Am Samstag, 8. August, ereigneten sich im Kanton Schwyz vier Selbstunfälle mit Velofahrenden. Betroffene wurden in Buttikon, Freienbach, Oberiberg und Reichenburg mit unterschiedlichen Verletzungen ins Spital gebracht. Zu den Schweregraden der Verletzungen machte die Kantonspolizei keine konkreten Angaben.
Polizei rät, Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen
Die Kantonspolizei Schwyz weist in einer Mitteilung darauf hin, dass insbesondere bei den aktuell sommerlichen Temperaturen die körperliche Belastung zunimmt und Velofahrende ihre eigene Leistungsfähigkeit richtig einschätzen sollten.
«Die Kantonspolizei Schwyz macht darauf aufmerksam, dass es gerade bei hohen Temperaturen wichtig ist, die eigene Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen und die Fahrt bei Bedarf zu unterbrechen»so die Behörden.
Hitze kann verschiedene Effekte haben, die das Fahrverhalten negativ beeinflussen: Flüssigkeitsmangel, vorzeitige Erschöpfung und eine nachlassende Konzentrationsfähigkeit. Dies gilt laut Polizei besonders bei längeren oder anspruchsvollen Abfahrten, auf ungewohnten Strecken oder bei zu hohem Tempo.
Konkrete Empfehlungen der Kantonspolizei
Die Polizei fasst mehrere praktische Hinweise zusammen, die das Unfallrisiko reduzieren sollen:
- Genügend trinken: Bei hohen Temperaturen verliert der Körper mehr Flüssigkeit. Regelmässiges Trinken und ausreichende Mitnahme von Getränken werden empfohlen.
- Pausen einplanen: Auf langen oder anstrengenden Touren sollten regelmässige Pausen vorgesehen werden.
- Kräfte richtig einschätzen: Tempo an körperliche Verfassung anpassen; nicht übermüdet weiterfahren.
- Velo überprüfen: Vor Fahrtbeginn Bremsen, Reifen und Beleuchtung kontrollieren.
- Helm tragen: Ein gut sitzender Velohelm reduziert das Risiko schwerer Kopfverletzungen.
Lokale Auswirkungen und Hinweise für Pendelnde und Freizeitvelofahrende
Die vier Unfälle zeigen, dass Selbstunfälle in verschiedenen Gemeinden des Kantons auftreten können und nicht auf einen bestimmten Ort beschränkt sind. Insbesondere Freizeitvelofahrende, die wegen des schönen Wetters vermehrt unterwegs sind, sollten ihre Touren in Hinblick auf Hitze und Schwierigkeitsgrad planen.
Für Pendelnde gilt: Auch kurze Strecken können bei grosser Hitze belastend sein. Wer sich bereits beim Aufstieg müde fühlt oder ungewöhnliche Symptome wie Schwindel oder Übelkeit wahrnimmt, soll die Fahrt unterbrechen und eine kühlere, schattige Stelle aufsuchen.
Tabelle: Wichtige Checks vor der Velo-Fahrt
| Vor der Fahrt | Warum |
|---|---|
| Bremsen prüfen | Funktion gewährleistet Kontrolle bei Abfahrten |
| Reifendruck kontrollieren | Vermeidet Platten und erhöht die Fahrstabilität |
| Beleuchtung testen | Verbessert Sichtbarkeit bei Dämmerung oder Tunnel |
| Helm korrekt anpassen | Schützt den Kopf bei Stürzen |
Wie sich Velofahrende im Notfall verhalten sollten
Die Meldung selber nennt keine Details zu Ursachen der einzelnen Stürze. Unabhängig davon gelten bei einem Unfall folgende Schritte: Erste Hilfe leisten, bei schweren Verletzungen sofort den Rettungsdienst alarmieren (Telefon 144) und die Unfallstelle sichern, um weitere Gefährdungen zu vermeiden. Die Kantonspolizei rät ausserdem, wenn möglich Begleitpersonen oder andere Verkehrsteilnehmende zu informieren.
Die Polizei betont, dass viele Vorfälle verhindert werden können, wenn Fahrende ihre Kräfte realistisch einschätzen und einfache Sicherheitsmassnahmen beachten. Angesichts der sommerlichen Temperaturen ist besondere Vorsicht angezeigt.
Die Kantonspolizei Schwyz wünscht allen Velofahrenden eine sichere Fahrt und erinnert an die Eigenverantwortung im Strassenverkehr.