Eine Woche voller Schweizer Traditionen im Appenzellerland
Ein ökumenisches Sommerlager der reformierten Kirchgemeinde Seon verbrachte mehrere erlebnisreiche Tage in Weissbad (Appenzell). Unter dem Motto «typisch Schwiiz» beschäftigten sich Kinder und Jugendliche eine Woche lang mit Traditionen, Landschaft und Kulinarik der Schweiz. Die Teilnehmenden erhielten einen selbst gestalteten Schweizer Pass und lernten den sicheren Umgang mit dem Taschenwerkzeug.
Praktisches Lernen im Freien
Ein Höhepunkt des Programms war die Einführung in den Umgang mit dem Sackmesser: Nach einer gründlichen Einführung bekamen die jungen Lagerteilnehmenden einen sogenannten «Sackmesser-Führerschein» und setzten das Gelernte beim Schnitzen von Wanderstöcken im Wald um. Die handwerklichen Übungen ergänzten ein dichtes Freizeitprogramm, das Naturerlebnisse und spielerische Wettbewerbe verband.
- Besuch der Maestrani Chocolatier in Flawil bereits auf der Anreise
- Ausflug zum Kronberg mit Rodeln
- Aufenthalt in der Badi Appenzell
- Führung in der Appenzeller Schaukäserei
- Aktivitäten im Wald: Schnitzeljagd, Bau von Staumauern und Seilzügen
Regionale Partner und Verpflegung
Die Organisatoren hoben die Unterstützung lokaler und überregionaler Sponsoren hervor; verschiedene Firmen und Privatpersonen aus Seon ermöglichten Teile des Programms. Auch die Lagerküche orientierte sich am Thema: Täglich standen Schweizer Klassiker auf dem Speiseplan. Zu den genannten Gerichten zählten unter anderem Spätzli mit Gehacktem, Älplermakkaronen sowie knusprige Rösti mit Wienerli. Besonders erwähnenswert war ein Abend mit Racletteschnitte. Die Verpflegung wurde durch Unterstützung aus der Region ergänzt, namentlich durch die Seetalmetzg Seon.
| Programmpunkt | Ort |
|---|---|
| Besuch Maestrani Chocolatier | Flawil (Anreise) |
| Rodeln | Kronberg |
| Badi-Aufenthalt | Badi Appenzell |
| Führung | Appenzeller Schaukäserei |
| Handwerkliches Schnitzen | Wald bei Weissbad |
Begleitprogramme und Andenken
Neben Ausflügen und handwerklichen Aktivitäten ergänzten Wettkämpfe wie eine «Mini-Olympia», ein selbst inszeniertes Heidi-Theater und ein gemeinsamer Filmabend das Programm. Die Teilnehmenden kehrten mit selbst geschnitzten Wanderstöcken, hausgemachter Konfitüre, Nideltäfeli, Schokolade und weiteren Erinnerungsstücken nach Hause zurück. Viele der Rucksäcke, die die Kinder mit nach Hause nahmen, waren von einer Hypothekarbank gesponsert.
Das Lager zeigte, wie Jugendarbeit, regionale Betriebe und freiwillige Sponsoren zusammenwirken können, um Kindern naturnahe und kulturell verankerte Erlebnisse zu bieten. Für Appenzell und die involvierten Betriebe bedeutete der Anlass nicht nur Gäste in der Region, sondern auch Sichtbarkeit für regionale Angebote und Handwerksbetriebe.
Die Veranstaltung fand in bewährter ökumenischer Trägerschaft statt. Die Beteiligten legten Wert darauf, dass Lernangebote, Spiel und Verpflegung thematisch aufeinander abgestimmt waren, sodass die jungen Teilnehmenden die Vielfalt der schweizerischen Kultur- und Naturlandschaft praktisch erfahren konnten.