Das vietnamesische Ministerium für Bildung und Ausbildung hat einen Entwurf vorgelegt, der die Obergrenze für Studiengebühren in der Zahnmedizin an staatlichen Hochschulen anheben würde. Die Maßnahme betrifft insbesondere die Ausbildung in Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und soll ab dem Studienjahr 2026/27 gelten.
Was vorgeschlagen wird
Nach dem Entwurf des geänderten Regierungsdekrets zur Regelung von Studiengebühren, Befreiungen und Unterstützungsleistungen soll die monatliche Obergrenze für Studiengebühren in der betreffenden zahnmedizinischen Spezialisierung an staatlichen, nicht vollständig finanziell autonomen Hochschulen von derzeit 2,66 Millionen VND auf 3,5 Millionen VND pro Student erhöht werden. Für alle übrigen Studienrichtungen bleiben die Obergrenzen im akademischen Jahr 2026/27 laut Entwurf unverändert.
Begründung und Folgen
Das Ministerium begründet die Anpassung mit dem höheren Aufwand der zahnmedizinischen Ausbildung: Es handle sich um ein spezialisiertes Fachgebiet mit aufwendigen praktischen Lehrelementen und teuren Praktika. Die medizinischen Fakultäten hätten diese Erhöhung vorgeschlagen, um den tatsächlichen Kosten besser Rechnung zu tragen. Konkrete Aussagen zu erwarteten Einnahmen, Entlastungsmaßnahmen für bedürftige Studierende oder flankierenden Unterstützungsangeboten enthält der Entwurf in der öffentlich zugänglichen Zusammenfassung nicht.
Wer betroffen ist
- Studierende in der Spezialisierung Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an staatlichen Hochschulen, die ihre Betriebskosten derzeit nicht vollständig decken können.
- Hochschulen und Fakultäten, die ihre Gebührenstruktur anpassen müssen und dadurch ihren Haushaltsplan neu kalkulieren.
- Bewerberinnen und Bewerber, deren Auswahlchancen und Studienfinanzierung sich durch veränderte Gebührenbelastungen verschieben können.
Details zu anderen Studiengebühren
Der Entwurf enthält zudem eine Übersicht geplanter Höchstbeträge für verschiedene Fachrichtungen an Hochschulen, die noch nicht finanziell autonom sind. Einige der im Entwurf genannten Werte lauten:
| Fachbereich (Auszug) | Höchstbetrag 2026/27 (tausend VND/Monat) |
|---|---|
| Erziehungswissenschaft und Lehrerausbildung | 714 — 1.790 |
| Kunst | 721 — 1.710 |
| Wirtschaft, Management, Recht | 734, 738 — 1.790 |
| Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften | 742, 744 — 1.930 |
Die Aufstellung im Entwurf listet weitere Fachkategorien und zugehörige Codes; sie dient als Rahmen für die Kalkulation der Höchstbeträge, wobei die konkrete Anwendung je Hochschule variieren kann.
Offene Fragen und Auswirkungen
Die vorgeschlagene Erhöhung wirft mehrere Fragen auf, die für Studierende, Eltern und Lehrende relevant sind: Wird es zusätzliche Förderungen oder Ermäßigungen für finanziell benachteiligte Studierende geben? Wie reagieren Universitäten auf die höhere Obergrenze — werden sie sie ausschöpfen oder moderat bleiben? Und welche Auswirkungen hat die Anpassung auf die Aufnahmeverfahren, Studienwahl und das Angebot an Praktikumsplätzen?
Das Bildungsministerium hat den Entwurf veröffentlicht; er ist noch nicht in Kraft. Parteien, Bildungseinrichtungen und Interessensvertreter können Stellungnahmen abgeben, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Für betroffene Studierende bleibt wichtig, die Fristen und möglichen Unterstützungsangebote im Auge zu behalten und bei Bedarf frühzeitig Beratungsstellen oder Stipendienprogramme in Anspruch zu nehmen.
Diese Meldung fasst den aktuellen Entwurfsstand zusammen. Weitere Details ergeben sich aus dem vollständigen Text des Entwurfs und den anschließenden Beratungen.