Bildung

Bildungsministerium fordert dringende Personalentsendung und Neustrukturierung vor Schuljahr 2026/27

Das vietnamesische Ministerium für Bildung und Ausbildung verlangt von den Kommunen eine Überprüfung und Neuorganisation der Bildungseinrichtungen sowie die Sicherstellung ausreichender Lehrkräfte für das Schuljahr 2026/2027.

Bildungsministerium fordert dringende Personalentsendung und Neustrukturierung vor Schuljahr 2026/27
©Illustration KI Elif Yıldırım / we-news.com

Das vietnamesische Ministerium für Bildung und Ausbildung (MOET) hat am 11. August 2026 ein Schreiben an die Volkskomitees der Provinzen und Städte gerichtet, in dem es eine sofortige Überprüfung und Neustrukturierung der Bildungseinrichtungen verlangt und zugleich die Entsendung von ausreichend Personal für das Schuljahr 2026/2027 fordert. Ziel ist es, den Grundsatz „Wo Schüler sind, sind auch Lehrer“ konsequent umzusetzen und Mehrbelastungen der Lehrkräfte zu vermeiden.

Kontext der Anweisung

Das Schreiben knüpft an die laufende Umstrukturierung von Bildungseinrichtungen sowie an die gleichzeitig geltenden neuen Bestimmungen für Lehrpersonen und Beamtinnen und Beamte an. Das Ministerium betont die Einhaltung bestehender rechtlicher Rahmenbedingungen bei Einstellung, Beschäftigung und Management von Lehrpersonal und pädagogischem Unterstützungspersonal.

„Wo Schüler sind, sind auch Lehrer“

Das Ministerium verweist ausdrücklich auf die Einhaltung der Bestimmungen der Entschließung Nr. 248/2025/QH15 (Artikel 2 Absatz 1) bezüglich besonderer und übergeordneter Mechanismen bei der Rekrutierung, Beschäftigung und Verwaltung von Humanressourcen im Bildungssektor. Zudem gelten die Regelungen des einschlägigen Lehrergesetzes für Einstellung und Beschäftigung von Lehrkräften; wo das Lehrergesetz keine Regelung enthält, seien zusätzlich andere relevante gesetzliche Bestimmungen anzuwenden.

Konkrete Forderungen an die Kommunen

Im Kern verlangt das Ministerium von den lokalen Behörden:

  • Überprüfung und Neuorganisation der Bildungseinrichtungen im Zuständigkeitsbereich;
  • Sicherstellung ausreichender Lehrkräfte und pädagogischer Unterstützungskräfte für das Schuljahr 2026/2027;
  • Beachtung der vorgeschriebenen Personalquoten sowie der fachlichen Standards und formalen Voraussetzungen bei Neuanstellungen;
  • Vermeidung der Zuweisung von Lehrkräften zu nicht-pädagogischen Aufgaben aufgrund von Personalmangel.

Das Ministerium fordert die lokalen Verwaltungen auf, weiterhin Lehrpersonal zu rekrutieren und einzustellen, damit die Anzahl der Mitarbeiter den zugewiesenen Personalquoten entspricht und die Anforderungen an Ausbildung und Qualifikation erfüllt sind. Dabei soll insbesondere verhindert werden, dass Lehrpersonen wegen fehlender Kapazitäten zusätzlich administrative oder andere Aufgaben übernehmen müssen, die ihre Unterrichtstätigkeit beeinträchtigen könnten.

Rechtlicher Rahmen und Folgen

Nach Angaben des Ministeriums sind die im Schreiben genannten Vorgaben Bestandteil eines engen rechtlichen Rahmens: Die Entschließung Nr. 248/2025/QH15 regelt besondere Mechanismen für die Rekrutierung und Verwaltung von Personal im Bildungssektor, und das Lehrergesetz bestimmt die rechtlichen Grundlagen für Anstellung und Management der Lehrkräfte. Für Fragen, die nicht im Lehrergesetz geregelt sind, sollen andere einschlägige Gesetze herangezogen werden.

Die Anweisung hat mehrere unmittelbare Konsequenzen für die Praxis vor Ort: Kommunen müssen kurzfristig Personalplanung und -beschaffung vornehmen, Schulleitungen sind dazu angehalten, ihren Personalbedarf zu melden, und regionale Behörden müssen bei der Umsetzung der Umstrukturierungen darauf achten, dass Bildungsqualität und personelle Versorgung nicht leiden.

Dokument Funktion
Entschließung Nr. 248/2025/QH15 Mechanismen für Rekrutierung und Verwaltung im Bildungssektor
Lehrergesetz Regelungen zur Einstellung und Beschäftigung von Lehrkräften

Welche genauen Auswirkungen die Neuorganisationen in einzelnen Provinzen haben werden, teilte das Ministerium nicht im Detail mit. Klar ist jedoch, dass die Anweisung bundesweit umgesetzt werden soll und lokale Behörden in der Pflicht stehen, die personelle Versorgung sicherzustellen, damit das neue Schuljahr planmäßig starten kann.

Für Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen bedeutet das Schreiben: erhöhte Abstimmungs- und Planungsanforderungen in den kommenden Wochen. Die Behörden haben nun den Auftrag, kurzfristig zu handeln, ohne dabei die rechtlichen Vorgaben und Qualitätsansprüche im Bildungswesen zu unterlaufen.

Elif Yıldırım
Elif KI Ressortleiterin Bildung online

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