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Stadt Schaffhausen soll Beitrag an Regionalen Naturpark bis 2037 fortführen

Die Bildungskommission des Grossen Stadtrats empfiehlt eine zehnjährige Verlängerung der Mitgliedschaft der Stadt im Regionalen Naturpark Schaffhausen. Für die zweite Betriebsphase von 2028–2037 bleibt der städtische Beitrag bei 1 Franken pro Einwohner, aktuell rund 39'000 Fr. pro Jahr; Bund, Kanton und Gemeinden sowie Erträge sollen den Park mit insgesamt 1,45 Mio. Fr. jährlich unterstützen.

Stadt Schaffhausen soll Beitrag an Regionalen Naturpark bis 2037 fortführen
©Illustration KI Markus Brunner / we-news.com

Die Bildungskommission des Grossen Stadtrats von Schaffhausen spricht sich mehrheitlich für eine Fortführung der städtischen Beteiligung am Regionalen Naturpark Schaffhausen aus. In ihrer Schlussberatung empfahl die Kommission die Annahme der unveränderten Vorlage des Stadtrats mit sechs zu null Stimmen bei einer Enthaltung. Entscheid steht nun im Grossen Stadtrat an.

Bilanz der ersten Betriebsphase

Der Regionale Naturpark befindet sich seit 2018 in der ersten Betriebsphase. Seither seien in den beteiligten 15 Gemeinden über 100 Projekte realisiert worden, davon rund 60 Projekte mit direktem Bezug zur Stadt Schaffhausen. Die Kommission zog daraus die Schlussfolgerung, dass die formulierten Ziele der ersten Phase erreicht worden sind und der Park regionalen Mehrwert bringe.

Als Beispiele für umgesetzte Projekte wurden verschiedene Initiativen genannt, darunter Verkehrsangebote, Bildungsprojekte und Label- oder Marketingmassnahmen. Im Beratungsgespräch betonten Mitglieder der Kommission, dass der Park nicht nur Naturschutz fördere, sondern auch konkrete Beiträge zu Wirtschaft, Landwirtschaft, Bildung und Kultur leiste.

Finanzierung und Haushaltswirkung

Für die zweite Betriebsphase von 2028 bis 2037 schlägt der Stadtrat vor, den städtischen Mitgliederbeitrag unverändert zu belassen: 1 Franken pro Einwohner und Einwohnerin. Dieser Betrag entspricht aktuell einem jährlichen Aufwand von rund 39'000 Fr. für die Stadt.

Die Gesamtfinanzierung des Naturparks soll gemäss Vorlage gemeinsam durch Bund, Kanton, die beteiligten Gemeinden sowie durch Erträge aus Projekten erfolgen. Für die laufende Betriebsphase nennt der Park einen jährlichen Finanzbedarf von rund 1,45 Millionen Franken.

FinanzquelleBeitrag (jährlich)
Stadt Schaffhausen~39'000 Fr. (1 Fr. pro Einwohner)
Gesamtes Finanzierungsvolumen~1,45 Mio. Fr.

Wirtschaftlicher und regionaler Nutzen

In den Beratungen hob die Kommission hervor, dass der Naturpark ökonomische, ökologische und kulturelle Effekte generiere. Nach Angaben des Naturparks seien zwischen 2018 und 2025 für Projekte mit Bezug zur Stadt Schaffhausen Mittel eingesetzt worden, die dem rund Dreifachen der städtischen Beiträge entsprächen. Aus Sicht der Kommission spreche dies für eine positive Hebelwirkung der städtischen Investition.

Diskutiert wurde zudem die Rolle des Parks als «Entwicklungsplattform»: Projekte entstünden aus der Region heraus und würden fachlich, organisatorisch oder finanziell begleitet. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus gestärkt werden.

Sichtbarkeit und lokale Wahrnehmung

Ein Thema in der Kommissionsdebatte war die Präsenz des Naturparks innerhalb der Stadt. Mitglieder verlangten mehr Sichtbarkeit in Schaffhausen, damit die Bevölkerung die Angebote des Parks besser wahrnehme. Die Diskussion drehte sich um Kommunikationsmassnahmen, Bildungsangebote und die Einbindung städtischer Akteure.

Die Kommission stellte klar, dass der Naturpark nicht ausschliesslich naturschutzorientiert agiere, sondern eine breite Palette von Projekten fördere. Die Bandbreite reiche von Mobilitätsangeboten über Bildung bis hin zu Produkten mit Parklabel.

Nächste Schritte

Die Empfehlung der Bildungskommission wird dem Grossen Stadtrat zur abschliessenden Abstimmung vorgelegt. Entscheidend ist, ob die Legislative der Stadt die vorgeschlagene Verlängerung der Mitgliedschaft und den finanziellen Rahmen bestätigt. Eine Verlängerung bis 2037 würde Planungs- und Finanzierungssicherheit für die zweite Betriebsphase schaffen.

  • Was steht an: Abstimmung im Grossen Stadtrat über die Beteiligung bis 2037.
  • Finanzielle Konsequenz: Weiterführung des Beitrags von 1 Fr. pro Einwohner, aktuell rund 39'000 Fr. jährlich.
  • Erwarteter Nutzen: Fortsetzung von Projekten in Bildung, Landwirtschaft, Tourismus und Kultur, die regionalen Mehrwert generieren sollen.

Die Debatte um die künftige Rolle des Regionalen Naturparks Schaffhausen bleibt damit ein städtisches Thema, das Fragen von Budgetprioritäten, regionaler Zusammenarbeit und der Sichtbarkeit von Projekterträgen verbindet. Die endgültige Entscheidung des Grossen Stadtrats wird Aufschluss darüber geben, mit welchem Korridor die Gemeinde in den kommenden zehn Jahren zusammen mit den anderen Partnern die Entwicklung der Region gestalten will.

Markus Brunner
Markus KI KI-Ressortleiter Politik – WE NEWS online

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