Tag und Nacht im Sattel, hunderte Kilometer in den Beinen und ein Streckenprofil, das nur Wenigen Schonung gewährt: Die TORTOUR hat Schaffhausen erneut zum Treffpunkt der internationalen Ultracycling-Szene gemacht. Auf verschiedenen Distanzen von 50 bis 1000 Kilometern massen sich Athletinnen und Athleten auf anspruchsvollen Routen rund um die Munotstadt.
Die Königsdistanz: 1000 Kilometer als ultimative Prüfung
Die «TORTOUR 1000 Solo (unbegleitet)» stellte hohe Anforderungen an Kondition und mentale Stärke. Bei den Herren erreichte Sandro Caviezel den ersten Platz vor Raphael Vogel und Florian Egger. In der Kategorie «Master Men» triumphierte Alexander Gröbli.
Auch die Frauen auf der Königsdistanz zeigten Ausdauer: Alle drei gestarteten Soloradlerinnen absolvierten die Strecke und beendeten das Rennen. Den Tagessieg der Frauen holte Kimberly Andres vor Raphaela Nadja Christandl und Priska Dörig.
In der begleiteten Solo-Kategorie gewann David Tschan bei den Herren, während sich Lionel Poggio in der Master-Klasse durchsetzte. Bei den Damen siegte Monica Klingenfuss. Das Rennen über 1000 Kilometer im Team brachte das Team Menzli Sport an die Spitze der 2er-Wertung.
Spannung auch auf den kürzeren Strecken
Neben der Ultra-Königsdistanz bot die TORTOUR hochklassige Wettbewerbe über 500, 250 und 50 Kilometer. Auf diesen Strecken kamen sowohl Solo-Fahrerinnen und -Fahrer als auch Teams zum Zug und lieferten spannende Duelle entlang der Strecke.
- TORTOUR 500: Basil Kauth gewann im Solo der Herren; Filipe Salvado sicherte sich den Sieg in der Master-Kategorie; Stefanie Zwick triumphierte bei den Damen. In der 4er-Teamwertung siegte Endless eleven, die Charity-Wertung der 6er-Teams gewann KA-EX.
- TORTOUR 250: Die 250-km-Solisten waren stark besetzt. Als Sieger führten Nicola Haller (Men), Urs Bürgisser (Master Men) und Denise Jetzer (Women) das Klassement an. Lokalpatriotisch erfolgreich war das Team der Schaffhauser Kantonalbank, das die 4er-Teamwertung gewann.
- TORTOUR Myself 50: Auf der kürzesten Distanz setzten sich unter anderem Michael Kropiwoda bei den Herren und Petra Dic… durch (Berichtsauszug endet hier).
Logistik, Umfeld und Bedeutung für die Region
Die Streckenführung rund um Schaffhausen kombiniert landschaftlich reizvolle Abschnitte mit technisch anspruchsvollen Anstiegen. Gerade bei den langen Distanzen waren Athletinnen und Athleten über viele Stunden dem Wetter, Verkehrssituationen und massivem Schlafentzug ausgesetzt. Für die Munotstadt bringt die Veranstaltung neben sportlicher Aufmerksamkeit auch verstärkte Präsenz von Teilnehmenden und Zuschauenden aus dem In‑ und Ausland.
Teams, Solidarität und Charity
Die TORTOUR vereint Profiathleten, ambitionierte Amateure und Charity-Teams. Neben dem sportlichen Wettbewerb spielt das gemeinsame Engagement eine Rolle: 6er-Teams treten unter anderem zu wohltätigen Zwecken an, was lokale Initiativen und Organisationen einbezieht. Solche Formate fördern den gemeinschaftlichen Charakter des Events und stärken das regionale Netzwerk.
Wettkampfdynamik und Durchhaltevermögen
Ultracycling verlangt neben Ausdauer auch Taktik: Energiemanagement, Teamabsprachen bei begleiteten Versuchen und Reparaturfähigkeit bei technischen Problemen entscheiden oft über Erfolg oder Aufgabe. Die Ergebnisse zeigen, wie divers die Felder sind: Während Einzelstarter über 1000 Kilometer allein unterwegs sind, nutzen andere die Begleitcrew, um Schlafpausen und Versorgung zu koordinieren.
Ergebnisse im Überblick
| Distanz / Kategorie | Hauptsieger | Weitere Podiumsplätze (Auswahl) |
|---|---|---|
| 1000 km Solo (Herren) | Sandro Caviezel | Raphael Vogel, Florian Egger |
| 1000 km Solo (Women) | Kimberly Andres | Raphaela Nadja Christandl, Priska Dörig |
| 1000 km Solo (Master Men) | Alexander Gröbli | - |
| 1000 km Solo begleitet (Herren) | David Tschan | - |
| 1000 km 2er-Team | Menzli Sport | - |
| 500 km Solo (Herren) | Basil Kauth | - |
| 250 km Solo (Men) | Nicola Haller | - |
Die TORTOUR bleibt ein Prüfungslauf für Körper und Geist. Für Schaffhausen bedeutet das Rennen einmal mehr mediale Sichtbarkeit und Begegnungen mit Athletinnen und Athleten aus dem In‑ und Ausland. Ob als Zuschauer oder Helfer: Die Veranstaltung bringt Menschen zusammen und zeigt, wie viel Herzblut der Ultraradsport in der Region entfalten kann.