gelang es dem serbischen Meister nicht, das Blatt zu wenden.
Durch das Ausscheiden von Roter Stern steigen die Serben, ebenso wie Österreichs Vizemeister Sturm Graz, in die UEFA Europa League ein und können dort ab der Ligaphase um internationale Punkte kämpfen.
Folgen für die Königsklassen-Qualifikation
Hapoel Beer Scheva trifft im Play-off um einen Platz in der Champions-League-Gruppenphase auf den aserbaidschanischen Meister Sabah FK. Der Sieger dieser Begegnung zieht in die Ligaphase der Königsklasse ein.
- Roter Stern Belgrad: ausgeschieden nach Hin- (0:1) und Rückspiel (0:2).
- Hapoel Beer Scheva: Play-off gegen Sabah FK um CL-Gruppenphase.
- Sturm Graz: startet in der Europa League-Ligaphase.
Weitere internationale Entscheidungen mit ÖFB-Bezug
Auch bei anderen Qualifikationspartien gab es interessante Entscheidungen, die für österreichische Fans und ÖFB-Legionäre von Bedeutung sind:
- NEC Nijmegen setzte sich nach Verlängerung daheim gegen Olympiakos Piräus mit 2:1 durch. Das Hinspiel war 0:0 geendet. Für Nijmegen steht nun im Play-off das Duell mit Bodø/Glimt an.
- Beim niederländischen Klub könnte der frühere WAC-Tormann Nikolas Polster laut Berichten für eine Ablöse von rund 1,5 Millionen Euro unter Vertrag genommen werden.
- Bodø/Glimt, Überraschungsteam der vergangenen Saison, schlug Union Saint-Gilloise nach Verlängerung mit 3:2.
- Der ÖFB-Legionär Raul Florucz war beim 3:3-Hinspiel Doppeltorschütze, wurde bei Union im Rückspiel aber erst in der 121. Minute eingewechselt.
- Slovan Bratislava gewann das Rückspiel gegen Schwedens Meister Mjällby mit 2:0. Verteidiger Kevin Wimmer kam dabei nicht zum Einsatz; durch den 2:1-Erfolg im Hinspiel darf Slovan weiter auf die Champions-League-Teilnahme hoffen.
| Begegnung | Ergebnis (Rückspiel) | Status |
|---|---|---|
| Roter Stern – Hapoel Beer Scheva | 0:2 | Roter Stern ausgeschieden |
| NEC Nijmegen – Olympiakos | 2:1 (n.V.) | Nijmegen im Play-off gegen Bodø/Glimt |
| Bodø/Glimt – Union Saint-Gilloise | 3:2 (n.V.) | Bodø/Glimt im Play-off |
| Slovan Bratislava – Mjällby | 2:0 | Slovan weiter im Rennen |
Bedeutung für österreichische Klubs und Legionäre
Das frühzeitige Aus von Roter Stern tangiert unmittelbar die europäische Struktur: Weil die Serben nicht in die Champions League einziehen, bleibt die Verteilung der Klubwettbewerbe für die kommenden Wochen unverändert – mit Sturm Graz in der Europa League. Für die einzelnen ÖFB-Legionäre bedeutet das Weiterkommen oder Ausscheiden ihrer Klubs unterschiedliche Perspektiven hinsichtlich internationaler Einsätze, Sichtbarkeit und finanzieller Einnahmen.
Sportlich bleibt die Champions-League-Qualifikation ein hartes Pflaster: Kleine Fehler und knappe Hinspielniederlagen wie jene von Roter Stern können das Ausscheiden nach sich ziehen. Die Play-offs versprechen in den kommenden Tagen spannende Entscheidungen, bei denen auch Vereine mit österreichischem Bezug weiter Beachtung finden dürften.
Die nächsten Partien in den Play-offs werden zeigen, welche Teams sich endgültig in die Königsklasse einschreiben und welche in die Europa League umschwenken müssen.