Das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau plant eine umfassende Erneuerung der Trimbacherbrücke, die Olten mit Trimbach verbindet. Die Brücke, die älter als 110 Jahre ist, befindet sich in einem schlechten Zustand. Der vorliegende Entwurf des Bauprojekts bildet die Grundlage für die öffentliche Mitwirkung, die ab sofort und bis zum 11. September 2026 offensteht.
Warum eine Erneuerung notwendig ist
Seit Jahren entspricht der Brückenquerschnitt mit je einer Fahrspur und einem Gehweg pro Fahrtrichtung nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zudem bestehen substanzielle Schäden am Bauwerk. Aus diesem Grund plant das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau eine Runderneuerung bzw. Teilersatz, die gemäss Zeitplan im Jahr 2028 ausgeführt werden soll.
Ausgangslage und Projektwahl
Im Rahmen eines Projektwettbewerbs 2024 gewann der Beitrag «Sepia» des Ingenieurbüros Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH. Entscheidend für die Jury waren die Nachhaltigkeit des Ansatzes und der sorgfältige Umgang mit der bestehenden Bausubstanz. Der Entwurf sieht vor, den bestehenden Brückenbogen und die Widerlager aus dem Jahr 1914 nicht abzubrechen, sondern zu verstärken, instandzusetzen und weiterzuverwenden. Dagegen sollen die provisorischen Stützen und die provisorische Fahrbahnplatte aus 2004 durch eine dauerhafte Konstruktion ersetzt werden.
Projektumfang und weitere Arbeiten
Ein interdisziplinäres Team aus Bauingenieuren, Architekten, Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern erarbeitete 2025 das Vorprojekt. Dieses umfasst nicht nur das Brückenbauwerk selbst, sondern auch die Strassenknoten und die Uferbereiche auf der Oltner und der Trimbacher Seite. Seit Anfang dieses Jahres arbeitet dasselbe Team am Bauprojekt, dessen Entwurf nun vorliegt und der Bevölkerung zur Mitwirkung aufliegt.
- Erhalt und Verstärkung des Brückenbogens und der Widerlager aus 1914
- Austausch der temporären Stützen und Fahrbahnplatte von 2004 durch dauerhafte Konstruktion
- Einbezug der angrenzenden Strassenknoten und Uferbereiche
„Die Nachhaltigkeit und der sorgfältige Umgang mit der bestehenden Bausubstanz überzeugten die Wettbewerbsjury besonders.“
Mitwirkung und Zugang zu Unterlagen
Der Entwurf dient als Grundlage für die öffentliche Mitwirkung. Konkret kann sich die Bevölkerung bis zum 11. September 2026 zum Vorhaben äussern. Pläne und Berichte sind laut Mitteilung beim Stadthaus Olten einsehbar. Die Mitwirkung gibt Anwohnenden, Pendlern, Velofahrenden und weiteren Interessierten die Möglichkeit, Hinweise, Bedenken oder Vorschläge einzubringen, bevor das Projekt weiter ausgearbeitet und bewilligt wird.
Zeitleiste in Kürze
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1914 | Errichtung des Brückenbogens und der Widerlager |
| 2004 | Einbau provisorischer Stützen und Fahrbahnplatte |
| 2024 | Projektwettbewerb; Beitrag «Sepia» gewinnt |
| 2025 | Vorprojekt erarbeitet (inkl. Strassenknoten und Uferbereiche) |
| 2026 | Entwurf Bauprojekt; öffentliche Mitwirkung bis 11. September |
| 2028 | Geplante Erneuerung / Ausführung |
Für Olten bedeutet das Vorhaben eine längerfristige Baustelle an der Verbindung zu Trimbach, die Auswirkungen auf den motorisierten und den Fuss- und Veloverkehr haben dürfte. Gleichzeitig setzt das ausgewählte Projekt auf den Erhalt historischer Substanz und auf Nachhaltigkeit, was aus Sicht der Jury ein zentrales Kriterium war.
Weitere Details zu Einsprachemodalitäten, Einsichtszeiten und den weiteren Projektschritten sind in den Unterlagen im Stadthaus Olten aufgeführt. Die Mitwirkung ist ein formaler Schritt im Planungsverfahren; wie die Rückmeldungen konkret in die Weiterbearbeitung einfliessen, wird das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau im weiteren Verfahren darlegen.