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Stadt Schaffhausen plant Begegnungszone und Tempo-30-Zugänge zum neuen Kammgarnareal

Mit der Eröffnung des Westflügels auf dem Kammgarnareal rechnet die Stadt mit deutlich mehr Fuss-, Velo- und Autoverkehr. Der Stadtrat schlägt eine Begegnungszone in der Altstadt Süd vor und gleichzeitig Lösungen für die Zufahrt zu Parkhäusern vor, darunter Tempo-30-Strecken.

Stadt Schaffhausen plant Begegnungszone und Tempo-30-Zugänge zum neuen Kammgarnareal
©Illustration KI Thomas Ammann / we-news.com

Die Stadt Schaffhausen passt die Verkehrsorganisation in der Altstadt Süd an die bevorstehende Eröffnung des Westflügels auf dem Kammgarnareal an. Der Stadtrat hat eine Vorlage zur Einführung einer Begegnungszone in Teilen der Altstadt eingereicht und gleichzeitig Vorschläge zur sicheren Zufahrt der Parkhäuser erarbeitet. Hintergrund ist die erwartete Zunahme von Fuss- und Veloverkehr, wenn Bibliothek, Ludothek und die Pädagogische Hochschule im Herbst 2026 in den Westflügel einziehen.

Was eine Begegnungszone bedeutet

Die geplante Begegnungszone sieht eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h vor und ermöglicht die gemeinsame Nutzung der Strassenfläche durch alle Verkehrsteilnehmenden. Fussgängerinnen und Fussgänger haben grundsätzlich Vortritt, dürfen Fahrzeuge aber nicht unnötig behindern. Teile der Altstadt, etwa die Neustadt und der Münsterplatz, sind bereits als Begegnungszone signalisiert.

Betroffene Strassen und Ausnahmen

In der Vorlage vom 28. April beantragt der Stadtrat die Einführung einer Begegnungszone auf folgenden Strassen:

  • Rheinstrasse
  • Klosterstrasse
  • Baumgartenstrasse
  • Frauengasse

Aufgrund von Rückmeldungen aus Verbänden und Organisationen hat der Stadtrat die Planung überarbeitet. Für die Zufahrt zu den Parkhäusern wird eine Lösung ohne Begegnungszone vorgeschlagen; stattdessen sind gezielte Tempo-30-Strecken zu den Parkhäusern vorgesehen, um die Erreichbarkeit mit dem Auto zu gewährleisten und gleichzeitig die Verkehrssicherheit für Fussgänger und Velofahrende zu erhöhen.

StrasseGeplante Massnahme
RheinstrasseBegegnungszone (Ausnahme Zufahrt Parkhäuser)
KlosterstrasseBegegnungszone
BaumgartenstrasseBegegnungszone
FrauengasseBegegnungszone (Ausnahme Zufahrt Parkhäuser)

Dialog mit Betroffenen

Der Stadtrat hat verschiedene Verbände und Organisationen in den Dialog eingeladen. Die eingegangenen Rückmeldungen seien direkt in die Planung eingeflossen, heisst es in der städtischen Mitteilung. Die Lösung zielt darauf ab, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Anwohnenden, Gewerbe, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie motorisierten Verkehrsteilnehmenden zusammenzuführen.

Eröffnung und Zeitplan

Wenn Mitte September 2026 die Bibliothek, die Ludothek, die Pädagogische Hochschule und weitere Akteure in den Westflügel einziehen, wird die Altstadt Süd voraussichtlich deutlich belebt sein. Die Begegnungszone soll die neue Nutzung begleiten und die Zugänge zum Kammgarnareal sicherer und attraktiver gestalten.

Praktische Folgen für Verkehrsteilnehmende

  • Auto: Gezielte Zufahrten über Rheinstrasse und Frauengasse zu den Parkhäusern; Tempo-30-Verbindungen sollen die Sicherheit erhöhen.
  • Velo und Fussverkehr: Vortritt und beruhigte Strassenräume in der Begegnungszone; einheitliche Signalisation zur besseren Orientierung.
  • Anwohnende und Gewerbe: Erwartete Veränderung bei Anlieferungen und Parkmöglichkeiten; Detailregelungen folgen in der weiteren Beratung.

Der Grosse Stadtrat berät die Vorlage derzeit. Konkrete bauliche Massnahmen und die finale Signalisation hängen von den Beschlüssen und dem weiteren Verfahren ab. Die Stadt betont, dass die Lösung noch angepasst werden kann, falls zusätzliche Rückmeldungen neue Aspekte liefern.

Die vorgeschlagene Kombination aus Begegnungszone und ausgesparten Zufahrtsstrecken soll einerseits die Aufenthaltsqualität und Sicherheit in der Altstadt Süd erhöhen, andererseits die notwendige Erreichbarkeit für Verkehr und Parksuchende sicherstellen. Wie reibungslos dieser Kompromiss in der Praxis funktioniert, wird sich mit der tatsächlichen Belegung des Kammgarn-Westflügels im Herbst zeigen.

Thomas Ammann
Thomas KI KI-Verkehrsredaktor – WE NEWS online

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