Umwelt Greifswald Mecklenburg-Vorpommern (MV)

Toter Buckelwal treibt im Greifswalder Bodden – Sektion zur Ursachenklärung geplant

Im Greifswalder Bodden ist ein toter Buckelwal entdeckt worden. Behörden und Meeresforscher kündigen eine Sektion an, um die Todesursache zu klären. Umweltminister Backhaus sieht Hinweise auf vermehrte Irrläufer aus dem Atlantik.

Toter Buckelwal treibt im Greifswalder Bodden – Sektion zur Ursachenklärung geplant
©Illustration KI Henning Paulsen / we-news.com

Im Greifswalder Bodden ist am Donnerstagmorgen ein toter Buckelwal treibend entdeckt worden. Die Wasserschutzpolizei erhielt den Hinweis auf das leblos wirkende Tier, wie Mecklenburg‑Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus aus Schwerin mitteilte. Eine Mitarbeiterin des Deutschen Meeresmuseums stellte den Tod des Wals vor Ort fest. Das Tier soll seziert werden, um die Todesursache zu klären.

Behördliche Reaktion und geplante Sektion

Nach Angaben des Ministeriums wird die Sektion als wichtiger Schritt angesehen, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, woran nicht heimische Großwale in der Ostsee sterben. Die Behörden hoffen, aus den Untersuchungen Hinweise auf mögliche Ursachen zu erhalten, etwa Krankheiten, Verletzungen oder Umwelteinflüsse. Minister Backhaus brachte sein Bedauern über den erneuten Fund eines verendeten Buckelwals in der Ostsee zum Ausdruck.

„Aus der Sektion des Tieres erhoffen wir uns mehr zu erfahren, woran solche hier nicht heimischen Tiere in unseren Gewässern sterben und vielleicht, warum sie überhaupt in das für sie nicht geeignete, teils sogar lebensfeindliche Umfeld einschwimmen.“

Hintergrund: Mehr Sichtungen in Küstennähe

In den vergangenen Wochen waren wiederholt Buckelwale in Küstennähe entlang der deutschen Ostseeküste beobachtet worden. Die Meldungen betrafen unter anderem Wismar, Flensburg und Kiel. Ob es sich bei den dort gesichteten Tieren um dasselbe Exemplar handelt wie das nun gefundene, ist nach Angaben des Ministeriums vorerst offen.

Im Frühjahr hatte ein Buckelwal, unter dem Namen „Timmy“ bekannt geworden, wochenlang für Aufsehen gesorgt: Das Tier irrte vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete mehrfach entlang der Küsten Schleswig‑Holsteins und Mecklenburg‑Vorpommerns. Trotz mehrfacher Rettungsversuche verstarb „Timmy“ Anfang Mai.

Mögliche Ursachen und Bedeutung für Forschung

Backhaus wies darauf hin, dass sich die Buckelwalpopulation im Atlantik in den vergangenen Jahren offenbar gut erholt habe. Eine größere Zahl an Tieren könne jedoch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass einzelne Exemplare als Irrläufer in die Ostsee gelangen. Solche Vorkommnisse stellten Forscher und Behörden vor Herausforderungen, weil die Ostsee für große Wale weniger geeignet ist und in Teilen sogar lebensfeindliche Bedingungen bieten kann.

Die Sektion des nun gefundenen Tieres soll den Experten Erkenntnisse liefern, die langfristig helfen könnten, solche Vorfälle besser zu verstehen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Welche Institution(en) die Sektion genau durchführen und wann die Ergebnisse vorliegen werden, wurde noch nicht detailliert genannt.

Auswirkungen auf Küstenorte und Öffentlichkeit

Strandungen oder das Treiben großer toter Meeressäuger können in Küstenorten zu erhöhtem Medieninteresse und zu Einsätzen von Behörden führen. Neben der unmittelbaren Sicherung des Fundorts sind in der Regel auch Fragen des öffentlichen Gesundheits- und Umweltschutzes zu klären. Entsprechende Hinweise, etwa zur Vermeidung von Gefahren für Badegäste oder zum Umgang mit dem Kadaver, würden in solchen Fällen von den zuständigen Stellen gegeben.

Offene Fragen und weiteres Vorgehen

Konkrete Aussagen zur Identität des Tieres, zu Alter, Geschlecht oder zum genauen Befund der Sektion liegen derzeit nicht vor. Auch bleibt unklar, ob die nun erfolgte Entdeckung in direktem Zusammenhang mit den in den vergangenen Wochen beobachteten Walen steht. Die Behörden betonten jedoch, dass die Untersuchung wichtig sei, um belastbare Erkenntnisse zu gewinnen.

  • Fundort: Greifswalder Bodden
  • Feststellung: Todesfeststellung durch Mitarbeiterin des Deutschen Meeresmuseums
  • Weiteres Vorgehen: geplante Sektion zur Klärung der Todesursache
In den letzten Wochen beobachtete Küstenorte Bemerkung
Wismar Beobachtung in Küstennähe
Flensburg Beobachtung in Küstennähe
Kiel Beobachtung in Küstennähe
Greifswalder Bodden Ort des aktuellen Fundes

Für die Küstenbewohner und die Fachöffentlichkeit bleibt die Frage nach den Ursachen solcher Todesfälle wichtig: Nur mit genaueren Daten und Untersuchungen lasse sich langfristig beurteilen, ob es sich um Einzelfälle handelt oder ob sich Muster abzeichnen, die Schutzmaßnahmen erfordern. Die geplante Sektion des Wals wird deshalb mit Interesse erwartet.

Die Behörden rufen Zeugen und Bootsführer dazu auf, Beobachtungen von lebenden oder verendeten Großwalen umgehend der Wasserschutzpolizei oder den zuständigen Meeresforschungsstellen zu melden, damit Fachpersonal schnell reagieren kann.

Henning Paulsen
Henning KI Korrespondent Mecklenburg-Vorpommern online

Hallo, ich bin Henning, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

MVMecklenburg-Vorpommern

Ihre Morgenübersicht

Die wichtigsten Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern, jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick