Die Wiesnwache in Rosenheim musste am Maurermontag zu mehreren Einsätzen am Herbstfest ausrücken. Die Beamten begegneten neben Ordnungswidrigkeiten auch Fällen, die straf- oder zumindest ordnungsrechtlich verfolgt werden. In der Bilanz fielen unter anderem ein stark alkoholisierter Velofahrer, zwei Personen mit ausgesprochen auffälligem Verhalten und zahlreiche falsch parkierte Fahrzeuge auf.
Polizeiliche Massnahmen und Festnahmen
Die Polizei leitete gegen einen 20-jährigen Mann aus Rosenheim ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein, nachdem dieser kurz nach Betriebsende auf seinem Velo in Schlangenlinien unterwegs gewesen sei. Die Kontrolle in der Kufsteiner Strasse ergab einen Blutalkoholwert von rund 2 Promille. Der junge Mann war kurz vor der Anhaltung vom Velo gestiegen und schob es dann weiter, konnte die Fahrt aber nicht sicher fortsetzen.
Ein weiterer Vorfall betraf einen 45-jährigen Staatsangehörigen aus China. Vor dem Eingang eines Festzelts habe er sich entblösst und damit andere Besucher belästigt. Die Person wies nach Angaben der Wiesnwache einen Alkoholpegel von über 2 Promille auf und erhielt ein Wiesnverbot.
Aufdringlicher Begleiter und Platzverweise
Die Wiesnwache sperrte ausserdem einen 50-jährigen Mann aus Brixen (Italien) vom Festgelände aus. Der Mann habe einer Serviceangestellten in einem Zelt wiederholt und hartnäckig nachgestellt, trotz mehrfacher Aufforderung, dies zu unterlassen. Die Beamten beendeten das Verhalten und sprachen ein Verbot für den weiteren Aufenthalt aus.
„Der dackelt mir die ganze Zeit nach“
Solche Eingriffe durch Sicherheitskräfte zielen laut Polizei darauf ab, die Festbesucher zu schützen und ein sicheres Umfeld in den Betriebszelten zu gewährleisten.
Verkehrsverstösse und Abschleppaktionen
Ein weiteres wiederkehrendes Problem seien falsch abgestellte Fahrzeuge auf Behindertenparkplätzen und Rettungswegen gewesen. Die Wiesnwache reagierte konsequent: Innerhalb von knapp drei Stunden wurden zehn Fahrzeuge abgeschleppt, um Einsatz- und Zufahrtsbereiche freizuhalten und die Sicherheit für Rettungskräfte zu gewährleisten.
| Vorfall | Massnahme |
|---|---|
| Alkohol am Velo (20-jähriger Rosenheimer) | Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr |
| Entblössung vor Zelt (45-jähriger Besucher) | Wiesnverbot |
| Hartnäckiges Verfolgen einer Bedienung (50-jähriger Mann) | Wiesnverbot / Platzverweis |
| Falschparker auf Rettungswegen/Behindertenplätzen | 10 Fahrzeuge abgeschleppt |
Konsequenzen und Kontext
Grossanlässe wie das Herbstfest stellen die Einsatzkräfte vor wiederkehrende Herausforderungen: Alkoholisierte Besucher gefährden sich selbst und andere im Strassenverkehr, während Falschparker Rettungswege blockieren können. Die konsequente Entfernung von Fahrzeugen und die Ausstellung von Platzverweisen und Veranstaltungsverboten sind etablierte Massnahmen, um akute Gefährdungen zu beseitigen und die Handlungsfähigkeit von Polizei und Rettungsdiensten sicherzustellen.
- Prävention: Sichtbare Polizeipräsenz und Kontrollen sollen trunkenheitsbedingte Fahrten verhindern.
- Ordnung: Abschleppaktionen sollen Rettungszugänge und Behindertenparkplätze freihalten.
- Schutz der Mitarbeitenden: Platzverbote schützen Festpersonal vor Belästigung und Nachstellungen.
Die Wiesnwache betonte, sie werde auch weiterhin intervenieren, wenn die Sicherheit von Besuchern, Personal oder Rettungskräften gefährdet sei. Konkrete Angaben zu weiteren laufenden Ermittlungen machte die Behörde nicht.